Der Antisemitismus oder wie Adorno schrieb, „das Gerücht über die Juden“ ist ein Gerücht, dass sich seit über 2000 Jahren hartnäckig hält und stets mit der Zeit gegangen und mutiert ist. Waren es im Mittelalter noch Brunnenvergiftung und die Pest, so ist man heute bei Genozid, Apartheid und ethnischer Vertreibung angekommen. Israel wird zwar genannt, um den Antisemitismus, der dahinter steckt entweder als Antizionismus oder Israelkritik zu framen, aber die Botschaft dahinter ist sets die Gleiche. Der Jude als das ulitamitive Böse.

Jüdische Flüchtlinge nach einem Pogrom in Russland, nach ihrer Ankunft in Liverpool 1882

Stets hat der Antisemit seine jüdischen Kronzeugen bei der Hand die ihm ein moralisches Alibi verschaffen, damit der Antisemit sagen kann, „wie kann ich ein Antisemit sein, wenn selbst der Jude sagt wie schlimm Israel, der Zionismus, andere Juden sind.“ Man unterstellt Juden seien Kolonialisten, nur weil sie wieder in dem Gebiet leben, in dem sie seit tausenden von Jahren gelebt haben. Juden sollen nach Möglichkeit rechtlos und heimatlos sein, Juden die über die Jahrhunderte versucht haben sich zu assimilien, betrachtete man als Ungeziefer, als Zecken, die die Wirtsvölker aussaugen, um sich dann auf das nächste Wirtsvolk zu stürzen. Das Juden Jahrhunderte am selben Fleck lebten und nicht großartig wanderten, geschenkt. Die Literatur ist voll von den Juden, den Schacherjuden, die selbst der ärmsten Magd noch den letzten Taler aus der Geldbörse stahlen.

Und selbst wenn Juden normale Menschen sind wie jeder andere auch, so strickt der Antisemit eine Geschichte, die den Juden übermenschlich erscheinen läßt. Es gibt große und kleine Juden, es gibt dicke und dünne Juden, es gibt dumme und schlaue Juden, es gibt Mörder und Diebe unter den Juden, kriminelle und Arschlöcher. Stets sucht der Antisemit dahinter die Überlegenheit der Juden zu sehen, „seht Ihr, wie kriminell die Juden sind? Die waren schlimmer als die Mafia!“ Setzt man das in Relationen, dann sind jüdische Tatverdächtige ein Fliegenschiss in der Kriminalstatistik aber nicht für diejenigen, die glauben den Durchblick zu haben.

Man dachte mit dem Ende der NS-Herrschaft sei der Virus ausgemerzt, keine Nazis, keine Antisemiten. Der Virus allerdings war davon gänzlich unbeeindruckt. Nachdem die Mapai sich dazu entschlossen hatte statt einen sozialistischen Kurs einzuschlagen, auf Westkurs zu gehen, änderte Stalin seine Ansichten über die Juden und schrieb eine Anleitung, von der Heute noch reger Gebrauch gemacht wird, dem Antizionismus. Plötzlich war der Jude Zionist, punkt. Und alle Zionisten waren für Stalin „Wurzellose Kosmopoliten – безродный космополит besrodny kosmopolit

Der Schauprozess um Rudolf Slánskÿ und die damit verbundene ethnische Säuberung der Juden in der ČSSR – Foto Brigdeman

Merkmale des Antizionismus in der Spätphase Stalins waren:

  • Verbindung von Antizionismus und Antisemitismus: Der antizionistische Kampf wurde genutzt, um jüdische Kultur, Institutionen und Individuen in der Sowjetunion zu verfolgen, ohne dies offen als Antisemitismus zu bezeichnen.
  • Kampagne gegen „wurzellose Kosmopoliten“: Ab 1948/49 wurden jüdische Intellektuelle, Schriftsteller und Künstler als „wurzellose Kosmopoliten“ (russisch: besrodny kosmopolit) denunziert, was als Chiffre für Juden diente, die angeblich dem Westen oder Israel loyaler gegenüberstanden als der Sowjetunion.
  • „Ärzteverschwörung“: Den Höhepunkt erreichte diese Politik mit der sogenannten Ärzteverschwörung, einer fiktiven Verschwörung jüdischer Ärzte, die angeblich sowjetische Führer ermorden wollten.
  • Zionismus als imperialistisches Werkzeug: Die Ideologie bezeichnete den Zionismus als Handlanger des US-amerikanischen Imperialismus.
  • Außenpolitische Wende: Während die UdSSR 1947/48 die Gründung Israels noch diplomatisch unterstützt hatte, betrachtete Stalin den Staat nach 1948 als „trojanisches Pferd“ der USA im Nahen Osten. 
Jüdisches Gemeindehaus Berlin – Bild: BACW/ML

Dieser Antizionismus, die Mutation des Virus, hält sich bis Heute in den Köpfen derjenigen, die sich als Linke sehen. Wie tief der Hass ging, zeigte sich schon früh als die Tupamaros West-Berlin im 1969 im Jüdischen Gemeindehaus Berlin – an der Stelle wo die Synagoge in Berlin stand – einen Sprengsatz platziert, und so eingestellt hatten, dass er während einer Gedenkveranstaltung explodieren sollte. Verwickelt darin waren Yassir Arafat, ein Agent des Verfassungsschutzes und die Staatssicherheit der DDR. Grund war der Sechstagekrieg, aber die Motivation war eher der Hass auf Juden, was hatten die Juden, die nach dem Holocaust zurückkehrten, mit dem Krieg im Nahen Osten zu schaffen? Als eine Spezialeinheit der israelischen Streitkräfte 1976 in Entebbe die verbliebenen Geiseln befreite, da explodierte der sozialistische Block vor Wut. Der hatte aber nichts dagegen als zwei der Geiselnehmer, die Deutschen, Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann wie an der Auschwitz Rampe selektiert.

Quelle – Jerusalem Post

Der Fakt, dass eine der Geiseln, Dora Bloch, aus dem Krankenhaus entführt wurde, in das man sie vorher gebracht hatte, und von den Schergen Idi Amins ermordet wurde, war dem Block hingegen keine Meldung wert.

Die Juden als Völkermörder

Kurz nach dem 07. Oktober 2023 waren sie wieder da, die Vorwürfe Israel würde einen Völkermord begehen. Die 1200 Israelis und Ausländer, die sich in Israel aufhielten und Opfer der Massaker wurden, die wurden entweder geleugnet oder kleingeredet. Der Fakt, dass sich die Terroristen und begleitende Zivilisten dabei filmten und diese Filme in’s Netz stellten wird von den sogenannten „Palästina-Unterstützern“ eisern geleugnet. Selbst, dass unabhängige Quellen die Informationen bestätigt haben gilt nicht als Beweis. Man beruft sich dann stattdessen auf die Hannibal-Direktive und behauptet die IDF habe selbst die Massaker angerichtet. Eine der schlimmsten Galleonsfiguren ist dabei die UN-Berichterstatterin Francesca Albanese, sie und ihr Mann sind glühende Antisemiten und werden wahrscheinlich multiple Orgasmen erlitten haben, als die ersten Meldungen über den 7. Oktober eintrafen. Die Frau lügt, dass sich die Balken biegen und behauptet bis Heute, dass nie Massenvergewaltigungen stattgefunden haben.

October 7th 2023 – Quelle

Alsi ich noch in Deutschland lebte betrieb ich einen Blog mit Schwerpunkt Naher Osten. Der Vorwurf des Völkermordes ist also nicht neu, denn am 14, Januar 2009 veröffentlichte ich unter Pseudonym „Völkermord im Gaza?“ eine Statistik die zeigt wie lausig Israel ist wenn es um Völkermord geht. In den Kommentaren taucht auch ein Exemplar der Typen auf, für die natürlich Israel am Antisemitismus in der Welt verantwortlich ist, ganz einfach weil es existiert und sich zur Wehr setzt. Diesen Leuten wäre es lieber wenn sich die Juden endlich ausrotten lassen, Léon Ploiakov zitierte Hitler (nach Rauschning), „Vom Hass zum Genozid“ mit der Aussage, dass man sich die Juden hätte erfinden müssen, wenn es sie nicht gäbe. Er sah den Antisemitismus als integralen Bestandteil der Nazi-Ideologie, der ein „Gegenreich“ brauchte.

