• Israelische Botschaft in Dublin – Photo Reuters Conor Humphries

    Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Nachbarn mit dem Sie zwar ein normales aber kein überwiegend freundliches Verhältnis haben. Jedesmal wenn er was braucht kommt er zu Ihnen, und sie geben ihm das gewünschte. Mal leihen Sie ihm die Bohrmaschine, dann die Leiter und Milch – „bekommen Sie garantiert zurück, versprochen!“ -. Nach einer Zeit fällt Ihnen auf, dass der Nachbar gegen Sie stichelt. Nicht nur in ihrem Beisein, sondern er versucht auch die Nachbarschaft gegen Sie zu mobilisieren. Mal erscheint die Polizei mit der Begründung, jemand hätte gesehen wie Sie eine Leiche im Garten vergraben haben oder regelmäßig schlägt der Food-Lieferservice bei Ihnen auf um Ihnen Speisen zuzustellen, die Sie nicht bestellt haben. Das mit den Sticheleien wissen Sie woher es kommt, aber das mit Speisen, anrufe bei der Polizei usw. finden Sie etwas später heraus, dass es Ihr Nachbar ist.

    Was machen Sie? Zusammenschlagen können Sie ihn nicht, und dadurch, dass er fast alle Nachbarn hinter sich hat wären die Aussichten vor Gericht gegen ihn zu gewinnen, geringer als wenn Sie wegziehen. Das allerdings lehnen Sie ab. Sie haben das Haus teilweise mit Eigenkraft gebaut, immer wieder Geld investiert um das Haus zu erweitern, oder zu verschönern, und erst kürzlich haben Sie eine teure Solaranlage installieren lassen, um so autark wie möglich zu leben. Also frieren Sie die Beziehungen völlig ein, gehen ihm aus dem Weg wo Sie nur können und suchen sich Ihrerseits in der Nachbarschaft Verbündete, für Sie steht nämlich fest, dass Sie Ihr Haus erst dann räumen wenn man Sie in einer Holzkiste über die Schwelle trägt.

    Verkündigung der Botschaftsschließung in Dublin

    Es ist also keine Überraschung, dass die israelische Regierung ihre Botschaft in Dublin geschlossen, und die Botschafterin abgezogen hat. Und statt sich zu überlegen, was man falsch gemacht haben könnte setzt unser Taoiseach, Simon Harris, noch einen drauf und sagt in einem Interview – „Irland ist nicht gegen Israel, aber Irland ist absolut gegen das Verhungernlassen von Kindern“ –

    Natürlich ist Irland gegen das Verhungernlassen von Kindern, interessiert sich aber einen Dreck für die Kinder in anderen Ländern. Vor allem ignoriert man den Fakt, dass Israel seit Beginn des Gazakrieges mehr humanitäre Hilfe nach Gaza gelassen hat als die internationale Gemeinschaft für die Menschen die im Sudan vor dem Bürgerkrieg fliehen müssen, und für die das UNHCR um Hilfsgelder bettelt. Und auch in Somalia oder dem Yemen ist die Lage alles andere als rosig. Diese Menschen haben gemeinsam ein Schicksal, nämlich dass sie nicht das Privileg besitzen im Nahen Osten zu leben, und somit auch nicht in den Genuss des UNRWA kommen.

    Leider Menschen, die nicht in Gaza leben und sich der Aufmerksamkeit der Welt erfreuen

    122,8 Millionen Menschen sind laut dem UNHCR weltweit auf der Flucht, das entspricht in etwa der Einwohnerzahl Japans. Damit man sich um all diese Flüchtlinge kümmern kann stehen dem UNHCR 10.929 Mrd. Dollar zur Verfügung. Also scheint es für unsere Regierung nicht so dringend zu sein sich in anderen Gebieten so zu engagieren, wie man sich gegen Israel engagiert. Munter finanziert man den Nahostkonflikt und spendet fleißig Steuergelder in Organisationen die als Terrororganisationen nahestehend identifiziert wurden, wie beispielsweise Addameer. Da weder Unterlagen des Mossads noch der CIA die Vorwürfe der Israelis bestätigten finanziert man Addameer auch weiterhin, auch wenn die PFLP auf der Liste der Terrororganisationen steht.

    Als ich 2010 nach Irland kam da stieß ich zum ersten Mal auf einen durch und durch Antisemitischen Aufmarsch in Cork. Der Anlass war die Mavi Marmara, ein Schiff der Gaza Freedom Flotilla, das von israelischen Sicherheitskräften aufgebracht wurde. Das IPSC startete daraufhin eine Kampagne, zog durch die irischen Städte und rief zum Boykott israelischer Waren auf. Ich war damals in der Innenstadt und machte einige Besorgungen als mich eine Aktivistin tackelte und mir einen Flyer in die Hand drücken wollte. Sie hatten eine Bühne aufgebaut und spielten den „bestialischen Angriff der zionistischen Besatzungsmacht wie diese ein friedliebendes Schiff aufbrachte“ nach. Meine Frage ob sie auch so solidarisch mit den Menschen im Iran wären beantwortete sie mit „wir können uns schließlich nicht um alles kümmern.“ Klar, man muss halt Prioritäten setzen.

    Etwas weiter bekam ich einen Geschmack auf die NS-Zeit als ein Mob vor Marks & Spencer stand und ein Redner die Masse aufpeitschte indem er dazu aufrief M&S zu boykottieren weil sie Waren aus Israel im Sortiment hatten. Meine Oma hat mir mal erzählt wie die SA vor den jüdischen Geschäften stand und „Kauft nicht bei Juden“ skandierte und Menschen vertrieb die diese Läden betreten wollten. Das kam mir damals in den Sinn. Mein Versuch mit dem Aufpeitscher in eine Diskussion zu kommen, wurde gnadenlos unterbunden. Ein Vertreter meinte hämisch was ich Zionist denn schon zu sagen hätte, und müßte halt warten. Auf die Idee, dass sie den Palästinensern, die in Israel ihr Geld verdienen, schaden kamen sie nicht – warum auch.

    Ein Karawane schob sich durch die Stadt und sah aus wie ein verunglückter Karnevalsaufzug. Leute, gekleidet wie Araber, Bollerwagen mit irgendwelchen Slogans und die üblichen Einpeitscher die der Bevölkerung von Cork verkündeten was für Verbrecher die Zionisten doch sind. Internationales Recht galt und gilt für diese Leute nicht. Den Dialog lehnen sie ab und lehnen sie auch weiterhin ab. Das sie den Palästinenser schaden sehen sie nicht.

    Foto: Constantin Graf von Hoensbroech Jüdische Allgemeine

    Seit dieser Zeit verfolge ich die Antiisraelische Agitation unserer Politiker die sich in ihrer Abneigung gegenüber dem jüdischen Staat gegenseitig übertreffen. Der traurige Höhepunkt der das Fass zum überlaufen brachte war die Forderung unseres Außenminister Micheál Martin der gegenüber dem ICJ die Forderung aufstellte, man solle die Völkermord definition ausweiten damit man Israel des Völkermordes anklagen könnte.

    Es war unserer Regierung ein Dorn im Auge, dass das ICJ keinen Völkermord festgestellt hat.

