Als ich noch in Deutschland einen Blog betrieb, gehörte ich einem Netzwerk Pro-Amerikanischer und Pro-Israelischer Blogger an. “De oppresso Liber” war mein Motto, wir haben über den Nahen und Mittleren Osten geschrieben, Dinge, die in deutschen Medien verbreitet wurden gerade gerückt und über die Situation berichtet. Antisemitismus und Antiisrael Hass, getarnt als Israelkritik, war schon damals sehr hoch und wie Heute wurden schon damals von Völkermord und Apartheid geredet.
Man startete die Initiative “Eine Tasse Blut für die Bundeskanzlerin,” die wie Wolfgang Pohrt 1982 in einem Essay schrieb, “dass der mustergültig geplante und exekutierte Massenmord an den Juden viele Deutsche offensichtlich innerlich dazu verpflichte, »Israel mit Lob und Tadel moralisch beizustehen, damit das Opfer nicht rückfällig werde«, sprich, Deutsche müssen stets achtsam sein, dass Israel nicht selbst zum »Täter« werde.” Diese Leute konnten es nicht ertragen, dass die Juden sich nicht mehr wie die Schafe zur Schlachtbank führen ließen oder wie Broder in der Jüdischen Allgemeinen schrieb, “Es stimmt, Israel ist heute mehr Täter als Opfer. Das ist auch gut und richtig so, nachdem es die Juden fast 2000 Jahre lang mit der Rolle der ewigen Opfer versucht und dabei nur schlechte Erfahrungen gemacht haben. Täter haben meistens eine längere Lebenserwartung als Opfer und es macht mehr Spaß, Täter als Opfer zu sein.”
Wir haben uns zwar bei einem Bloggertreffen über diese Leute lustig gemacht, die Hartnäckig dieser Leute allerdings unterschätzt, das ging soweit, dass ich einen Rechtsanwalt beauftragen musste, weil einer dieser Antisemiten meinen Klarnamen und meine Adresse rausbekam und vor meinem Haus, in dem ich wohnte, plötzlich auffallend viele Araber auftauchten. Ich habe dann, um es ihnen einfacher zu machen, meine Israel-Fahne in’s Fenster gehängt, damit sie nicht lange suchen mussten. Funfact: Die Antifa verewigte sich auf dem Nachbargebäude. Es herrschte dann Ruhe, bis ein neuer Akteur die Bühne betrat, ein mit sich selbst unzufriedener Rentner aus Brandenburg, der es sich zur Aufgabe machte, einem nach dem anderen nachzujagen.
Alan Posener bezeichnete ihn als veritablen Antisemiten, der es nicht ertragen kann, wenn Juden nicht kuschen und sich stattdessen wehren. Mit der Akribie eines Trüffelschweins setzte er alles daran soviel wie möglich über uns herauszufinden und stellte seine eigenen Verschwörungstheorien auf und behauptete, dass Henryk M. Broder sämtliche Artikel auf der Achse des Guten selber schreiben würde. Wie ein Blockwart legte er über uns Dossiers an und glaubte, dass alle unter Pseudonym bloggen würden. Einen Blogger hatte er dabei besonders im Visier und es verging kaum ein Tag an dem dieser Mensch sich mit Emails und in Kommentaren versuchte Gehör zu verschaffen und die Leute zu zermürben. Sein Pseudointellektuelles Gehabe bekam schnell Risse und er ließ die Maske des Biedermannes fallen und beschimpfte die Leute im Jargon eines Gassenjungen. Man zog ihm den Stecker und da er das nicht ertragen konnte, denn Antisemiten sehen sich grundsätzlich im Recht, bloggte er selbst und versuchte sich über die Leute lustig zu machen. Vor allem hatte er keine Ahnung von deutschem Recht und zeigte, sollten sich die Macher der Blogs über ihn lustig machen, wegen Beleidigung an. Irgendwann wurde es ruhig um ihn.
Hier hat es ein paar Jahre gedauert, bis eine Lightversion sich auf meinen Blog verirrt hat. Auffällig ist, dass er nur an Content über den Nahen Osten interessiert ist und akribisch, wie diese Leute sind, mit einer Honigsüßen Freundlichkeit kommentierte. Anfänglich fand ich ihn putzig, er schrieb von Wissenschaft und Völkerrecht, ohne auf den Content einzugehen. Ich habe ihn ein paar Mal aufgefordert, meine Sicht der Dinge zu widerlegen, aber Fehlanzeige. In einem pseudointellektuellen Geschwafel klammerte er sich an seine Worthülsen, und weigerte sich im Prinzip die Fakten vor Ort anzuerkennen, weil diese Leute an Fakten gar nicht interessiert sind. Sie stören sich an der Tatsache, dass es jemand wagt, den Nahen Osten zu analysieren. Für sie sind die Palästinenser grundsätzlich die Opfer. In rassistischer und postkolonialer Vorstellung sprechen sie diesen Leuten ab, dass sie für ihre Taten selbst verantwortlich sind.
Irgendwann reichte es mir, wer außer sich in einer Wohlfühl Blase moralisch erhaben zu fühlen, ansonsten nichts zur Diskussion beizutragen hat, kickt sich irgendwann selbst in’s Aus. Zumal der Mann auch kein wie auch immer gearteter Akademiker, sondern ein Maschinenzeichner war, der glaubte, er müsse jetzt die intellektuelle Weltbühne betreten. Als er anfing meinen Content zu klauen und ihn auf seinem Blog verwurstete, weil er es nicht ertragen konnte, dass man ihm die Tür weist, reichte es mir und ich wies ihn daraufhin sowohl meinen Content auf seinem Blog zu löschen, und mich nicht mehr zu belästigen. Diese Leute können es nicht ertragen, wenn man ihnen die Aufmerksamkeit entzieht, also hinterließ er einen Kommentar, weil diese Leute so von sich überzeugt sind und glauben, sie hätten ein Recht anderen vorzuschreiben, wie sie zu denken haben.
Fazit: Wer nicht in der Lage ist aufzuzeigen wo ich Fehler gemacht habe, der sollte nicht kommentieren. Ich mag Feedback, aber ich mag nicht wenn man vermeintlich glaubt, mich von oben herab mit Worthülsen angreifen zu können. Die Kommentare werden sofort gelöscht, mir reicht es.
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