„d.h.krumm

Niemand wirft Israel vor, die Bewohner des Gazastreifens physisch zu vernichten.
Fragt sich nur, ob nicht die Vernichtung der gesamten Infrastruktur eines Landes, die Zerstörung von Schulen, Krankenhäusern, öffentlichen Einrichtungen und die gezielte Tötung einzelner Individuen , die Vorenthaltung von Nahrung, Medikamenten, des täglichen Lebensbedarfes, Verhinderung und Erschwerung des Wiederaufbaus usw. eine physische und kulturelle Beeinträchtigung darstellt, die in Richtung Vertreibung – und wer weiß – letzten Endes Völkermord geht. An den Juden wird doch seit zweitausend Jahren Völkermord in diesem Sinne verübt! Auch nach 1945! Will das jemand bestreiten? Der Antisemitismus breitet sich zurzeit wie eine Seuche in allen Völkern aus – auch unterschwellig in Deutschland und in anderen europäischen Ländern. Der Antisemitismus wird durch das Fehlverhalten Iraels gegenüber den Palästinensern genährt.

Der Antisemit und der Antizionist brauchen Israel nicht, um ihre Abneigung auszuleben. Beide interessiert nicht ob Juden zu Israel stehen oder gegen Israel sind, allein die Tatsache, dass es Juden gibt ist für sie entscheidend. Die Palästinenser sind nur das moralische Sahnehäubchenhinter dem man seine Abneigung gegen Juden tarnen kann. 2014 wurde behauptet es finde ein Genozid statt, und schon in den Jahrzehnten davor war man fest davon überzeugt, dass ein Genozid an der Bevölkerung in der Westbank und Gaza durchgeführt wird. In seinem 1982 erschienenen Essay veröffentlichte Wolfgang Pohrt einen Aufruf der Grünen Landtagsfraktion – Aus einer Petition der niedersächsischen Grünen, in der Ministerpräsident Albrecht gebeten wird, „alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die geeignet sind, einen Stillstand der israelischen Aktionen zu bewirken“:

„Wir sind der Meinung, dass wir Deutschen eine besondere Verantwortung haben, wenn es darum geht, Praktiken einer Ausrottungspolitik verhindern zu helfen.“

Damit war schon damals klar, dass man, um es mit Hendryk M. Broder zu sagen, „Auschwitz als Bewährungsanstalt zu sehen, auf dass der Jude nicht rückfällig wird.“ Nur haben sie das ihren Bewährungshelfern nicht gedankt, dabei hat der NS-Staat dich nichts unversucht gelassen sich der Juden zu entledigen, aber selbst das Ausland wollte sie nicht haben, siehe die St. Louis und selbst die britischen Behörden veröffentlichten 1939 das Weisbuch, um die europäischen Juden von der Flucht in’s britische Mandatsgebiet abzuhalten. Und nachdem Masagaskar vom Tisch war, ja was hätten die Nationalsozialisten denn machen sollen? Da waren die Vernichtungslager doch noch das Humanste, und trotzem wollen die nicht verschwinden.

Dieses Denken ist auch der feste Bestandteil der Palästina-Solidarität, man mißbraucht Menschen damit niemand sagen kann man sei ein Antisemit oder Judenhasser, nein das ist man nicht, man hat nur ein paar Kleine Probleme die man mit einem kleinen Genozid an den Juden lösen könnte und feuert die Hamas an, sich stärker in’s Zeug zu legen.

Es ist auch völlig egal wer in Israel regiert, Netanyahu mag zwar ein Idiot sein, er ist Inititator noch trägt die Verantwortung für den wachsenden Antisemitismus in der Welt, er ist nur ein Sündenbock. Von 1948 bis 1976 regierte die Mapai in Israel, mir ist nicht bekannt, dass Böse und Kuhlmann gesagt hätten, „ach Genossen, wißt Ihr denn nicht? Die Genossinen und Genossen der Mapai sind doch unsere Kameraden!“ Stadessen haben sie präzise, wie ein Schweizer Uhrwerk und Dr. Mengele, die Passagiere selektiert. Trotzdem wurde Israel aller möglichen Verbrechen bezichtigt, selbst der Vorwurf der Apartheid stand damals schon im Raum und Legionen von Antizionisten sind sich nicht zu blöd, selbst Herzls Bar Mitzvah Urkunde zu fälschen, nur um belegen zu können, dass Zionisten die wahren Antisemiten sind.

Nützliche Idioten stechen in See

Und wer wirklich glaubt, dass die Gaza Sumud eine Flotte zur Befreiuung Gazas ist, der sollte mal den Schnuller wechseln. Es geht hier nicht um irgendwelche Hilfsgüter die man ebensogut auf der Post aufgeben kann, des geringen Inhalts wegen, sondern es geht darum Israel zur Kapitulation zu zwingen, damit diese Hobbyaktivisten Seite an Seite mit Hamas und Fatah bis nach Jerusalem gehen können, wo sie danach in Massenerschießungen ausgerottet werden, weil sie ihren Zweck als nützliche Idioten mehr als erfüllt haben, während man die Queers for Palestine irgendwo vom Dach wirft, man will ja keine Munition verschwenden.

Der Unterschied zwischen den modernen und den alten Judenhasser ist, dass die modernen die Palästinenser mißbrauchen, während die alten offen davon gesprochen haben was sie mit den Juden planen und nie einen Hehl daraus gemacht haben. Sie haben lediglich den Antisemitismus in Europa dazu benutzt, schneller an ihr Ziel zu kommen. Und heute sind die, die mit den Nazis kollaboriert haben und nach dem Krieg eigentlich Widerstandskämpfer waren. Heute sind sie wieder ganz vorne dabei wenn es darum geht, den Juden den Schutz zu entziehen.

Und die antizionistischen Juden?

„Die zionistische Invasion ist eine bösartige Invasion. Sie schreckt nicht davor zurück, alle Mittel einzusetzen und alle bösartigen und verachtenswerten Methoden anzuwenden, um ihr Ziel zu erreichen. Bei ihren Infiltrations- und Spionageoperationen stützt sie sich in hohem Maße auf die von ihr ins Leben gerufenen Geheimorganisationen, wie die Freimaurer, die Rotary- und Lions-Clubs sowie andere Sabotagegruppen. All diese Organisationen, ob geheim oder offen, arbeiten im Interesse des Zionismus und gemäß dessen Anweisungen. Sie zielen darauf ab, Gesellschaften zu untergraben, Werte zu zerstören, das Gewissen zu korrumpieren, den Charakter zu verderben und den Islam zu vernichten. Sie steckt hinter dem Drogenhandel und dem Alkoholismus in all seinen Formen, um ihre Kontrolle und Expansion zu erleichtern.“ Charta der Hamas Artikel 28. Fassung von 1988

Weder die Hamas noch die Islamisten des Daesh, zum Beispiel, machen einen Hehl daraus was passiert wenn sie Israel vernichtet haben. Ihr Ziel ist es ein weltweites Kalifat zu errichten, was für die Juden, die sich als Antizionisten bezeichen, bedeuten würde, dass sie Ziel des Vernichtungswillen sind.Yisroel Dovid Weiss, der Sprecher der Neurei Karta würde, genauso wie seine Buddies den Dhimi-Status erhalten und Yziya zahlen dürfen. Er würde sehr schnell merken, dass Juden, egal ob sie den Staat Israel ablehnten, wie das Leben in einem Ghetto ist, ohne Rechte, die ihm erlauben würden Kritik zu üben. Auch die Satmarer Juden könnten bis Matthäi am Letzten warten, dass der Messias sie in’s gelobte Land führt, das würde nämlich nicht mehr existieren, sollten die ganzen Judenhasser die Oberhand behalten.