    Die Einseitigkeit die die Regierung an den Tag legt kann man durchaus als antisemitisch bezeichen wenn man der Definition des IHRA folgt – wobei Irland einer von zwei europäischen Staaten ist die die Definition nicht implementiert haben. Man weigert sich anzuerkennen, dass sich Antisemitismus auch auf den Staat Israel beziehen kann. Man hängt sich an daran auf, dass Kritik an Israel ja nicht antisemitisch sei, ohne zu verstehen, dass Kritik nicht der Punkt ist, sondern wie Kritik aussieht -. Kurz nach den Ereignissen vom siebten Oktober verurteilten der damalige Taoiseach Leo Varadkar und sein Tánaiste Micheál Martin pflichtgemäß die Angriffe der Hamas auf israelisches Territorium, und natürlich betonten beide, dass Israel das Recht habe sich zu wehren, weil das einer Kriegserklärung gleich kam. Dann allerdings relativierte man das und meinte man müsse jetzt de-eskalieren und dass man sich um die Bevölkerung des Gaza Sorgen mache – nicht wegen der Hamas sondern wegen einer möglichen israelischen Reaktion.

    Hetzerin und überzeugte Antisemitin, zum Glück nicht mehr im Parlament

    Nun erwartete niemand in Israel uneingeschränkte Solidarität aus Dublin aber die Erwartung, dass Israel statt der Armee das Polizeikommando Sderot Mitte in Bewegung setzt – ausgestattet mit Haftbefehlen – und in Gaza City vorstellig wird um die Mitglieder der Hamas, also diejenigen die beteiligt waren, zu verhaften, betrachte ich eher als ein relativieren der Angriffe auf Israel. Wenn man sagt, dass war eine Kriegserklärung dann kann man sich denken was folgt. Und da sich die ganzen Kämpfer nicht wie eine reguläre Armee verhalten muss man, so grausam es klingt, eine andere Art Kriegsführung betreiben.

    Vor allem als bekannt wurde, dass nicht nur die Terrorgruppen, sondern auch Zivilisten die Grenze überschritten und dabei gefilmt wurden, wie sie versuchen einem Thailänder mit einer Gartenhacke den Kopf abzuschlagen, bringt nicht gerade Sympathiepunkte. Auch das was folgte spricht weniger für eine unschuldige Bevölkerung, denn es wurden Süßigkeiten verteilt um die Massaker zu feiern. Die Geiseln wurden geschlagen und bespuckt und selbst vor der Leiche von Shani Louk machte man nicht halt.

    Notorischer Judenhasser Richard Boyd Barrett

    Dies allerdings geht in der „Israelkritik“ unserer Regierung unter und man überbietet sich geradezu im Wettbewerb wer Antizionistischer ist, Fianna Fáil und Fine Gael auf der einen, und Sinn Féin, PbP, Independent 4 Change sowie andere linke Parteien auf der anderen Seite. FF und FG stützen sich auf die Entscheidung der Republik Irland Israel mit Nichtbeachtung zu strafen, weil der Vatikan vor Gründung des Staates Israel behauptet hat, dass Israel sich nicht an die Resolution halten würde und den internationalen Status Jerusalems missachtet. Es wurde so getan als wollte Israel Jerusalem besetzen und christlichen Pilgern verbieten einen Fuß in die Stadt zu setzen, nun war zwar das Gegenteil der Fall, nichtsdestotrotz blieb man in Dublin weiterhin mißtrauisch und es dauerte bis 1963, dass Irland Israel als Staat anerkannte. 1973 vereinbarte man diplomtische Beziehungen und erst 1996 erlaubte man dem Staat Israel die Botschaft in Dublin zu eröffnen, und einen Botschafter zu entsenden. Dagegen fand die Eröffnung der Palästinensischen Botschaft im Beisein Yassir Arafats früher statt. Arafat war wahrscheinlich öfter in Dublin als jeder andere Staatenlenker aus dem nahen- und mittleren Osten. Bertie Ahern bezeichnete Arafat auch als Freund, freute sich dass Arafat mehr über irische Geschichte wusste als die Iren selbst und stieß sich auch nicht an dem Fakt, dass Arafat, kaum in der Westbank angekommen und am Ruder, alte Rechnungen beglich und sich wieder seiner Profession – Terrorismus – zuwandte.

    Abu Mazen und Leprechaun

    Unser Präsident, Michael D. Higgins, der Mann der auf seinem Bernasen Hund reiten kann und öfters mit einem Leprechaun verwechselt wird, spukte Speichel als er auf einer Pressekonferenz mit zitternden Händen über Israels Entscheidung sprach. Er verstieg sich bei einem öffentlichen Termin sogar zu der Aussage, dass Israel beabsichtige den Sinai zu besetzen und dort Wohnraum für Siedler zu schaffen, also die übliche Verschwörungstheorie verbreitete. Schon vorher behauptete er, dass der Mossad sein Glückwunschschreiben an den iranischen Präsidenten geleakt hätte.

    Nun pfiffen das schon die Raben auf den Dächern in Dublin, dass das von der irischen Presse – kurz nachdem die Mitteilung auf der Seite des Präsidentenoffice öfentlich wurde – breitgetreten wurde, aber Higgins sieht wahrscheinlich auch Zionisten im Kleiderschrank. Anfangs fand ich ihn sympathisch, im Laufe seiner Amtszeit ist dieser Mann eine einzige zumutung und einem Staatsoberhaupt unwürdig. Damit beziehe ich mich nicht auf seinen manischen Antizionismus, den er in den Siebzigern entwickelt hat und seine Beleidigung gegenüber andersdenkenden, die er auch gerne mal als „Wanker“ bezeichnet, sondern auch sein Talent den Leuten vor den Kopf zu stoßen, indem er zum Ableben Fidel Castros kondoliert und die Errungenschaften des Sozialimus feiert indem die Opfer verhöhnt und sagt, dass bei einer Revolution auch Menschen sterben müssen. Fidel Castro bezeichnetete er als einen der größten Staatsmänner auf der Welt und spukte den Kubanern in’s Gesicht.

    Aber auch vor Venezuela machte er nicht halt und stimmte Lobpreisungen über Hugo Chavez an. Die Nordirische Journalistin, Ruth Dudley Edwards, hat einen kritischen Artikel über Higgins veröffentlicht und all das thematisiert, was diesen Mann ausmacht. Ich werde ihm vor allem nicht vergessen, dass er auf dem World Jewish Congress in Dublin erklärte man müsse Antisemitismus bekämpfen, um kurz danach Omar Barghouti auf einem Event des BDS in Dublin zu treffen.

    Und nun ist für die irische Politik an allem die israelische Regierung schuld. Irland importiert mehr Waren aus Israel – Hauptsächlich Hightech- als Israel aus Irland. Israelische Firmen wie TEVA und Wix betreiben Büros in Irland, TEVA unterhält zwei Werke und gehört mit zu den größten Arbeitgebern in diesem Land. Viele Israelis arbeiten bei den Multinationalen Firmen, die ihren Sitz hier haben und die Ankündigung, dass der internationale Hafbefehl gegen Mitglieder der israelischen Regierung auch auf ehemalige Angehörige der israelischen Streitkräfte ausgeweitet werden könnte hat zu großer Verunsicherung geführt. Irland gefällt sich in der Rolle des vermeintlich moralischen Siegers über Israel. Die Frage, die sich unsere Regierung nicht stellt, was passiert, wenn israelische Unternehmen ihre Investitionen aus Irland abziehen, denn schließlich muss man nicht unbedingt Geschäfte mit jemandem machen dessen moralischer Kompass aus dem Ruder geraten ist, und der den Iran als Ort des himmlichen Friedens betrachtet, oder sich vorstellen könnte das Land an China zu verhökern.

    Würden Leute wie Arthur Griffith, Robert Brisco oder Michael Collins das Land heute erleben, sie würden aus dem Stand über die Klippen von Moher springen.

