Der Antisemitismus oder wie Adorno schrieb, „das Gerücht über die Juden“ ist ein Gerücht, dass sich seit über 2000 Jahren hartnäckig hält und stets mit der Zeit gegangen und mutiert ist. Waren es im Mittelalter noch Brunnenvergiftung und die Pest, so ist man heute bei Genozid, Apartheid und ethnischer Vertreibung angekommen. Israel wird zwar genannt, um den Antisemitismus, der dahinter steckt entweder als Antizionismus oder Israelkritik zu framen, aber die Botschaft dahinter ist sets die Gleiche. Der Jude als das ulitamitive Böse.

Jüdische Flüchtlinge nach einem Pogrom in Russland, nach ihrer Ankunft in Liverpool 1882

Stets hat der Antisemit seine jüdischen Kronzeugen bei der Hand die ihm ein moralisches Alibi verschaffen, damit der Antisemit sagen kann, „wie kann ich ein Antisemit sein, wenn selbst der Jude sagt wie schlimm Israel, der Zionismus, andere Juden sind.“ Man unterstellt Juden seien Kolonialisten, nur weil sie wieder in dem Gebiet leben, in dem sie seit tausenden von Jahren gelebt haben. Juden sollen nach Möglichkeit rechtlos und heimatlos sein, Juden die über die Jahrhunderte versucht haben sich zu assimilien, betrachtete man als Ungeziefer, als Zecken, die die Wirtsvölker aussaugen, um sich dann auf das nächste Wirtsvolk zu stürzen. Das Juden Jahrhunderte am selben Fleck lebten und nicht großartig wanderten, geschenkt. Die Literatur ist voll von den Juden, den Schacherjuden, die selbst der ärmsten Magd noch den letzten Taler aus der Geldbörse stahlen.

Und selbst wenn Juden normale Menschen sind wie jeder andere auch, so strickt der Antisemit eine Geschichte, die den Juden übermenschlich erscheinen läßt. Es gibt große und kleine Juden, es gibt dicke und dünne Juden, es gibt dumme und schlaue Juden, es gibt Mörder und Diebe unter den Juden, kriminelle und Arschlöcher. Stets sucht der Antisemit dahinter die Überlegenheit der Juden zu sehen, „seht Ihr, wie kriminell die Juden sind? Die waren schlimmer als die Mafia!“ Setzt man das in Relationen, dann sind jüdische Tatverdächtige ein Fliegenschiss in der Kriminalstatistik aber nicht für diejenigen, die glauben den Durchblick zu haben.

Man dachte mit dem Ende der NS-Herrschaft sei der Virus ausgemerzt, keine Nazis, keine Antisemiten. Der Virus allerdings war davon gänzlich unbeeindruckt. Nachdem die Mapai sich dazu entschlossen hatte statt einen sozialistischen Kurs einzuschlagen, auf Westkurs zu gehen, änderte Stalin seine Ansichten über die Juden und schrieb eine Anleitung, von der Heute noch reger Gebrauch gemacht wird, dem Antizionismus. Plötzlich war der Jude Zionist, punkt. Und alle Zionisten waren für Stalin „Wurzellose Kosmopoliten – безродный космополит besrodny kosmopolit

Der Schauprozess um Rudolf Slánskÿ und die damit verbundene ethnische Säuberung der Juden in der ČSSR – Foto Brigdeman

Merkmale des Antizionismus in der Spätphase Stalins waren:

  • Verbindung von Antizionismus und Antisemitismus: Der antizionistische Kampf wurde genutzt, um jüdische Kultur, Institutionen und Individuen in der Sowjetunion zu verfolgen, ohne dies offen als Antisemitismus zu bezeichnen.
  • Kampagne gegen „wurzellose Kosmopoliten“: Ab 1948/49 wurden jüdische Intellektuelle, Schriftsteller und Künstler als „wurzellose Kosmopoliten“ (russisch: besrodny kosmopolit) denunziert, was als Chiffre für Juden diente, die angeblich dem Westen oder Israel loyaler gegenüberstanden als der Sowjetunion.
  • „Ärzteverschwörung“: Den Höhepunkt erreichte diese Politik mit der sogenannten Ärzteverschwörung, einer fiktiven Verschwörung jüdischer Ärzte, die angeblich sowjetische Führer ermorden wollten.
  • Zionismus als imperialistisches Werkzeug: Die Ideologie bezeichnete den Zionismus als Handlanger des US-amerikanischen Imperialismus.
  • Außenpolitische Wende: Während die UdSSR 1947/48 die Gründung Israels noch diplomatisch unterstützt hatte, betrachtete Stalin den Staat nach 1948 als „trojanisches Pferd“ der USA im Nahen Osten. 
Jüdisches Gemeindehaus Berlin – Bild: BACW/ML