Kein Land würde ihnen Schutz bieten und den jüdischen Staat würde es nicht mehr geben. Finkelstein hätte die Gelegenheit das am eigenen Leib zu spüren was seine Eltern in Rumänien erlebten. Vielleicht kann er noch publizieren aber nur was die Zensur durchwinkt. Und Chomsky kann von Morgens bis Abends darüber referieren, dass der Staat Israel angeblich über 3 Millionen Palästinenser getötet hat, er würde ein müdes Lächeln bekommen. Der Verband nationaldeutscher Juden sollte eigentlich jedem der glaubt, wenn man nur Antizionistisch genug ist, dann würde man dem Vernichtungswillen nicht zum Opfer fallen, ein warnendes Beispiel sein. Max Nauman, der Gründer des Verbandes, war strammer Antizionist und Gegener der osteuropäischen Juden, wie alle Mitglieder seines Verbandes. Sie waren den Deutschnationlaen näher als den Liberalen oder Sozialdemokraten in der Weimarer Republik.

Später, so ab 1928, näherten sie sich der NSDAP, das nahm schon karikaturhafte Züge an, besonders als man ein Büchlein veröffentlichte, in dem man den Antisemitismus in Deutschland als böswillige Unterstellung bezeichnete. Naumann kam in’s KZ und starb 1939 an den Folgen. Viele folgten seinem Schicksal oder emigrierten in’s Ausland. Theodor Lessing definierte den jüdischen Selbsthass folgendermaßen –

  • Psychologischer Mechanismus: Lessing sah den „Selbsthass“ nicht als spezifisch jüdisches Phänomen, sondern als psychologische Reaktion einer Minderheit, die sich den Werten und Vorurteilen der dominanten Mehrheitsgesellschaft unterwirft.
  • Entfremdung und Assimilation: Die innere Zerrissenheit resultierte für Lessing aus der Assimilation. Die Betroffenen versuchten verzweifelt, den antisemitischen Stereotypen der Umwelt durch Selbstverleugnung und Überidentifikation mit der „arischen“ Kultur zu entkommen.
  • Flucht vor der eigenen Identität: Anstatt das eigene Erbe als Bereicherung anzunehmen, wurde das Judentum als Makel empfunden, was zu Projektionen und Hass auf die eigene Gruppe führte. 

Die Geschichte hat gezeigt, dass Juden nicht mal sicher waren wenn sie konvertierten, sie waren stets dem Wohlwollen derer unterworfen in dessen Mitte sie lebten. Jedes Ereignis das einen Sündenbock benötigte, lieferte die heimischen Juden dem Mob aus. Zwar schützen Herrscher sie, aber nur bis zu einem gewissen Punkt an dem die Herrscher entschieden, dass es besser wäre ein paar Juden zu opfern als einen Aufstand gegen die Regierung zu dulden.

Wer also denkt mit Israelkritik Freunde zu gewinnen, der unterschätzt die Dynamik die im Antisemitismus liegt, dem ist Israel scheißegal solange es die Juden gibt, und sind die erstmal weg finden sich die nächsten Gruppen, die NSDAP hat ja die Marschrichtung mit Sinti und Roma praktisch vorgegeben.

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12 Antworten zu „Es ging immer um die Juden, Dummkopf“

  1. Avatar von Gamma Hans

    Vielen Dank für Ihren ausführlichen Beitrag. Sie erinnern zu Recht daran, dass Antisemitismus eine jahrhundertealte und wandelbare Form der Menschenfeindlichkeit ist, die bis heute existiert und entschieden bekämpft werden muss. Auch die historischen Erfahrungen jüdischer Gemeinschaften mit Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung dürfen niemals relativiert oder vergessen werden.

    Gleichzeitig erscheint mir problematisch, dass in Ihrem Text die Grenzen zwischen Antisemitismus, Antizionismus und legitimer Kritik an konkreten Handlungen der israelischen Regierung teilweise verschwimmen. Nicht jede Kritik an israelischer Politik ist antisemitisch, ebenso wie nicht jeder Verweis auf palästinensisches Leid Ausdruck von Judenfeindschaft sein muss. Eine differenzierte Betrachtung ist gerade deshalb wichtig, weil Antisemitismus als reale Gefahr nur glaubwürdig bekämpft werden kann, wenn der Begriff nicht auf jede politische Meinungsverschiedenheit ausgeweitet wird.

    Ein respektvoller Dialog sollte sowohl die Sicherheit und das Existenzrecht Israels als auch die Menschenrechte der Palästinenser ernst nehmen. Historische Verantwortung und universelle Menschenrechte dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden.

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    1. Avatar von Wolfram Thal

      Tut mir leid Ihnen das sagen zu müssen, aber Ihr Kommentar ist beinahe typisch wenn es um den Nahostkonflikt geht.

      Der Satz „Nicht jede Kritik an israelischer Politik ist antisemitisch…“ ist mittlerweile die am häufigsten missbrauchte Floskel im gesamten Nahostdiskurs. Das Problem ist: Ich habe nirgendwo behauptet, dass banale Kritik an Steuergesetzen, Wohnungsbau oder der Zusammensetzung der israelischen Regierung antisemitisch sei. Ihre Kritik geht aber nicht darum, sondern sofort wid eine Nebelkerze geworfen und der whataboutism kommt in’s Spiel.

      Die Palästinenser sind an ihrem Leid selber schuld und es ist zutiefst rassistisch ständig auf das Leid hinzuweisen ohne einen Moment inne zu halten, und zu überlegen, wer an der Situation den Hauptanteil trägt. Nicht Israel hat die ganzen Kriege begonnen, sie mußten den ganzen Vernichtungsbemühungen trotzen, ob 1948, 1967, 1973 oder erste und zweite Intifada und die ständigen Terroranschläge auf israelische Zivilisten. Als islamische Terroristen Mosscheen in islamischen Ländern in die Luft sprengten oder Terroranschläge in Europa ausübten, war Ihr Mitgefühl da auch so ausgeprägt?

      Die Terroristen der PLO waren ja keine halbgebildeten Nomaden, sondern hatten Universitäten besucht und wurden mit dem ideologischen Müll ihrer Führer infiziert. Die Hamas ist ja nicht per Zufall an die Macht gekommen weil die Leute in Gaza ein bisschen Leben in die Bude bringen wollten, sondern wurden von der Mehrheit gewählt, unter anderem die Mehrheit, die über die Grenze liefen, wie ein mittelalterlicher Hilfstross, der der Armee folgte und hat sich an den Plünderungen und Ermordungen der israelischen Zivilisten beteiligt. Die die pragmatisch sind im Gaza, in Ramallah, Hebron oder Tulkarem sind längst geflohen. Und die Palästinenser die in Israel arbeiten sind ja keine Sklaven auf irgendwelchen Zuckerplantagen, sondern ihren israelischen Kollegen gleich gestellt, während die Palästinenser die nicht das Glück haben einen Bruchteil verdienen, aber bestimmt können sie jemanden benennen der Schuld ist.

      Hätten sie für 5 cent Ahnung vom Nahen Osten wüßten Sie, dass das Los, das die Palästinenser haben das Resultat der arabischen Führer ist, die haben auch keine Lust das Los der Palästinenser zu beseitigen. Abu Mazen und seine korrupte Bande verdienen Millionen mit den UNO Hilfsgeldern, die Hamas hat die gleichen Ressourcen und verfügt über weltweite Kontakte um Geld zu generieren. Das IST die Historische Verantwortung die der arabische Nationalist Constantin Zureyk so zusammengefasst hat, „die Zionisten leben in der Gegenwart für die Zukunft, während wir in der Vergangenheit leben und von glorreichen Zeiten träumen.“ So lange man die Palästinenser wie geistig behinderte Höhlenbewohner betrachtet wird sich nichts ändern, vor allem da die UNRWA und die Autonomiebheörde ein zutiefst revisionistisches Geschichtbild pflegen.