  • Als die Verfolgung der Juden an Fahrt aufnahm. Heute liest man von Zionismus ist Terrorismus

    Seit über dreißig Jahren beschäftige ich mich mit dem Nahostkonflikt und länger schon mit Antisemitismus. Ich war noch klein als mir meine Familie über die Zeit im Nationalsozialismus erzählte und dem eliminatorischen Judenhass an dessen Ende die Vernichtung von sechs Millionen europäischen Juden stand. Über die Arisierung und wie plötzlich jüdische Nachbarn oder der Arbeitgeber meiner Großmutter verschwunden und die Manufaktur arisiert. Der Antisemitismus endete nicht mit dem Untergang des dritten Reiches, im Gegenteil. Da die Briten keine weiteren Juden im Mandatsgebiet haben wollten und sich an das Weissbuch von 1939 hielten, das den Zuzug der Juden nach Palästina begrenzte, schämten die Briten sich nicht – die Konzentrationslager der Nationalsozialisten und damit viele Juden befreit hatten, ankommende Überlebende auf den Schiffen in Haft zu nehmen, diese nach Zypern zu schleppen, oder die Überlebenden in Bergen Belsen zu internieren, den Ort der für viele der schlimmste Horror war.

    Deportierte Juden aus Palästina in Bergen Belsen

    „Sieben arabische Länder erklären dem Zionismus in Palästina den Krieg….Sieben Länder ziehen in den Krieg, um die Teilung aufzuheben und den Zionismus zu besiegen, und verlassen die Schlacht schnell wieder, nachdem sie einen Großteil des Landes Palästina verloren haben – und sogar den Teil, der den Arabern im Teilungsplan zugesprochen wurde.“

    Das schrieb Constantin Zureiq, ein arabischer Nationalist aus dem Libanon, über die sogenannte Nakba, die für Zureiq nicht in die Flucht der Araber (Palästinenser) aus dem Mandatsgebiet bedeutete, sondern die Nakba war für ihn die Katastrophe der arabischen Welt. Zureiq war kein Freund der zionistischen Bewegung. Er unterschied auch zwischen den Zionisten und den Arabern, um den Ausgang des Krieges zu erklären. „Der Zionismus ist tief im westlichen Leben verankert, während wir weit davon entfernt sind… Sie leben in der Gegenwart und blicken in die Zukunft, während wir wie betäubt von einer großartigen Vergangenheit träumen.“ Das sind alles Dinge die man, wenn man wirklich am Konflikt interessiert ist wissen sollte bevor man aggressiv eine Diskussion führt und diejenigen als „Hasbara-Clowns“ bezeichnet die mit Tatsachen und nicht mit Mythen argumentieren.

    In seinem „Gesetz der Dummheit“ schrieb der Wirtschaftshistoriker Carlo M. Cipolla: Ganz gleich, welche Zahl jemand nennen würde, ist es sicher, dass sie zu klein ist, um wirklich alle dummen Menschen zu erfassen. Übertragen auf den Antisemitismus erkennt man spätestens seit dem 7. Oktober 2023 wie hoch die Zahl derjenigen, die die Juden vernichtet sehen möchten, wirklich ist. Um Israel das Existenzrecht abzusprechen werden die Freunde der Palästnenser nicht müde sich die Fakten zurecht zu biegen, wenn das nicht klappt, dann beschimpfen sie die Gegenseite. Ganz ehrlich, Israel betreibt eine sehr schlechte Hasbara Politik wenn Millionen Menschen im Westen die Straße fluten und nicht müde werden zu betonen, dass Israel Kriegsverbrechen, einen Genozid, ethnische Säuberungen und vieles mehr begeht. Die ganze Palette der Verschwörungen die seit über tausend Jahren gegen Juden vorgbracht wurden und zu Pogromen an der jüdischen Bevölkerung geführt haben, werden nun unter dem Deckmantel des Antizionismus wieder an die Öffentlichkeit gebracht. Wie hoch die Zahl der jüdischen Opfer durch Pogrome ist ist nicht sicher aber allein der Kosaken-Aufstand 1648/49 hat die gesamte jüdische Bevölkerung ausgerottet, am Ende waren 20.000 tot.

    Antijudaismus im Mittelalter. Pogrom an der jüdischen Bevölkerung

    Um also den Nahen Osten „Judenrein“ zu bekommen, spricht man Israel das Existenzrecht ab und fordert von den jüdischen Israelis sie sollen dorthin gehen wo sie hergekommen sind, vor allem können die Juden, die nach 1948 aus den arabischen Ländern fliehen mußten, nicht in diese Länder. Die Frage die sich stellt ist; was ist mit den Palästinensern? Die meisten sind Nachfahren von Einwanderern aus den Nachbarländern und der arabischen Halbinsel. Und genau das ist das was bei den Flüchtlingen nie hinterfragt wird. Constantin Zureiq schrieb, dass man die Nachbarländer auffordern müsse die Flüchtlinge aus dem Mandatsgebiet in die Bevölkerung zu integrieren, stattdessen haben die arabischen Länder es der UN überlassen sich um die Menschen zu kümmern, sodass sie noch Heute als Faustpfand – nicht nur gegen Israel – in Flüchtlingslagern dahin vegetieren.

    Bewohner aus Yarmouk waren gezwungen Hunde und Katzen zu essen, damit sie nicht verhungern. Proteste? Keine!

    In Yarmouk, ein Stadtteil der Syrischen Hauptstadt Damaskus, der als Flüchtlingslager dient, ist die Lage verherend. Von ehemals 150.000 Bewohnern leben nur noch etwa 18.000 dort. Viele wurden Opfer des Bürgerkrieges, starben bei Kämpfen zwischen der Hamas und Fatah, sind verhungert, geflohen oder wurden verschleppt und sind in syrischen Gefängnissen verschwunden, auch Kinder. Der Aufschrei „der Anständigen“ blieb und bleibt aus. Selbst der Daesh wütete in Yarmouk. Für Leute wie Chebli nicht der Rede wert und auch die anderen, die Schnappatmung bekommen, sobald in Jerusalem im arabischen Viertel ein Sack Reis umfällt kein Problem.

    Die tatsächliche Situation der palästinensischen Flüchtlinge hängt weniger von ihrem rechtlichen Status, als vielmehr von der Praxis der arabischen Aufnahmeländer ab, in denen sie leben. In einem engen Zusammenhang mit der palästinensischen Forderung nach Umsetzung des „Rückkehrrechts“ steht auch die Weigerung vieler arabischer Staaten, ihre Flüchtlinge vollständig in die Gesellschaft zu integrieren. Den Flüchtlingen wird in ihren Gastländern oft nur ein „humanitäres Aufenthaltsrecht“, aber keine Anerkennung als Flüchtlinge gewährt sondern die meisten arabischen Staaten, darunter Ägypten, Libanon, Syrien und Irak, stellen den palästinensischen Flüchtlingen spezielle Flüchtlingsdokumente aus, die, abhängig von den jeweiligen innerstaatlichen Konditionen, alle 6 Monate bis 3 Jahre erneuert werden müssen.

    Diese zwei gegensätzlichen Prinzipen der arabischen Staaten, einerseits Solidarität gegenüber den palästinensischen Flüchtlingen zu zeigen, andererseits die vollständige Integration der Flüchtlinge abzulehnen, finden sich auch im Casablanca Protokoll wieder, das die Liga der Arabischen Staaten im Jahr 1964 verabschiedete. Darin wird den palästinensischen Flüchtlingen u.a. ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht, das Recht zu arbeiten sowie das Recht auf Freizügigkeit eingeräumt, ohne sie jedoch mit den eigenen Staatsbürgern gleichzustellen. Allerdings findet das Protokoll nicht in allen Staaten uneingeschränkte Anwendung, insbesondere aufgrund fehlender innerstaatlicher Umsetzung.