Dieser Antizionismus, die Mutation des Virus, hält sich bis Heute in den Köpfen derjenigen, die sich als Linke sehen. Wie tief der Hass ging zeigte sich schon früh als die Tupamaros West-Berlin im 1969 im Jüdischen Gemeindehaus Berlin – an der Stelle wo die Synagoge in Berlin stand – einen Sprengsatz platziert, und so eingestellt hatten, dass er während einer Gedenkveranstaltung explodieren sollte. Verwickelt darin waren Yassir Arafat, ein Agent des Verfassungsschutzes und die Staatssicherheit der DDR. Grund war der Sechstagekrieg, aber die Motivation war eher der Hass auf Juden, was hatten die Juden, die nach dem Holocaust zurückkehrten, mit dem Krieg im Nahen Osten zu schaffen? Als eine Spezialeinheit der israelischen Streitkräfte 1976 in Entebbe die verbliebenen Geiseln befreite, da explodierte der sozialistische Block vor Wut. Der hatte aber nichts dagegen als zwei der Geiselnehmer, die Deutschen, Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann wie an der Auschwitz Rampe selektiert.

Quelle – Jerusalem Post

Der Fakt, dass eine der Geiseln, Dora Bloch, aus dem Krankenhaus entführt wurde, in das man sie vorher gebracht hatte, und von den Schergen Idi Amins ermordet wurde, war dem Block hingegen keine Meldung wert.

Die Juden als Völkermörder

Kurz nach dem 07. Oktober 2023 waren sie wieder da, die Vorwürfe Israel würde einen Völkermord begehen. Die 1200 Israelis und Ausländer, die sich in Israel aufhielten und Opfer der Massaker wurden, die wurden entweder geleugnet oder kleingeredet. Der Fakt, dass sich die Terroristen und begleitende Zivilisten dabei filmten und diese Filme in’s Netz stellten wird von den sogenannten „Palästina-Unterstützern“ eisern geleugnet. Selbst, dass unabhängige Quellen die Informationen bestätigt haben gilt nicht als Beweis. Man beruft sich dann stattdessen auf die Hannibal-Direktive und behauptet die IDF habe selbst die Massaker angerichtet. Eine der schlimmsten Galleonsfiguren ist dabei die UN-Berichterstatterin Francesca Albanese, sie und ihr Mann sind glühende Antisemiten und werden wahrscheinlich multiple Orgasmen erlitten haben, als die ersten Meldungen über den 7. Oktober eintrafen. Die Frau lügt, dass sich die Balken biegen und behauptet bis Heute, dass nie Massenvergewaltigungen stattgefunden haben.

October 7th 2023 – Quelle

Alsi ich noch in Deutschland lebte betrieb ich einen Blog mit Schwerpunkt Naher Osten. Der Vorwurf des Völkermordes ist also nicht neu, denn am 14, Januar 2009 veröffentlichte ich unter Pseudonym „Völkermord im Gaza?“ eine Statistik die zeigt wie lausig Israel ist wenn es um Völkermord geht. In den Kommentaren taucht auch ein Exemplar der Typen auf, für die natürlich Israel am Antisemitismus in der Welt verantwortlich ist, ganz einfach weil es existiert und sich zur Wehr setzt. Diesen Leuten wäre es lieber wenn sich die Juden endlich ausrotten lassen, Léon Ploiakov zitierte Hitler (nach Rauschning), „Vom Hass zum Genozid“ mit der Aussage, dass man sich die Juden hätte erfinden müssen, wenn es sie nicht gäbe. Er sah den Antisemitismus als integralen Bestandteil der Nazi-Ideologie, der ein „Gegenreich“ brauchte.

d.h.krumm

Niemand wirft Israel vor, die Bewohner des Gazastreifens physisch zu vernichten.
Fragt sich nur, ob nicht die Vernichtung der gesamten Infrastruktur eines Landes, die Zerstörung von Schulen, Krankenhäusern, öffentlichen Einrichtungen und die gezielte Tötung einzelner Individuen , die Vorenthaltung von Nahrung, Medikamenten, des täglichen Lebensbedarfes, Verhinderung und Erschwerung des Wiederaufbaus usw. eine physische und kulturelle Beeinträchtigung darstellt, die in Richtung Vertreibung – und wer weiß – letzten Endes Völkermord geht. An den Juden wird doch seit zweitausend Jahren Völkermord in diesem Sinne verübt! Auch nach 1945! Will das jemand bestreiten? Der Antisemitismus breitet sich zurzeit wie eine Seuche in allen Völkern aus – auch unterschwellig in Deutschland und in anderen europäischen Ländern. Der Antisemitismus wird durch das Fehlverhalten Iraels gegenüber den Palästinensern genährt.