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      1. Avatar von Gamma Hans

        Vielen Dank für Ihren ausführlichen Beitrag. Sie weisen zu Recht darauf hin, dass die Geschichte des Nahostkonflikts nicht ohne die Kriege, Terroranschläge und die Verantwortung palästinensischer sowie arabischer Akteure verstanden werden kann. Diese Aspekte gehören zu einer ehrlichen Betrachtung dazu.

        Dennoch halte ich einige Ihrer Schlussfolgerungen für problematisch. Die pauschale Aussage, die Palästinenser seien „an ihrem Leid selbst schuld“, wird der historischen und politischen Komplexität des Konflikts kaum gerecht. Verantwortung tragen verschiedene Akteure auf unterschiedlichen Ebenen – politische Führungen, militante Organisationen, regionale Staaten, aber auch staatliche Entscheidungen Israels. Kollektive Schuldzuweisungen an ganze Bevölkerungsgruppen erschweren eher das Verständnis als dass sie zur Lösung beitragen.

        Ebenso erscheint mir die Darstellung der Palästinenser als überwiegend Unterstützer von Terrorismus zu pauschal. Millionen Menschen leben unter sehr unterschiedlichen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Kritik an Hamas oder der Korruption der Palästinensischen Autonomiebehörde ist berechtigt, sollte jedoch nicht zur Verurteilung eines gesamten Volkes führen.

        Gerade weil der Konflikt so lange andauert und auf beiden Seiten großes Leid verursacht hat, sind Differenzierung, historische Genauigkeit und die Anerkennung der menschlichen Würde aller Betroffenen wichtiger als pauschale Urteile.

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      2. Avatar von Wolfram Thal

        Gamma Hans,

        Offensichtlich möchten Sie nicht verstehen und argumentierten so, wie Wolfgang Pohrt ins seinem Essay „Der Täter als Bewährungshelfer“ dargelegt hat.

        „Dennoch halte ich einige Ihrer Schlussfolgerungen für problematisch. Die pauschale Aussage, die Palästinenser seien „an ihrem Leid selbst schuld“, wird der historischen und politischen Komplexität des Konflikts kaum gerecht. Verantwortung tragen verschiedene Akteure auf unterschiedlichen Ebenen – politische Führungen, militante Organisationen, regionale Staaten, aber auch staatliche Entscheidungen Israels.“

        Nennen Sie eine einzige Entscheidung Israels die zu der Situation beigetragen hat. 2005 hat sich Israel einseitig komplett aus dem Gazastreifen zurückgezogen, das Ergebnis? Der Terror der Hamas. In den Oslo Accords, die von Arafat auch unterschrieben wurden – er war nicht als Zuschauer dabei – ging es auch um die Siedlungen und beide Seiten legten fest, dass im Falle eines Friedensvertrages, über ein Gebietstausch verhandelt werden soll, was Ehud Barack 2000 Arafat angeboten hat. Meine Aussage ist keine pauschale Aussage wenn man sich die Pogrome während der Mandatszeit und unter den Osmanen anschaut. Der Aufstand von 1936-39 führte dazu, dass die Briten in ihrem White Paper den Zuzug der Juden strikt limitiert hatten, während die Araber aus umliegenden Ländern ungehindert einwandern konnten. Moment mal, 1939, war die nicht was? Stimmt! Trotz Holocaust hielten die Briten an ihrer Regelung fest. Die Arabische Liga hat sowohl den Vorschlag der Peel-Commission, als auch die Resolution 181 kategorisch abgelehnt und mit Krieg gedroht, sollte der Plan umgesetzt werden. Ben Gurion hat mit der Gründung des Staates Israel den Nachbarn angeboten, Seite an Seite in Frieden zu leben. 150.000 Araber, die in Israel verblieben sind, machen Heute 20% der israelischen Bevölkerung aus. Und ja, sie sind in sofern selbst schuld weil sie nie gelernt haben und es ihnen nie in den Kopf ging, dass ihr Verhalten nicht zu einem eigenen Staat führen. Palästinensiche Führer brachten es auf den Punkt, unter anderem Rafik Natsheh „All diese Berichte, wonach die [Palästinensische Autonomiebehörde] Israel anerkennen würde, sind falsch. Das ist alles nur Medienquatsch. Wir fordern andere Fraktionen nicht dazu auf, Israel anzuerkennen, denn wir von der Fatah haben Israel nie anerkannt … [Die Fatah] wird den bewaffneten Kampf niemals aufgeben, egal wie lange die Besatzung noch andauert.“ Man hat ja selbst zugegeben, dass Oslo die Möglichkeit eröffnete Israel von innen heraus zu zerstören. Also bitte ersparen Sie mir Ihre moralische Belehrung. Jeder Protest wird in den Autonomiegebieten von den Sicherheitskräften der Fatah und der Hamas niedergeschlagen. Es herrscht immer noch Bürgerkrieg in der Westbank zwischen der PA und islamistischen Gruppen. Und, schaut man sich die Umfragen an, erklärt die Mehrheit der Palästinenser im Falle von Wahlen der Hamas ihre Stimme zu geben. Die Mehrheit begrüßte auch den Genozid an den Israelis vom 7. Oktober. Die Protokolle der Weisen von Zion und Adolf Hitlers „Mein Kampf“ finden Sie an jeder Ecke in der Westbank oder Gaza. Schauen Sie sich die Beiträge von Memmi oder Corey Gil Schuster an, dann werden sie feststellen was diese Leute wirklich denken.

        „Ebenso erscheint mir die Darstellung der Palästinenser als überwiegend Unterstützer von Terrorismus zu pauschal. Millionen Menschen leben unter sehr unterschiedlichen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Kritik an Hamas oder der Korruption der Palästinensischen Autonomiebehörde ist berechtigt, sollte jedoch nicht zur Verurteilung eines gesamten Volkes führen.“

        Sie begreifen den Konflikt offensichtlich nicht. Es geht nicht darum ob eine Mehrheit die CDU wählt. Der 7. Oktober wurde von der Mehrheit der Einwohner begrüßt, warum hören Leute wie Sie nicht zu? Die Hamas ist de facto und de Jure die Regierung des Gaza, sie wurden von einer Mehrheit gewählt und schauten bei dem Bürgerkrieg zwischen Hamas und Fatah zu. Nicht alle Deutschen trugen Schuld, weder am zweiten Weltkrieg, noch am Holocaust. Trotzdem hat die Mehrheit das Regime getragen, sich an der Arisierung bereichert oder ihre Nachbar denunziert, meine Großmutter konnte darüber ganze Arien singen als sie nach dem Krieg die ganzen Anzeigen gegen sie sah. Und die wenigen, die gegen ihre Führung protestieren werden auf den Straßen niedergeschossen, dass sind dann die, die entweder verschwinden oder in’s Ausland flüchten. Sie verstehen die Mentalität dieser Gruppe nicht, man schätzt nicht das Leben sondern den Tod, wenn schon 6 Jährige auf die Frage, was sie einmal werden wollen antworten, sie wollen Mujahid werden und Juden töten.

        „Gerade weil der Konflikt so lange andauert und auf beiden Seiten großes Leid verursacht hat, sind Differenzierung, historische Genauigkeit und die Anerkennung der menschlichen Würde aller Betroffenen wichtiger als pauschale Urteile.“

        Genau, nun es steht Ihnen frei mich zu widerlegen. Menschliche Würde wäre es, wenn die Palästinser auf Gewalt verzichten würden und sich nicht pauschal als Opfer darstellen. Es geht diesen Leuten auch nicht um einen eigenen Staat, den hätten sie mehrfach haben können. Weder Jordanien noch Ägypten, die damals die Westbank und Gaza besetzten, hatten ein Interesse an einem weitern arabischen Staat und hätten die Araber 1948 gesiegt, würden sich Syrien, Jordanien und Ägypten den Landstrich teilen, ohne Palästinenser und einem Staat.