    Es lässt sich mithin festhalten, dass eine Integration der palästinensischen Flüchtlinge in die Gesellschaft der Gastländer nur sehr eingeschränkt stattfindet und qualitativ zwischen den einzelnen Staaten differiert, in denen sich Flüchtlingslager befinden. Nicht nur wird das von den Freunden gerne ignoriert auch die Apartheid gegenüber den Palästinensern im Libanon wird von ihnen entweder nicht erwähnt oder als Lüge abgetan, dabei ist es eine offene Tatsache wie das Leben der Palästinenser im Libanon aussieht. Die Folgen des Bürgerkrieges bleiben im palästinensisch-libanesischen Verhältnis bis heute erkennbar. Das Leben der 405.425 registrierten Flüchtlinge ist von zahlreichen gesetzlichen Einschränkungen geprägt. Sie erhalten vom Staat de facto keine Sozialleistungen und benötigen spezielle Aus- und Einreisedokumente (Visa), um den Staat vorübergehend verlassen zu können. Auch bei der Berufswahl bestehen zahlreiche Be- schränkungen, da die palästinensischen Flüchtlinge eine Arbeitserlaubnis des Nationalen Wirtschaftsministeriums benötigen, um gesetzliche Vergütungen erhalten zu können oder um bestimmte Berufe (z.B. Arzt, Anwalt, Selbstständiger in der Industrie) ausüben zu dürfen. Die meisten der palästinensischen Flüchtlinge leben am Rande der libanesischen Gesellschaft und werden weitgehend als Staatenlose behandelt.

    Hier wird sehr gut die Situation der Palästinenser im Libanon erklärt, was allerdings für Propalästinenser kein Problem ist. Es geht also nicht um die Palästinenser sondern um die Israelis, besser die Juden.

    Für Libanon ist die Regelung der Flüchtlingsfrage ein wichtiges Anliegen. Der Staat betreibt eine aktive Politik der Nicht-Integration palästinensischer Flüchtlinge – auch um das Gleichgewicht zwischen den libanesischen Religionsgemeinschaften nicht zu stören – und besteht auf deren Rückkehr im Rahmen einer umfassenden Friedenslösung. <Quelle Bundestag, siehe Link oben>

    Das ist etwas euphemistisch ausgedrückt, de Facto sind die Palästinenser dort Bürger zweiter Klasse. Offensichtlich wollen das die Leute nicht wahrhaben oder sie ignorieren Tatsachen einfach weil sie nicht in ihr Narrativ passen, stattdessen benutzt man inflationär Israelis die ihre Einnahmequelle im westlichen Ausland mit Israelkritischen und Antizionistischen Büchern gefunden haben. Diese Alibijuden werden inflationär zitiert und als Quelle herangezogen, weist man nach dass das was da steht nicht stimmt, wird man beleidigt. Ebenso verwendet man aus dem Zusammenhang gerissene Zitate von zionistischen Führern oder man bedient sich gefälschter Zitate. Die Richtigstellung wird nicht geglaubt und bei mir ist der Eindruck entstanden, dass es gar nicht um die Palästinenser sondern um Israel geht.

    Aber auch in Deutschland lebende Juden haben das Geschäftsmodell des Israelbashing für sich entdeckt. Die Autorin Deborah Feldman beispielsweise, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihre Abscheu gegen Israel zum Ausdruck bringt, sagte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk vom 13.12.2017 ganz andere Sachen. So behauptete sie mal in den deutschen Medien, dass sie nie Opfer von Antisemitismus wurde und ausgerechnet im Guardian gab sie an, Juden wären in Deutschland beliebt, so lange sie Pro-Israel wären – für den Guardian und seine Israelfeindliche Haltung ein Feiertag. Dabei sagte sie im Deutschlandfunk noch folgendes

    „Ich finde, dass das, was über das Wochenende bei den Demonstrationen gesagt wird, zum Beispiel „Tod den Juden“, das geht nicht mehr um Israel. Wir sehen, wie die antisemitischen Angriffe dann weltweit ausgelöst werden, das kann nicht mehr mit gerechtfertigter Wut erklärt werden. Klar, Menschen sind politisch wütend – dafür sollte man eigentlich keine Synagoge in Schweden angreifen und kein Restaurant in Amsterdam. Da ziehe ich meine Grenze, und ich bin fähig zu verstehen, dass es Menschen gibt in dieser Gemeinschaft, die differenzieren können, ich bin genauso fähig aber, das wahre Problem anzuerkennen, nämlich dass die meisten Leute Israelkritik als Grund ausnutzen, um ihren Antisemitismus zu untermauern und besonders in Deutschland, dass sie gerne den wunden Punkt bei den Deutschen treffen würden, nämlich, ah, hier ist Antisemitismus besonders provozierend, wir provozieren gerne, weil wir uns sowieso ausgegrenzt fühlen.“ <Kommentar im Original – Redebeitrag>

    Eine andere ist die Gründerin der „Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“, Iris Hefets, kam 2002 nach Deutschland – nach ihren Angaben ging sie in’s Exil und das verwundert, denn es war ihr offensichtlich nicht wichtig wie die Palästinenser in Gaza und der Westbank behandelt wurden. Bekanntheit erlangte sie erst in Deutschland, „Israelkritiker“ suchen die Nähe zu ihr. Keine Antiisraelische Demonstration bei der sie nicht, in der ersten Reihe stehend, dabei ist. In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gab es eine Gruppierung die nannten sich die Naumann-Juden und deren Vereinssatzung besagte:

    Max Naumann, zweiter von rechts, als Frontoffizier

    „Der Verband nationaldeutscher Juden bezweckt den Zusammenschluß aller derjenigen Deutschen jüdischen Stammes, die bei offenem Bekennen ihrer Abstammung sich mit deutschem Wesen und deutscher Kultur so unauflöslich verwachsen fühlen, dass sie nicht anders als deutsch empfinden und denken können. Er bekämpft alle Äußerungen und Betätigungen undeutschen Geistes, mögen sie von Juden oder Nichtjuden ausgehen, die das Wiedererstarken deutscher Volkskraft, deutscher Rechtlichkeit und deutschen Selbstgefühls beeinträchtigen und damit den Wiederaufstieg Deutschlands zu einer geachteten Stellung in der Welt gefährden.“

    Man könnte es so umschreiben, dass Hefets und Feldman den Antisemitismus und Antizionismus als Geschäftsmodell für sich entdeckt haben und unablässig den Kosherstempel verteilen. In der Tat suchen beide – und einige andere Juden – den Zusammenschluss der Israelgegner. Feldman wird nicht müde in der Unterwäsche deutscher Juden herumzuschnüffeln, ob sich nicht doch etwas nichtjüdisches finden lässt. Sie ruft zu diesem Zweck sogar ihre Follower auf. Wer Israel wohlgesonnen ist, der kann nur ein Philosemit sein die Tatsache ignorierend, dass Israel ein Multiethnischer und Multireligiöser Staat ist und die Israelis sehr gut ihre Regierung kritisieren können, da braucht es weder Feldman noch Hefets. Vor allem weil Feldmans Bücher über mehr „künstlerische Freiheiten“ vefügen als gedacht. Im Prinzip gibt sie die Erlebnisse von anderen als ihre eigenen aus.

    Es ist also kein Wunder, dass die Queerfront gern mit diesen beiden Frauen interagiert und geneinsam mit ihnen gegen den „jüdischen Schweinestaat“ agiert. Auch Islamisten haben kein Problem mit Juden „abzuhängen,“ solange sie sich Antizionistisch betätigen. Die Frage was danach passieren könnte stellt sich ihnen nicht. Nun aus der Geschichte könnte man sagen, dass die Naumann-Juden entweder im Exil oder im Konzentrationslager gelandet sind.