Der Antisemit und der Antizionist brauchen Israel nicht, um ihre Abneigung auszuleben. Beide interessiert nicht ob Juden zu Israel stehen oder gegen Israel sind, allein die Tatsache, dass es Juden gibt ist für sie entscheidend. Die Palästinenser sind nur das moralische Sahnehäubchenhinter dem man seine Abneigung gegen Juden tarnen kann. 2014 wurde behauptet es finde ein Genozid statt, und schon in den Jahrzehnten davor war man fest davon überzeugt, dass ein Genozid an der Bevölkerung in der Westbank und Gaza durchgeführt wird. In seinem 1982 erschienenen Essay veröffentlichte Wolfgang Pohrt einen Aufruf der Grünen Landtagsfraktion – Aus einer Petition der niedersächsischen Grünen, in der Ministerpräsident Albrecht gebeten wird, „alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die geeignet sind, einen Stillstand der israelischen Aktionen zu bewirken“:

„Wir sind der Meinung, dass wir Deutschen eine besondere Verantwortung haben, wenn es darum geht, Praktiken einer Ausrottungspolitik verhindern zu helfen.“

Damit war schon damals klar, dass man, um es mit Hendryk M. Broder zu sagen, „Auschwitz als Bewährungsanstalt zu sehen, auf dass der Jude nicht rückfällig wird.“ Nur haben sie das ihren Bewährungshelfern nicht gedankt, dabei hat der NS-Staat dich nichts unversucht gelassen sich der Juden zu entledigen, aber selbst das Ausland wollte sie nicht haben, siehe die St. Louis und selbst die britischen Behörden veröffentlichten 1939 das Weisbuch, um die europäischen Juden von der Flucht in’s britische Mandatsgebiet abzuhalten. Und nachdem Masagaskar vom Tisch war, ja was hätten die Nationalsozialisten denn machen sollen? Da waren die Vernichtungslager doch noch das Humanste, und trotzem wollen die nicht verschwinden.

Dieses Denken ist auch der feste Bestandteil der Palästina-Solidarität, man mißbraucht Menschen damit niemand sagen kann man sei ein Antisemit oder Judenhasser, nein das ist man nicht, man hat nur ein paar Kleine Probleme die man mit einem kleinen Genozid an den Juden lösen könnte und feuert die Hamas an, sich stärker in’s Zeug zu legen.

Es ist auch völlig egal wer in Israel regiert, Netanyahu mag zwar ein Idiot sein, er ist Inititaor noch trägt die Verantwortung für den wavhsenden Antisemitismus in der Welt, er ist nur ein Sündenbock. Von 1948 bis 1976 regierte die Mapai in Israel, mir ist nicht bekannt, dass Böse und Kuhlmann gesagt hätten, „ach Genossen, wißt Ihr denn nicht? Die Genossinen und Genossen der Mapai sind doch unsere Kameraden!“ Stadessen haben sie präiose wie ein Schweizer Uhrwerk und Dr. Menegel die Passagiere selektiert. Trotzdem wurde Israel aller möglichen Verbrechen bezichtigt, selbst der Vorwurf der Apartheid stand damals schon im Raum und Legionen von Antizionisten sind sich nicht zu blöd, selbst Herzls Bar Mitzvah Urkunde zu fälschen, nur um belegen zu können, dass Zionisten die wahren Antisemiten sind.

Nützliche Idioten stechen in See

Und wer wirklich glaubt, dass die Gaza Sumud eine Flotte zur Befreiuung Gazas ist, der sollte mal den Schnuller wechseln. Es geht hier nicht um irgendwelche Hilfsgüter die man ebensogut auf der Post aufgeben kann, des geringen Inhalts wegen, sondern es geht darum Israel zur Kapitulation zu zwingen, damit diese Hobbyaktivisten Seite an Seite mit Hamas und Fatah bis nach Jerusalem gehen können, wo sie danach in Massenerschießungen ausgerottet werden, weil sie ihren Zweck als nützliche Idioten mehr als erfüllt haben, während man die Queers vor Palestine irgendwo vom Dach wirft, man will ja keine Munition verschwenden.

Der Unterschied zwischen den modernen und den alten Judenhasser ist, dass die modernen die Palästinenser mißbrauchen, während die alten offen davon gesprochen haben was sie mit den Juden planen und nie einen Hehl daraus gemacht haben. Sie haben lediglich den Antisemitismus in Europa dazu benutzt, schneller an ihr Ziel zu kommen. Und heute sind die, die mit den Nazis kollaboriert haben und nach dem Krieg eigentlich Widerstandskämpfer waren Heute wieder ganz vorne dabei wenn es darum geht, den Juden den Schutz zu entziehen.

Posted in , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Hinterlasse einen Kommentar