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      3. Avatar von Gamma Hans

        Herr Thal,

        ich bestreite weder die Gewalt der Hamas noch die zahlreichen historischen Fehlentscheidungen palästinensischer Führungen. Auch die Ablehnung von Teilungsplänen, die Rolle der Arabischen Liga, die Terroranschläge gegen Israel und die Unterstützung der Hamas in Teilen der Bevölkerung sind historische Tatsachen, die nicht ignoriert werden dürfen.

        Mein Einwand richtet sich gegen Ihre Schlussfolgerung, daraus abzuleiten, die Palästinenser seien insgesamt „selbst schuld“ an ihrem Leid.

        Historische Verantwortung ist selten so eindimensional. Dass palästinensische Führungen wiederholt Chancen verspielt haben, bedeutet nicht automatisch, dass jede israelische Entscheidung folgenlos oder unproblematisch gewesen wäre. Die fortgesetzte Ausweitung von Siedlungen in den besetzten Gebieten, die Schwächung moderater palästinensischer Kräfte durch verschiedene politische Entscheidungen oder die Frage des Umgangs mit der Zivilbevölkerung in Gaza sind Beispiele für Maßnahmen, über deren Auswirkungen selbst innerhalb Israels kontrovers diskutiert wird.

        Ebenso halte ich es für problematisch, aus Umfragen, der Unterstützung der Hamas oder antisemitischen Einstellungen auf den Charakter eines gesamten Volkes zu schließen. Auch im Deutschland der 1930er und 1940er Jahre wäre es nicht korrekt gewesen, jeden Deutschen auf seine Zustimmung zum Regime zu reduzieren. Politische Mehrheiten und individuelle Verantwortung sind nicht dasselbe.

        Sie führen zahlreiche Beispiele an, die zeigen sollen, dass viele Palästinenser Israel nicht akzeptieren. Das mag für einen erheblichen Teil zutreffen. Daraus folgt jedoch nicht, dass Millionen Menschen ihre menschliche Würde verlieren oder dass ihr Leiden allein auf ihre eigenen Entscheidungen zurückzuführen ist.

        Gerade weil der Konflikt von Gewalt, Vertreibungen, Terrorismus, Kriegen und gegenseitigem Misstrauen geprägt ist, halte ich Differenzierung für notwendig. Man kann Hamas verurteilen, antisemitische Ideologien kritisieren und gleichzeitig anerkennen, dass auch palästinensische Zivilisten nicht bloß als Kollektivschuldige betrachtet werden sollten.

        Darin besteht mein Punkt.

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      4. Avatar von Wolfram Thal

        Gamma Hans,

        Ist das Absicht bei Ihnen?

        „Mein Einwand richtet sich gegen Ihre Schlussfolgerung, daraus abzuleiten, die Palästinenser seien insgesamt „selbst schuld“ an ihrem Leid.“

        Sind Sie Soziologe oder sowas? Niemand spricht ihnen die Würde ab – im Gegenteil: Wer Menschen als mündige historische Subjekte ernst nimmt, der nimmt auch ihre politischen Entscheidungen, ihre gewählten Regierungen, ihre gefeierten Massenmorde und ihre tiefverwurzelte religiös-politische Ideologie ernst! Sie weigern sich standhaft anzuerkennen, dass politische Kultur und gesellschaftlicher Konsens reale Konsequenzen haben. Wenn eine Gesellschaft mehrheitlich den Terror wählt, ihn feiert, die Vernichtung des Nachbarn zum obersten Erziehungsziel macht und jede Friedenschance ausschlägt, dann ist das resultierende Elend die logische, tragische Konsequenz der eigenen Taten – und keine metaphysische Ungerechtigkeit, die vom Himmel fällt. Sie versuchen in einem positiven Rassismus den Palästinensern jeglichen eigenen Willen abzusprechen. Und noch einmal Zivilisten und UNRWA Mitarbeiter waren bei den Plünderungen und Massakern gegen israelische und ausländische Zivilisten mit dabei. Sie wurden nicht gezwungen sondern waren freiwillig dabei, genauso wie ganz normale deutsche Bürger die Wachmannschaften in den KZ’s und Erschiessungskommandos waren. Sie hätten sich verweigern können, nein sie haben freiwillig mit gemacht weil sie davon überzeugt waren was sie machen. Sie hatten kein schlechtes Gewissen, nicht mal auf der Anklagebank weil sie gar nicht verstanden was sie getan hatten.

        „Historische Verantwortung ist selten so eindimensional. Dass palästinensische Führungen wiederholt Chancen verspielt haben, bedeutet nicht automatisch, dass jede israelische Entscheidung folgenlos oder unproblematisch gewesen wäre. Die fortgesetzte Ausweitung von Siedlungen in den besetzten Gebieten, die Schwächung moderater palästinensischer Kräfte durch verschiedene politische Entscheidungen oder die Frage des Umgangs mit der Zivilbevölkerung in Gaza sind Beispiele für Maßnahmen, über deren Auswirkungen selbst innerhalb Israels kontrovers diskutiert wird.“

        So, ist sie das? Man merkt Ihre Ahnungslosigkeit des Nahen Ostens angesichts Ihrer Aussagen. Es ist völlig egal welche Regierung in Israel ist, von 1948-1977 regierte die sozialistische Mapai, es war der PLO, PFLP und wie sie alle hießen völlig egal. So zu tun als wären Entscheidungen der israelischen nicht unproblematisch gewesen stellt die Geschichte auf den Kopf. Sie haben anscheinend noch nie vom Ursache Wirkungsprinzip gehört und sich auch nie wirklich mit dem Konflikt beschäftigt. Der Terror der Palästinenser stoppte nicht dem israelischen Unabhängigkeitskrieg. Ich habe auf meinem Mac eine Analyse des israelischen Außen- und des Verteidigungsministerium über die Terrorangriffe aus dem Gaza, die Analyse ist von 1956. 1970 begann der Terrorkrieg der auch Jordanien erfasste und zum Bürgerkrieg zwischen der PLO und dem haschemitischen Königreich führte.
        Yehuda Blum, Hochschullehrer für Internationalem Recht, sagte auf einem Vortrag in Freiburg, „Man kann über die Rechtmäßigkeit der israelischen Siedlungen diskutieren. Es ist auch legitim zu fragen, ob die Erweiterung der existierenden Siedlungen im Westjordanland zu dieser Zeit wünschenswert ist. Sie sind dort seit 1967. Übrigens ist der 5. Juni der Jahrestag des Ausbruchs des Sechstagekrieges. Seit damals hören wir, dass die Zeit für einen Frieden nicht reif ist und dass wir noch ein wenig warten sollen. Inzwischen muss ich sagen, dass die Art und Weise, wie die Siedlungspolitik heute weltweit betrachtet wird, ein großer Erfolg für die palästinensische und arabische Propaganda ist.“ Die Gebiete sind nicht besetzt, sie sind umstritten, wenn sie die Resolution 242 lesen würden und die Punkte durchgehen stellen sie fest, dass sich Israel verpflichtet sich zurückzuziehen wenn alle Nachbarstaaten in sicheren Grenzen leben können. Halten sie Terroranschläge für sicher? Und was interessiert Sie was in Israel debattiert oder kritisiert wird. Es ist das übliche Feigenblatt zu sagen, „ja, aber die Israelis sagen doch auch…“

        „Ebenso halte ich es für problematisch, aus Umfragen, der Unterstützung der Hamas oder antisemitischen Einstellungen auf den Charakter eines gesamten Volkes zu schließen. Auch im Deutschland der 1930er und 1940er Jahre wäre es nicht korrekt gewesen, jeden Deutschen auf seine Zustimmung zum Regime zu reduzieren. Politische Mehrheiten und individuelle Verantwortung sind nicht dasselbe.“

        Geschichte ist nicht so Ihr Metier, kann das sein? Sie schreiben, es wäre nicht korrekt gewesen, „jeden Deutschen auf seine Zustimmung zum Regime zu reduzieren.“ Da haben Sie natürlich recht – aber Sie übersehen in Ihrer Begriffsstutzigkeit die fundamentale historische Konsequenz: Niemand musste jeden einzelnen Deutschen im Keller persönlich nett oder schuldig finden, um zu begreifen, dass das nationalsozialistische Deutschland als Kollektiv (als Staat, als Gesellschaft, als Armee) militärisch bedingungslos zerschlagen werden musste, um das Morden zu beenden.
        Die Alliierten haben 1945 nicht erst soziologische Umfragen in Dresden oder Berlin gemacht, um zu differenzieren, wer „Nazi“ und wer „Mitläufer“ war, bevor sie das Regime plattgemacht haben. Die Befreiung vom Totalitarismus erfordert das Brechen des kollektiven Willens dieses Systems. Und genau diese harte, politische Realität verweigern Sie hochmütig zu begreifen.