    Der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz fasste 1988 im Magazin „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APuZ) die Stimmung der deutschen Juden zusammen und beschrieb die jüdischen Verbände die nicht glauben konnten und wollten, dass mit der NSDAP als Regierungspartei auch die Zeit der Vernichtung gekommen war. Der in den USA lebende israelische Journalist, Ron Leshem, beschreibt in seinem Buch „Feuer“ die Bewohner der Kibbuzim die am 7. Oktober 2023 von der Hamas und vielen Zivilisten abgeschlachtet wurden. Dabei handelte es sich um vorwiegend linken Israelis. Seine Tante bespielsweise organisierte mit israelischen und palästinensischen Frauen Gesprächskreise, Meditationskurse und Haushaltstips, also nichts was eine Abschlachtung rechtfertigen würde. Einige der Bewohner hatten einen Fahrdienst für die Bewohner im Gaza und haben diese im Gaza abgeholt und zur Behandlung in israelischen Krankenhäusern gefahren. Man beschäftigte Bewohner aus dem Gaza und viele Angestellte kamen aus Asien oder afrikanischen Ländern. Leshem beschreibt auch wie der 7. Oktober die israelische Gesellschaft verändert hat indem er die Abläufe akribisch nicht nur rekonstruiert sondern auch das Versagen der israelischen Regierung anprangert, die den Warnungen derer, die jeden Tag die Grenze zum Gaza beobachten, keinen Glauben geschenkt haben. Ein Versagen wie es im Oktober 73 der Fall war als sich der Generasstab und die Geheimdienste sicher waren, dass die Araber noch vom Sechstagekrieg genug hätten, und immer noch die Wunden lecken würden.

    Ron Leshem – Autorenphoto

    Diese Tatsachen werden von den Freunden der Palästinenser nicht nur ignoriert, sie werden hoch aggressiv wenn man das zur Sprache bringt. Sie helfen vor allem nicht den Palästinensern, im Gegenteil, mit ihrer Antijüdischen und Antiisraelischen Haltung bestärken sie noch die radikalen Kräfte in den Autonomiegebieten. Nur Hardcoreanhänger bestreiten, dass die israelischen Politiker in den vergangenen Jahrzehnten eine Menge Fehler gemacht haben, aber die Gegeseite bestreitet, dass die palästinensischen Politiker überhaupt Fehler gemacht haben. Es geht längst nicht um einen eigenen Staat für die Palästinenser sondern es geht darum, dass der israelische Staat verschwindet. Und es sind grundsätzlich diejenigen, die keine Ahnung vom Nahen Osten oder der jüdischen Geschichte haben aber genau wissen, dass Israel nicht nur der Störfaktor soondern auch verantwortlich für alles ist.

    Würder Israel verschwinden gäbe es keinen Frieden, im Gegenteil – zwei Gruppen kämpfen um die uneingeschränkte Macht. Die Hamas könnte auf iranische und libanesische Hilfe bauen, die Fatah bekäme Hilfe aus den arabischen Ländern Ägypten, Jordanien und Saudi Arabien. Syrien würde sich gegenüber dem Iran und der Hezbollah erkenntlich zeigen und die Hamas – die ja auch in Syrien gekämpft hat – unterstützen. Wenn das also das Ziel der Palästinasolidarität ist, dann kann man den Israelis empfehlen Verhandlungen mit der Mongolei aufzunehmen. Ich bin mir sicher in fünf Jahren wäre die Mongolei ein wirtschaftliches Powerhouse.

  • Jeder Mensch hat Anspruch auf bestimmte angeborene Rechte und Freiheiten. Menschenrechte sind universell, gelten also überall und für alle Menschen. Sie sind unveräußerlich, können also nicht freiwillig aufgegeben oder abgetreten werden. Und sie sind unteilbar, man kann also nicht ein Recht auf Kosten eines anderen verwirklichen. Menschenrechte sind in zahlreichen völkerrechtlichen Vereinbarungen festgeschrieben.

    Ich gehe davon aus, dass diese Definition ist den meisten von uns bekannt, aber mal ehrlich, ist das wirklich so oder sind Menschenrechte eher selektiver Natur? Vor einiger Zeit habe ich einen Kurs über Konflikt Tracking begonnen, da ich mich für globale Politik und Konflikte schon seit sehr langer Zeit interessiere. Angefangen hat mein Interesse mit Südafrika und der Apartheid, ich erinnere mich, dass ich einen Lehrer hatte der als Rugbyspieler mit seiner Mannschaft nach Südafrika eingeladen wurde.

    Er schwärmte also über das Land und wie die Weißen es in einen Hort des Friedens verwandelt hätten von dem die Schwarzen im Land profitieren. Mir ging das irgendwann auf die Nerven und fragte ihn wie er sowas, angesichts der bestehenden Apartheid und den Ausschreitungen in den Townships behaupten könnte. Seine Antwort verschlug mir glatt die Sprache denn er behauptete allen Ernstes, dass die dort lebenden Schwarzen gar nicht indigen seien, sondern in Südafrika eingewandert. Sie wären gekommen als sie mitbekommen haben, dass die Weißen, die zuerst dort waren, das Land in eine Oase verwandelten und bei den Schwarzen in Afrika Begehrlichkeiten geweckt hätten und die Migranten nun Probleme verursachen würden.

    Ich war völlig baff soviel Geschichtsrevisionismus in zwanzig Minuten zu hören, und war außer mir vor Wut. Meiner Tante, die ihn und seine Frau kannte, erzählte ich das ein paar Tage später und sie meinte er sei schon immer ein Idiot gewesen, vor allem verstand sie nicht, wie er eine Stelle der UNO Ernährungshilfe bekommen hätte bei seiner Einstellung, bevor er dann Lehrer wurde.

    Das war mein Beginn einer langen Reise durch die Politik und die Ideologien auf dieser Welt. Ich war, und bin es immer noch, zutiefst davon überzeugt, dass alle Menschen geiche Rechte haben, ja haben sollen und das niemand über allen stehen sollte, um Menschen zu unterdrücken. Ein jeder sei seines Glückes Schmied. Nun war es ein bisschen naiv von mir denn im Laufe der Jahrzehnte habe ich gelernt, dass es Rechte für alle nicht gibt, nie gegeben hat und es sie auch nie geben wird. Es wird immer Menschen geben die über andere herrschen. Mache haben gute Absichten aber die meisten haben dunklere Pläne.

    Im März veröffentlichte die Bertelsmannstiftung ihre Studie zum Demokratieindex und kam zu dem Schluß, dass von 137 untersuchten Länder die Mehrheit – nämlich 74 – autokratisch regiert werden. Es ist also kein Wunder dass es um die Menschenrechte eher schlecht steht. Es ist aber eher ein Rätsel, dass in Demokratien eine starke Sympathie für totalitäre Systeme existiert und, was noch verwunderlicher ist, Terrorstrukturen sich offensichtlicher Beliebtheit erfreuen, aber Krisen und Konflikte in anderen Teilen völlig ausgeblendet werden. Der ehemalige Großrabbiner von Großbritannien, Lord Jonathan Sacks, sprach in einem animierten Video über BDS und die Gefahren die davon ausgingen – nicht nur für Israel sondern auch für die Palästinenser, um die es ja angeblich geht.