        „Sie führen zahlreiche Beispiele an, die zeigen sollen, dass viele Palästinenser Israel nicht akzeptieren. Das mag für einen erheblichen Teil zutreffen. Daraus folgt jedoch nicht, dass Millionen Menschen ihre menschliche Würde verlieren oder dass ihr Leiden allein auf ihre eigenen Entscheidungen zurückzuführen ist.“

        Was genau begreifen Sie nicht? Es sind nicht viele es ist die Mehrheit die Israel nicht akzeptiert, wie oft denn noch? Vor der ersten Intifada war es einigermaßen entspannt, viele Israelis sind zum einkaufen nach Ramallah oder Gaza City gefahren, haben Freunde besucht – es gab Freundschaften und Kooperationen zwischen Israelis und Palästinensern. Das hat sich nach der ersten und zweiten Intifada komplett geändert. Es ist Israelis, nicht mal arabische Israelis, erlaubt, in die von der PA kontrollierten Gebiete zu fahren. Was hat Israel denn Ihrer Meinung nach mit der Würde eines Händlers in Ramallah zu tun? Er ist Bürger der palästinensischen Autonomiebehörde. Soll sich also Israel um ihn kümmern? Und warum soll Israel die moderaten Kräfte stärken? Sie können ja gerne Vorschläge machen falls Sie denken den Konflikt im Alleingang lösen zu können, ich bin ganz Ohr.

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      5. Avatar von Gamma Hans

        Ich widerspreche Ihrer pauschalisierenden Argumentation deutlich. Politische und historische Analysen verlieren an Genauigkeit und moralischer Tragfähigkeit, wenn sie kollektive Zuschreibungen an ganze Bevölkerungen vornehmen oder individuelle Verantwortung mit kollektiver Schuld gleichsetzen.

        Dass es politische Gewalt, Radikalisierung und schwere Verbrechen auf verschiedenen Seiten gegeben hat, ist unbestritten und muss klar benannt werden. Daraus folgt jedoch nicht, dass ganze Gesellschaften als homogene Akteure mit einheitlichem Willen oder „kollektiver Schuld“ behandelt werden können. Solche Verkürzungen verdecken vielmehr die tatsächliche Vielfalt politischer Positionen, Zwänge, Machtverhältnisse und historischen Entwicklungen innerhalb der jeweiligen Gesellschaften.

        Ebenso problematisch ist die Gleichsetzung politischer Analyse mit moralischer Totalverurteilung, da sie den Blick auf mögliche Auswege und differenzierte Lösungen eher verstellt als eröffnet.

        Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Konflikt erfordert gerade die Unterscheidung zwischen staatlichen Akteuren, politischen Bewegungen und der Zivilbevölkerung sowie die Anerkennung, dass Leid auf allen Seiten existiert und nicht sinnvoll durch kollektive Zuschreibungen erklärt werden kann.

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      6. Avatar von Wolfram Thal

        „Ich widerspreche Ihrer pauschalisierenden Argumentation deutlich. Politische und historische Analysen verlieren an Genauigkeit und moralischer Tragfähigkeit, wenn sie kollektive Zuschreibungen an ganze Bevölkerungen vornehmen oder individuelle Verantwortung mit kollektiver Schuld gleichsetzen.“

        Sie können mir widersprechen bis Matthäi am Letzten, es ist Ihr gutes Recht, aber Sie vergessen, dass es mein gutes Recht ist sie auf den Unsinn hinzuweisen den Sie hier bringen. Sie haben bisher nicht ein einziges Argument von mir widerlegen können, sondern schreiben, wie ein Platte mit Sprung, immer das Gleiche, weil Sie sich nicht auskennen und glauben, wenn Sie versuchen mich moralisch einzulullen, knicke ich ein. Sie haben immer noch nicht begriffen wie eine Gesellschaft funktioniert und das Menschen in ihren Entscheidungen frei sind. Ich habe Ihnen das am Beispiel des Dritten Reichs gezeigt aber das haben Sie nicht begriffen oder wollen es nicht begreifen. Politische und Historische Analysen haben die Aufgabe den Grund, warum eine Situation so ist wie sie ist aufzuzeigen und die Ursachen zu benennen. Sie flüchten sich in ein moralisches Wolkenkuckucksheim und betreiben Rassismus gegenüber den Palästinenser ins dem Sie sie als unschuldige Opfer darstellen die gar nicht anders können als Zivilisten in Tel Aviv oder Jerusalem abzustechen oder in die Luft zu jagen. Fällt Ihnen Ihr lächerliches Argument eigentlich nicht selbst auf?

        „Dass es politische Gewalt, Radikalisierung und schwere Verbrechen auf verschiedenen Seiten gegeben hat, ist unbestritten und muss klar benannt werden. Daraus folgt jedoch nicht, dass ganze Gesellschaften als homogene Akteure mit einheitlichem Willen oder „kollektiver Schuld“ behandelt werden können. Solche Verkürzungen verdecken vielmehr die tatsächliche Vielfalt politischer Positionen, Zwänge, Machtverhältnisse und historischen Entwicklungen innerhalb der jeweiligen Gesellschaften.“

        Sie scheinen sehr begriffsstutzig zu sein. Sie blenden die soziologische Realität im Gazastreifen und im Westjordanland komplett aus. Wenn eine überwältigende Mehrheit einer Bevölkerung laut unabhängigen palästinensischen Umfragen den Terror des 7. Oktober feiert, wenn die Hamas gewählt wurde und das Bildungssystem von Kindesbeinen an auf den Mord an Juden ausgerichtet ist, dann ist das keine „Minderheit“, sondern ein gesellschaftlicher Konsens. Sie weigern sich, das Phänomen des kollektiven Antisemitismus und des eliminatorischen Ressentiments anzuerkennen, weil es Ihre schöne Theorie von den „lieben, unschuldigen Zivilisten“ zerstört.

        „Ebenso problematisch ist die Gleichsetzung politischer Analyse mit moralischer Totalverurteilung, da sie den Blick auf mögliche Auswege und differenzierte Lösungen eher verstellt als eröffnet.
        Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Konflikt erfordert gerade die Unterscheidung zwischen staatlichen Akteuren, politischen Bewegungen und der Zivilbevölkerung sowie die Anerkennung, dass Leid auf allen Seiten existiert und nicht sinnvoll durch kollektive Zuschreibungen erklärt werden kann.“

        Sie weichen aus. Sie wollen „Auswege“ am grünen Tisch verhandeln, während auf der anderen Seite eine Charta steht, die die physische Vernichtung jedes einzelnen Juden weltweit fordert. Sie verwechseln eine akademische Podiumsdiskussion in einer deutschen Universitätsstadt mit einem realen, existenziellen Vernichtungskampf im Nahen Osten. Es gab genug Friedensangebote von israelischer Seite die abgelehnt wurden, also Butter bei die Fische, ich erwarte von Ihnen einen Lösungvorschlag, dürfte für Sie doch kein großes Problem darstellen so wie Sie sich hier moralisch aufplustern. Oder hören Sie sich nur gern zu.