    Er sagte, „Menschenrechte seien entweder universell, ansonsten wären sie nichts wert.“ Und es stimmt, während die Massen auf die Straße strömen, Tod den Juden oder Freiheit für Palästina brüllen und Gegendemonstranten, die Polizei oder Presse attackieren verhungern im Jemen die Menschen, ohne dass es diese Leute sonderlich beschäftigt. Sie beklagen das Schicksal der Bewohner Gazas werden aber aggressiv wenn man ihnen erklärt wo die Menschen mehr leiden müssen und im Gegensatz zur Hamas, unterstützt von Zivilisten, tragen diese Menschen die einzige Schuld zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, und der falschen Ethnie anzugehören. In Syrien sind 200 bewaffnete Gruppen am Bürgerkrieg beteiligt und Konflikte sind oftmals schwer zu verstehen, besser den Überblick zu haben, wer mit wem gerade gegen wen kämpft. Im Flüchtlingslager Yarmuk starben während des Bürgerkrieges viele der Einwohner an Hunger. Hat man dazu irgendwas gehört, haben Studenten ein Zeltlager auf dem Campus errichtet und Professoren in einer Unterschriftenliste ihre Solidarität bekundet? Nein, natürlich nicht.

    2022 starben 238000 Menschen 100000 allein davon in Äthiopien

    Der Daesh konnte abseit der Aufmerksamkeit der Pro-Palästina Demonstranten seine Vorstellungen einer Religion in die Tat umsetzen. Niemand von diesen „Menschenrechtlern“ hat sich für die vom Daesh unterdrückten Menschen engagiert. Im Gegenteil, Typen wie Roger Waters oder Mick Wallace und Clare Daly haben die Lüge in die Welt gesetzt, dass die White Helmets Giftgasangriffe durchgeführt haben und es der Regierung in die Schuhe geschoben. Ein Wunder, dass sie nicht noch behauptet haben White Helmets hätten die Faßbomben mit einem Katapult in die Luft geschossen, damit diese auf Aleppo und Homs fallen.

    Laut verschiedener Gruppen starben in zwei Jahren 85.000 Kinder im Jemen.

    Gehen wir in den Jemen. Seit 2015 herrscht Bürgerkrieg im Jemen, die Leidtragenden in diesem Konflikt sind die Kinder und jeder Jahr nehmen die Gelder für den Jemen weiter ab. Viele Kinder sterben am Hunger, UNICEF Ireland schreibt von einem Famine, was es in der Tat ist. Während der Famines in Irland straben eine Millionen Menschen an Hunger und zwei Millionen Iren wanderten aus. In Jemen und an vielen anderen Orten passiert das Gleiche aber nur im Falle von Gaza wird man nicht müde zu wiederholen, dass die Menschen von einer Hungerkatastrophe hinweg gerafft werden und das nur mehr Spenden dies verhindern können. Die vielen Organisationen sind meistens muslimische Organisationen und ich stelle mir die Frage, ob es zwischen den Muslimen irgendwelche Unterschiede gibt, außer Schiiten und Sunniten. Zählen muslimische Kinder nicht weil sie das Pech haben im Jemen geboren zu werden? Warum gelten die Menschenrechte für diese Kinder nicht? Es ist mir nicht bekannt, dass es ein Kastensystem im Islam gibt und Jemeniten die Pariah sind.

    Die Houthis beherrschen einen großen Teil des Landes und wer sich mit dem Jemen beschäftigt, der stellt schnell fest, dass genauso wie in Gaza die Hamas, die Houthis die Hilfslieferungen für sich beanspruchen. Die Bilder aus dem Gebiet der Houthis zeigen fünfzehnjährige, die bis an die Zähne bewaffnet Kat kauen und zusammen mit älteren Milizionären die Nahrungslieferungen bewachen, damit die Bevölkerung, die nicht das Privileg hat zum Kreise der Houthis zu gehören, die Lieferungen nicht plündern. Outrage anyone? Nein, natürlich nicht.

    Man ist außer sich, wenn ein Land sich verteidigt, besonders wenn es im Nahen Osten liegt und Israel heißt. Man spricht Israel das Recht ab sich zu verteidigen, und hält penibel mit der Lupe drauf, um Israel irgendetwas anhängen zu können. Ron Leshem beschreibt in seinem Buch Fire über den Ablauf am 7. Oktober 2023. Er weist auf seine Verblüffung hin als er in seiner Wahlheimat Boston mit einem Judenhass konfrontiert wird den er vorher nicht mitbekommen hat und der sich nicht auf Fakten bezieht, sondern auf Desinformationen beruht. In seiner Familie hat es, wie in fast jeder israelischen Familie – egal welche Religion oder Ethnie – Opfer gegeben. Trotz der Tatsache, dass Leshem beide Seiten kritisiert und mit Kritik – auch an Israel – nicht zurückhält gibt es Leute, die versuchen sein Buch in Mißkredit zu bringen und es eine Fiktion nennen oder einseitig.

    Aber weg vom Nahost Konflikt, der nebenbei bemerkt, ein klitzekleiner Konflikt ist, weltweit gesehen, aber umso stärker in den Focus gerät während die wahren Genozide diejenigen, die sich stets auf die Menschenrechte berufen wenn es um die Palästinenser geht, nicht interessiert. 2016 begann der Genozid an den Rohingya der bis Heute andauert und dem bisher, nach Schätzungen, 43.000 Menschen zum Opfer fielen. Man hört von den tapferen Kämpfern auf den Uni Campussen weltweit sehr wenig. Man hört ehrlich gesagt, gar nichts. Zum Krieg in der Ukraine schweigt man, stattdessen fordert man die Ukraine dazu auf endlich ihren Widerstand gegen den Angreifer zu beenden, und sich dem Schicksal zu ergeben. Und das sind nicht Stimmen in Deutschland, im Europaparlament laufen genug Spinner herum die sich Putin andienen, zwei davon sind zum Glück draußen aber andere sind reingekommen. Während also die Ukraine versucht Russland aus dem Land zu drängen, laufen im Westen die Leute rum, veröffentlichen eine Petition nach der anderen und interessieren sich für die Rechte der Russen einen Dreck – die Rechte der Ukrainer interessieren sie eh nicht.

    Am ersten August schrieb das Jacobin Magazin überschwänglich, „Queere Menschen kämpfen für eine befreite gerechte Welt. Dass sie sich mit Palästina solidarisieren, ist daher nur konsequent.“ Über Journalisten die das ganze kritisch kommentierten wurden die üblichen Geschütze in Stellung gebracht, „konservativ,“ „rechts,“ „schnappatmung“ und soweiter. Nun ist es so, dass LGBTQ+ in Gaza keinen Schutz hat, nichtmal ein Schützchen, und Homosexualität mit Gefängnis oder mit der Todesstrafe behandelt wird. Weder das Jacobin Magazin noch die queere Community kennt sich im Nahen Osten aus, vor allem stellt sich die Frage, wo ist die Solidarität mit den queeren Menschen im Iran? Seit dem Anfang der islamischen Republik wurden nach Schätzungen 6000 Männer wegen Homsexualität hingerichtet. Man kann also schon die Frage stellen, warum hier geschwiegen wird und nicht nur zur Lage im Iran, Homosexualität ist in vielen Teilen der Welt generell geächtet und steht in vielen Ländern unter Strafe. Südafrika hat zwar, was Homosexualität betrifft, sehr moderne Gesetze, trotzdem werden Angriffe gegenüber Schwulen und Lesben nicht verfolgt und von den Behörden toleriert. Also sei die Frage erlaubt warum die queere Community ausgerechnet seit dem siebten Oktober ihre Zuneigung zu Palästina entdeckt hat, denn nicht nur werden die Menschen von der Hamas unterdrückt sondern auch die LGBTQ+ ohne das es die Community vorher sonderlich aufgeregt hätte.