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      7. Avatar von Gamma Hans

        Sehr geehrter Herr Thal,
        vielen Dank für Ihre erneute Antwort. Ich halte es jedoch weiterhin für problematisch, aus Umfragewerten, gesellschaftlichen Stimmungen oder der Unterstützung bestimmter politischer Organisationen auf eine kollektive Verantwortlichkeit einer gesamten Bevölkerung zu schließen.
        Historische, soziologische und rechtliche Analysen unterscheiden grundsätzlich zwischen individuellen Handlungen, politischer Führung, bewaffneten Organisationen und der Zivilbevölkerung. Diese Unterscheidung ist keine moralische Gefühlsduselei, sondern ein Kernprinzip moderner Rechtsstaatlichkeit und des humanitären Völkerrechts. Kollektive Zuschreibungen können reale gesellschaftliche Probleme beschreiben, ersetzen aber nicht die individuelle Verantwortung für konkrete Taten.
        Ebenso wenig bedeutet die Anerkennung palästinenschen Leids eine Relativierung antisemitischer Gewalt oder des Terrorismus vom 7. Oktober. Terroranschläge auf Zivilisten sind ethisch und rechtlich zu verurteilen. Daraus folgt jedoch nicht, dass Millionen Menschen als einheitlicher Akteur mit identischen Überzeugungen behandelt werden können.
        Was die Frage möglicher Lösungen betrifft, so zeigt die Geschichte zahlreicher Konflikte, dass selbst nach schwersten Gewalttaten langfristige politische Lösungen nur dann möglich wurden, wenn Sicherheit, Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und die Anerkennung der legitimen Existenzrechte aller beteiligten Bevölkerungen miteinander verbunden wurden. Dies ist kein moralischer Idealismus, sondern eine historische Erfahrung.
        Unsere Meinungsverschiedenheit liegt daher weniger in der Verurteilung von Terrorismus als in der Frage, ob komplexe gesellschaftliche Realitäten durch kollektive Zuschreibungen ausreichend erklärt werden können. Hier bleibe ich aus wissenschaftlichen, juristischen und ethischen Gründen bei meiner Kritik.
        Mit freundlichen Grüßen

        Hans Gamma

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      8. Avatar von Wolfram Thal

        Her Gamma,

        Sie beweisen wieder auf’s Neue, dass sie nichts begriffen haben und sich, mangels Wissen, in Allgemeinplätze flüchten, die ich Ihnen jetzt mehrfach widerlegt habe, machen Sie das mit Absicht?

        „Ich halte es jedoch weiterhin für problematisch, aus Umfragewerten, gesellschaftlichen Stimmungen oder der Unterstützung bestimmter politischer Organisationen auf eine kollektive Verantwortlichkeit einer gesamten Bevölkerung zu schließen.“

        Was Sie für problematisch halten ist die Realität, da können Sie noch so viele Phrasen gebrauchen. Sie haben sich mit der Situation nie befasst, glauben aber, dass Ihre moralische Empörtet ausrecht den Naht Konflikt zu erklären.

        „Historische, soziologische und rechtliche Analysen unterscheiden grundsätzlich zwischen individuellen Handlungen, politischer Führung, bewaffneten Organisationen und der Zivilbevölkerung. Diese Unterscheidung ist keine moralische Gefühlsduselei, sondern ein Kernprinzip moderner Rechtsstaatlichkeit und des humanitären Völkerrechts.“

        Wollen Sie mich veralbern? Langsam wird es mir zu dumm. Wir sind hier nicht auf einem juristischen Seminar wo wir uns um das Verbraucherrecht streiten. Sie begreifen die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit überhaupt nicht und glauben, die PA Gebiete sowie der, von der Hamas regierte Gaza, sollten so funktionieren wie Ihre Bundesrepublik, das tut es aber nicht, da können Sie mit den Füßen aufsatmpfen und brüllen, dass Sie das aber wollen, weil Sie überhaupt nicht die Mechanismen begreifen, da nutzt Ihnen auch Ihr heiliges Völkerrecht nichts. Die einzige moralische Gefühlsduselei legen jetzt die ganze Zeit an den Tag weil Sie den Plästinensern absprechen für ihre Taten selbst verantwortlich zu sein, hier geht es nicht um betreutes Wohnen in einer sozialen Einrichtung sondern um knallharte Interessen die beinhalten, dass die Juden vernichtet werden sollen, weil man Juden nicht in seiner Mitte haben will. Was ist daran nicht zu begreifen, möchten Sie, dass die Hamas Ihnen das auf die Brust tätowiert?

        „Kollektive Zuschreibungen können reale gesellschaftliche Probleme beschreiben, ersetzen aber nicht die individuelle Verantwortung für konkrete Taten.“

        Das betreiben Sie die ganze Zeit, Sie ignorieren den historischen Fakt und die Aussagen der palästinensischen Führung weil er Ihnen nicht in den Kram passt.

        „Ebenso wenig bedeutet die Anerkennung palästinenschen Leids eine Relativierung antisemitischer Gewalt oder des Terrorismus vom 7. Oktober. Terroranschläge auf Zivilisten sind ethisch und rechtlich zu verurteilen. Daraus folgt jedoch nicht, dass Millionen Menschen als einheitlicher Akteur mit identischen Überzeugungen behandelt werden können.“

        Lagen Sie seit dem 7. Oktober 23 im Koma? Soll ich Ihnen die Jubelbilder aus Gaza und Städten der Westbank zeigen wo die Taten bejubelt wurden? Wollen Sie die Bilder sehen, als ein Mob unter dem Gejohle der anderen auf die Leiche von Shani Louk einschlug? Die Bilder als Süßigkeiten verteilt wurden? Die Zivilisten die nach Israel eingedrungen sind? Wollen Sie die Bilder sehen als Zivilisten aus Gaza versucht haben einem thailändischen Studenten versucht haben mit einer Gartenhacke den Kopf abzuschlagen? Sind Ihnen Umfragen von über 70% Zustimmung nicht aussagekräftig genug?

        „Was die Frage möglicher Lösungen betrifft, so zeigt die Geschichte zahlreicher Konflikte, dass selbst nach schwersten Gewalttaten langfristige politische Lösungen nur dann möglich wurden, wenn Sicherheit, Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und die Anerkennung der legitimen Existenzrechte aller beteiligten Bevölkerungen miteinander verbunden wurden. Dies ist kein moralischer Idealismus, sondern eine historische Erfahrung.“

        Sie sind nicht in der Lage eine einfache Frage zu beantworten, und weil Sie das nicht können flüchten Sie wieder in Ihre Fantasiewelt. Haben die Alliierten beim Einmarsch Kaffee und Kuchen mitgebracht? Sie begreifen nicht mal den eliminatorischen Character der Hamas und weigern sich zu erklären, wie Sie denn mit Leuten, die Ihnen den Kopf abschneiden wollen, verhandeln möchten. Soll Israel der Hamas etwa anbieten wie sie kollektiv Selbstmord begehen oder wie stellen Sie sich das vor. Selten so ein dummes Zeug gelesen. Zeigen Sie einfach einen einzigen Konflikt der so beigelegt wurde. Für Verhandlungen müssen beide Partner das selbe Ziel haben, warum glauben Sie gibt es den Bürgerkrieg und Genozid im Sudan, warum starben Ihrer Meinung nach über 6 Millionen Menschen im Kongo, ich kann Ihnen zahlreiche Beispiele aufführen. Ruanda allein hat gezeigt, dass ein Mob sich nicht stoppen läßt wenn die andere Seite klein beigibt. Unglaublich Ihr Zynismus.