    Also, sind die Menschenrechte universell? Nein, das sind sie nicht! Das Gros der Länder, die im UN-Menschenrechtsrat sitzen könnten auch bequem eine Mitgliedschaft im Club der staatlichen Massenmörder besitzen. Die Menschenrechte werden mit Füßen getreten und ausgerechnet diese Staaten sitzen über andere Staaten zu Gericht. Kein Wunder, dass die Menschenrechte selektiv betrachtet werden, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. „De opresso liber,“ hat sich längst erledigt oder anders gesagt, nur wenige Menschen wurden von Unterdrückung befreit. Für viele Menschen im Westen sind die Menschenrechte nicht universell, sie sind selektiv und werden ausschließlich von Ländern eingefordert deren Regierungen man nicht leiden kann, besonders die USA, Israel oder aktuell die Ukraine. Die Demokratie dieser Länder mag nicht perfekt sein aber wer die Shitholes der Welt verklärt und die Augen verschließt sollte vielleicht in diese Länder auswandern. Sätestens sobald er auf der Straße protestiert stellt er fest wie weit es mit den Menschenrechten ist.

  • Helena Jubany – Quelle ARA

    Diesmal geht es nicht um Politik sondern um das merkwürdige Verhältnis der Staatsgewalt, wenn es zur Verbrechensaufklärung kommt. Man fragt sich, gibt es irgendwelche Verfahrensweisen nach denen gehandelt wir? In dem Fall, den ich schildern möchte, lief es eher nach den Regeln der Nichtkunst und Pleiten Pech und Pannen.

    Er erinnert ein bisschen an den Fall in Westcork ende der neunziger Jahre, der bis Heute nicht aufgeklärt ist, aber der Reihe nach. Was war passiert? Am Morgen des zweiten Dezember 2001 er hielt der Notruf in Sabadell/Spanien einen Anruf, es wurde gemeldet dass im Hinterhof eine Wohnblocks eine junge Frau lag. Als die Policia National eintraf bot sich ihnen folgendes Bild – eine junge Frau lag nackt mit gebrochenen Gliedern im Hinterhof. War es Selbstmord? Natürlich war das die erste Vermutung, aber dann entdeckten die Beamten die Kleidung der jungen Frau auf dem Flachdach.

    Man hatte versucht sie zu verbrennen, und, was die Beamten noch stutziger werden ließ, rund um die Leiche lagen Wäscheklammern von den Leinen der umliegenden Gebäude. Wie war das möglich? Jemand der plant sich vom Dach zu stürzen, versucht nach möglichkeit einen Bogen zu beschreiben, und nicht einfach so am Gebäude entlang zu springen. Mir kam die Erklärung des ermittelnden Beamten, David Medialdea, seltsam vor, denn ich habe noch nie gehört, dass jemmand Kopf voraus vom Dach springt, ma da igual ( wie der Spanier sagt, „ist egal“).

    Die Leiche wurde also geborgen und in die Gerichtsmedizin gebracht, während die Beamte von Tür zu Tür gingen um die Identität des jungen Mädchens zu klären. Niemand wußte etwas und ein Bewohner im dritten Stock antwortete nicht auf das Klopfen, ein Indiz, dass die Tote möglicherweise die Wohnung im dritten Stock bewohnte. Irgendwann wurde die Tür geöffnet und die Bewohnerin war schroff und abweisend gegenüber den Beamten. Sie erklärte sie sei am Vortag wandern gewesen und wollte wieder die Tür schließen.

    Die Beamten beschrieben sie nicht nur als schroff und abweisend sondern auch desinteressiert – „da liegt eine Tote? Ja und? Warum belästigen Sie mich?“ Also rückten sie ab. In der Gerichtsmedizin wurde die Leiche untersucht und eine ganz erhebliche Menge von Benzodiazepinen gefunden, die Menge die man im Blut und im Urin fand war 35x mal höher als das, was man normalerweise nimmt. Damit stand für die Polizei fest, dass es sich um Mord handeln mußte.

    Montserrat Careta – Quelle der Zeitung von der Familie Careta zur Verfügung gestellt

    Wer ist der Täter und was war sein Motiv

    Das ist immer die Anfangsfrage, nämlich die Motivation einen Menschen zu töten. Jemand sagte mal, entweder ist es Eifersucht, zwischenmenschliche Beziehungen oder Geld.

    Die Polizei hatte nun die Todesursache, nämlich das das Mädchen keineswegs über das Geländer in den Abgrund gesprungen ist, sondern jemand sie darunter geworfen hat. Nun, da die Polizei das wußte fehlte nur noch die Identität denn es wurden in den Kleidern keine Papiere gefunden. Es sollte nicht lange dauern, bis die Polizei die Identität erfuhr denn der Vater des Mädchens machte sich Sorgen weil sie nicht, wie abgesprochen, zum Abendessen erschien. Er rief die Arbeitsstelle an und erfuhr, dass sein Tochter den Tag nicht da war und auch am Montag, als er zum zweiten Mal anrief, hieß es, sie würde seit Freitag fehlen.

    Da das nicht die Art seiner Tochter war fuhr er zuerst in die Wohnung seiner Tochter die seit kurzer Zeit in Sabadell lebte und dort als Bibliothekarin arbeitete. Die Wohnung war aufgeräumt, ihre Studienunterlagen lagen auf dem Tisch und es schien, als würde sie jeden Moment heimkommen. Nun ging die Familie zur Polizei um sie als vermißt zu melden. David Medialdea dem die Sache spanisch vorkam bat die Familie ob sie ihm sagen könnten ob die Kleidungsstücke ihr gehörten und zeigte ihnen ein Photo vom Tatort.

    Sofort erkannte die Familie, dass das die Kleidung von Helena Jubany ist und erklärten sie wäre erst von kurzem nach Sabadell gezogen. – Helena Jubany war zum Zeitpunkt ihres Todes 27 Jahre alt, arbeitete als Journalistin bevor sie nach Sabadell zog und kannte dort erst wenige Leute. Sie nahm die Stelle in der örtlichen Bibliothek an, kümmerte sich dort vorwiegend um die Kinder, erzählte ihnen Geschichten und schrieb auch selber Geschichten. Familie, Freunde und Verwandte schilderten sie als fröhlich, ein bisschen introvertiert aber wenn sie im kleinen Kreis war, dann ging sie as sich raus und brachte die Gruppe zum Lachen, also wer hatte ein Interesse sie zu töten.

    Ihre beste Freundin Isabel Valz sagte gegenüber der Polizei aus, dass Helena nur wenige Leute kannte und in den Wanderclub Sabadell – Grupos Senderismos Sabadell – eingetreten sei. Sie gab der Polizei noch die Namen verschiedener Personen mit denen Helena Freundschaft geschlossen hatte. Nun konzentrierte sich die Polizei auf diesen Waderverein, allerdings hatte diese zwei Gruppen, die erste Gruppe arbeitete bereitwillig mit der Polizei zusammen, während die zweite Gruppe – die Gruppe Naturexkusion – sich sehr reserviert zeigte und versuchte, sich den Ermittlungen zu entziehen – das war Helenas Gruppe.

    Die Liste der Gruppe, die Helenas Freundin der Polizei gab umfasste folgende Personen

    Ana Echaguibel – Laut Schwester und Freundinnen der Toten erhoffte sich Ana mehr.

    Santiago – Santi – Laiglesia – Freund von Montserrat Careta

    Montserrat -Montse – Careta – Hausbewohnerin 3. Stock des Todeshauses

    Xavi Jiménez – versuchte mit Helena zusammenzukommen

    Jaume Sanllehi

    Als die Polizei die Liste durchsah stellte sie fest, dass ein Mitglied des Vereins, Montse Careta, in dem Haus wohnte von dem Helena in den Tod stürzte und die zum Zeitpunkt der Befragung die Tür erst nicht öffnete. Also galt sie als Hauptverdächtige. Man stattete ihr einen zweiten Besuch ab und fand auch heraus, dass sie mit einem Mitglied des Vereins, Santiago Laiglesia, ein Verhältnis hatte und dieser sich öfters in der Wohnung aufhielt, also bestellte man beide ein. Als Alibi gab Montse an, dass sie beide den Abend gemeinsam verbracht haben und sich spontan dazu entschlossen ein Fußballspiel des heimischen Clubs CE Sabadell im Stadion anzuschauen, da die Kosten zu dem Zeitpunkt vergünstigt angeboten wurden.