        „Unsere Meinungsverschiedenheit liegt daher weniger in der Verurteilung von Terrorismus als in der Frage, ob komplexe gesellschaftliche Realitäten durch kollektive Zuschreibungen ausreichend erklärt werden können. Hier bleibe ich aus wissenschaftlichen, juristischen und ethischen Gründen bei meiner Kritik.“

        Ja sehr einfach, Sie können einfach nicht zugeben, dass Sie keine Ahnung von dem Konflikt haben, sich auch nie mit der Geschichte und den Akteuren beschäftigt haben und zünden wieder Ihre Nebelkerzen. Ihre „wissenschaftlichen, juristischen und ethischen Gründe“ enden da, wo jemand Ihnen nach dem Leben trachtet, da wünsche ich Ihnen viel Erfolg auszuloten was die Gegenseite von Ihrer Haltung hält. Ich richte mich nach Fakten die ich mir in über 30 Jahren erworben habe, sie an Fiktionen die zwangsläufig an der Realität scheitern wie wir hier gesehen haben

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      9. Avatar von Gamma Hans

        Sehr geehrter Herr Thal,

        Ihre Ausführungen zeigen deutlich, wie stark dieser Konflikt emotional aufgeladen ist. Gerade deshalb ist es jedoch wichtig, analytisch sauber zwischen nachvollziehbarer Betroffenheit und verallgemeinernden Zuschreibungen zu unterscheiden.

        Die Behauptung kollektiver Verantwortlichkeit ganzer Bevölkerungsgruppen – gestützt auf Umfragen, Einzelbilder oder einzelne bejubelte Ereignisse – bleibt methodisch problematisch. Sie ersetzt keine differenzierte empirische Analyse und birgt die Gefahr, komplexe soziale und politische Realitäten unzulässig zu vereinfachen. In den Sozial- und Rechtswissenschaften ist es ein grundlegendes Prinzip, zwischen individueller Verantwortung, politischer Führung und der Zivilbevölkerung zu unterscheiden – nicht aus „moralischer Gefühlsduselei“, sondern zur Vermeidung pauschaler Schuldzuweisungen.

        Ebenso ist es wissenschaftlich unzureichend, aus selektiven Eindrücken eine Gesamthaltung ganzer Gesellschaften abzuleiten. Selbst wenn es Zustimmung zu Gewaltakten in Teilen der Bevölkerung geben sollte, folgt daraus nicht automatisch eine einheitliche oder dauerhafte kollektive Verantwortlichkeit aller Menschen in diesem Kontext.

        Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Konflikt erfordert daher methodische Strenge, Quellenkritik und begriffliche Präzision – gerade dort, wo die Emotionen verständlicherweise hoch sind. Nur so lässt sich verhindern, dass Analyse in Zuschreibung und Zuschreibung in Entmenschlichung umschlägt.

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      10. Avatar von Wolfram Thal

        Herr Gamma,

        Es geht Ihnen nicht um einen Erkenntnisgewinn Sie sind zu dumm dafür, das einzusehen, nein Ihnen geht es darum, dass Sie sich gern reden hören, dass gleiche Phänomen, das man auch bei Precht sieht. Kein Eingehen auf eine Argumentation sondern das ausschütten von Worthülsen.

        „Ihre Ausführungen zeigen deutlich, wie stark dieser Konflikt emotional aufgeladen ist. Gerade deshalb ist es jedoch wichtig, analytisch sauber zwischen nachvollziehbarer Betroffenheit und verallgemeinernden Zuschreibungen zu unterscheiden.“

        Sie finden das emotional? How dare you, kann ich da nur sagen. Sie sind nicht in der Lage eines meiner Argumente zu widerlegen, ganz einfach weil Ihnen der Zugang und das Wissen fehlen. Sechs Millionen Juden wurden während des Holocausts ermordet, da stellt sich mir die Frage, wieviele dürfen es denn in Ihrer Vorstellung sein? Sie sind so Ignorant, dass es Ihnen nicht in den Sinn kommt, dass die Welt nun mal nicht so denkt wie Sie in Ihrem Kämmerlein, ein Blick auf Ihren Blog zum Thema China zeigt das. Die Welt ist nun mal nicht das soziologische Seminar in Ihrem Kopf, in der realen Welt zählen Fakten keine Fiktionen, Ihre Arroganz gegen Fakten zum Nahostkonflikt findet man nur bei Israelhassern, jemand mit einem Funken Restverstand versteht, dass es auf Palästinensischer Seite nun mal keinen Verhandlungspartner gibt, begreifen Sie das endlich. Sie haben in Ihrem ganzen Sermon nicht einen einzigen Lösungsvorschlag gemacht, was zeigt, dass Sie der Nahe Osten keinen Jota interessiert.

        „Die Behauptung kollektiver Verantwortlichkeit ganzer Bevölkerungsgruppen – gestützt auf Umfragen, Einzelbilder oder einzelne bejubelte Ereignisse – bleibt methodisch problematisch. Sie ersetzt keine differenzierte empirische Analyse und birgt die Gefahr, komplexe soziale und politische Realitäten unzulässig zu vereinfachen. In den Sozial- und Rechtswissenschaften ist es ein grundlegendes Prinzip, zwischen individueller Verantwortung, politischer Führung und der Zivilbevölkerung zu unterscheiden – nicht aus „moralischer Gefühlsduselei“, sondern zur Vermeidung pauschaler Schuldzuweisungen.“

        Sie werfen mit Begriffen um sich die Sie nicht mal Ansatzweise verstehen. Ihre Argumentation gleicht der eines Holocaustleugners. Egal wieviel Bilder, Dokumente, Zeugenberichte von Überlebenden, Funktionsweise der Gaskammern man ihm vorlegt er flüchtet sich in Ihre Argumentationsweise. Der 7. Oktober und alles was danach kam ist Fakt, da können Sie noch so mit Ihrer Rechthaberei verharren, sie wird nicht wahrer. Sie begreifen nicht mal die Grundlegendsten Dinge der Soziologie- und Rechtswissenschaft. Wir reden hier nicht über einen Verkehrsunfall und der Verursacher weigert sich die Schuld anzuerkennen. Sie betreiben hier Postkolonialen Rassismus und sprechen Menschen die Verantwortung für Ihre Taten ab.

        „Bevölkerung geben sollte, folgt daraus nicht automatisch eine einheitliche oder dauerhafte kollektive Verantwortlichkeit aller Menschen in diesem Kontext.“

        Das erzählen Sie mal den Völkern, die im zweiten Weltkrieg überfallen wurden. Den ermordeten Polen, den abgeschlachteten Russen, den Chinesen, die der Japanischen Mordmaschinerie zum Opfer fielen. Ihre Ignoranz ist einfach unerträglich.

        „Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Konflikt erfordert daher methodische Strenge, Quellenkritik und begriffliche Präzision – gerade dort, wo die Emotionen verständlicherweise hoch sind. Nur so lässt sich verhindern, dass Analyse in Zuschreibung und Zuschreibung in Entmenschlichung umschlägt.“

        Die bei Ihnen nirgendwo vorhanden ist. Sie verwechseln Ihren Dunning-Kruger Effekt mit methodischer Strenge und Analyse. Ich habe Sie wiederholt aufgefordert mich zu widerlegen und eine Lösung für einen Konflikt zu bringen, das Ergebnis? Noch mehr Worthülsen und Nebelkerzen, weil Sie gar nicht in der Lage sind kognitiv zu begreifen. Ich würde Ihnen Cipolla empfehlen, würden Sie wenigstens einsichtig sein, aber das wäre Perlen vor die Säue geworfen. Cipolla schreibt, dass man dumme Menschen an ihrer Selbstüberschätzung erkennen kann, das beweisen Sie hier Meisterhaft, Sie glauben, alles zu wissen, ignorieren komplexe Zusammenhänge, und interessieren sich nicht für Fakten. Komplexe Sachverhalte werden von Ihnen extrem vereinfacht und dabei Nebenschauplätze, die mit dem Thema nichts zu tun haben aufgemacht.

        Und jetzt ist hier dann auch Schluß, mir ist meine Zeit zu Schade als sie mit einem Pseudoprecht zu verplempern.

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