    Santiago widersprach dem was seine Freundin erzählte und erst nachdem sie ihn darauf aufmerksam machte sagte, das sei Richtig, er habe das vergessen. Damit rückten beide in den Fokus der Ermittler. Da zu der Zeit die Polizei nur vage Indizien hatte beließ man sie auf freien Fuß. Ein paar Tage später tauchte Santiago in der Polizeistation auf und ergänzte beider Alibi. Er beschrieb nicht nur wie sie beide im Stadion waren, sondern schmückte das Alibi detailreich aus.

    Die anderen Mitglieder wirdersprachen sich in ihren Alibis so dass der Staatsanwalt eine Konfrontation anordnete – was immer das für einen Sinn haben sollte, es führte die Ermittlungen keinen Schritt weiter, weil sich die Mitglieder immer noch widersprachen.

    Die Ermittler erfuhren, dass Helena am 17. September anonym eine Nachricht, zusammen mit einer Flasche Horchata – Helenas Lieblingsgetränk – und Kekse erhalten hatte. Die Freundinnen und ihre Schwester sagten aus, dass Helena das merkwürdig fand, stand doch in der Nachricht man hätte spontan beschlossen sie zu besuchen, hätte sie aber nicht angetroffen, obwohl Helena den ganzen Tag zu Haus war. Weitere Hinweise ließen sich nicht finden und Helena rätselte wer ihr das geschickt haben könnte.

    Am 3. Oktober erhielt sie die zweite Nachricht, diesmal wurde als Verfasser die Naturexkusion angegeben. Neben der Nachricht erhielt der Beutel eine Flasche Pfirsichsaft den Helena am nächsten Tag mit auf die Arbeit nahm. Als sie davon trank fühlte sie, wie es auf einmal schlecht ging. Sie hatte Schwindelgefühle, fühlte sich vollkommen ausgelaugt und desorientiert. Trotzdem hatte sie genügend Kraft, und bat ihre Chefin zu Apotheke gehen zu dürfen. Dort angekommen gab sie ein Gutachten pber den Inhalt der Flasche in Auftrag. Am 5. November erhielt sie das Ergebnis, es stellte sich heraus, dass Benzodiazepin in geringer Menge vorhanden war, allerdings so, dass sie Symptome wie Desorietierung aufwies. In der Nachricht vom Wanderverein stand auch „wir werden noch großen Spaß haben,“ das klang nicht freundlich, sondern eher wie eine Drohung.

    Als die Polizei die Nachrichten fand ließen sie ein Schriftgutachten anfertigen, das eher Küchenpsychologie entsprach als einem forensischen Beweis, denn nicht nur nahm man die Aufnahmeanträge der Mitglieder zur Begutachtung, sondern ließ auch noch hinreissen der Verfasserin eine Störung zu attestieren. Ein zweites Gutachten wurde abgelehnt obwohl man hätte wissen müssen, dass ein Anwalt das Gutachten in der Luft zerreissen würde. Da man Montse und Ana als Verfasser des Schreibens identifizierte nahm man Montse fest.

    Unfähiger Ermittlungsrichter

    Wäre der Ermittlungsrichter, Manuel Horacio García, ein heller Kopf, wäre der Mord längst aufgeklärt und der oder die Täter ermittelt. Zum Leidwesen der Familie Jubany ist er leider nicht die hellste Kerze im Leuchter. Das in Auftrag gegebene Gutachten ging aus wie das Hornberger Schießen und anstatt die Polizei unbehelligt zu lassen, mischte er sich massiv in die Ermittlungen ein. Santiago Laiglesia wurde von ihm frühzeitig als Tatverdächtiger ausgeschlossen und es wurde von Seiten der Polizei gemutmaßt, dass der Ermittlungsrichter ihn nicht behelligte weil dieser als Anwalt arbeitete und Garciá wohl dachte, dass ein Anwalt wohl kaum ein Mörder sein könnte.

    Er hat sich sehr schnell auf Montserrat als die Mörderin eingeschossen und als diese wiederholt ihre Unschuld erklärte behielt er sie in Haft ohne überhaupt anderen Spuren nachzugehen. Er dachte, wenn genug Druck ausgeübt wird, dann wird sie schon einknicken und ein Geständnis ablegen so wie ihre Mittäter preisgeben.

    Zwischen der erneuten Verhatung Montessrats und der Durchsuchung ihrer Wohnung vergingen mehrere Stunden und als die Beamten eintrafen stießen sie auf Santiago und seine Mutter. Die wohnung war unbewacht denn die Polizisten standen auf der Straße und sahen anscheinend nicht wie die beiden fröhlich, fromm und frei das Haus betraten. Und – Überraschung – in der Nachttischschublade entdeckten sie nicht zwei angebrochene Packungen Noctamid, sondern auch Streichhölzer. Genau diese Streichhölzer wurden auf dem Dach verwendet, um die Kleidung in Brand zu setzen.

    Die fehlende Menge einer Schachtel entsprach genau der Menge die in Helenas Blut gefunden wurden. Bezüglich des Noctamids erklärte Montserrat, dass sie durch ihren Buckel an Schlafstörungen leide und Santis Mutter hätte ihr diese empfohlen. Auch erzählte Montses Schwester, dass Montse und Santi Anfang 2000 eine Krise hatten, die dazu führte das Montse sich von Santi getrennt hat. Ihrer Schwester gegenüber sprach Montse davon, dass Santi ständig Sex wollte.

    Montse willigte ein eine Psychologin aufzususchen, um der Beziehung noch eine Chance zu geben, schließlich war es Montses erste richtige Beziehung, und …Überraschung, die Psychologin war auch die Psychologin von Santiago.

    All dies spielte in den Ermittlungen keine Rolle. In einem Kriminalroman sagte die Hauptfigur, „die kleinen Dinge sind die, die am wichtigsten sein können.“ Es war Montses Schwester die die Apotheke ausfindig gemacht hat, von der das Noctamin stammte. Die Apotheke lag in der Nähe von Montses Wohnung und die Angestellten hatte sie noch nie gesehen, dafür kam Santiago regelmäßig und kaufte das Medikament. Auf die Frage, ob die Angestellten das auch gegenber der Polizei ausgesagt hatten, antworteten diese, man habe sie nie befragt und sei auch nicht in der Apotheke gewesen. Es kam also niemand darauf zu fragen, wo die Medikamente herstammten, denn man befragte auch Montserrat nicht dazu woher sie das Noctamin hatte.

    Die Schriftgutachten sind es wert erwähnt zuwerden, denn im ersten Schiftgutachten, das nicht forensisch war, wurden die Anmeldekarten mit den anonymen Schreiben verglichen. Da waren Montserrat – was zu Verhaftung führte – und Ana Echaguibel als Verfasserinen identifiziert. Ana war nur kurz in Haft und wurde freigelassen. Nach dem zweiten Schriftgutachten kam Montserrat nicht als Verfasserin in Frage – sie wurde gar nicht erwähnt – dafür hatte man Ana identifiziert und sie wurde im Februar 2002 wieder in Haft genommen.

    Der tragische Selbstmord

    Ana wurde wieder aus der Haft entlassen, Montse dagegen wieter in Haft behalten. Ihr Zustand war mittlerweile so schlecht, dass sie sich im März 2002 das Leben nahm. Anscheinend, so macht es zumindest den Eindruck, war der Fall mit der Selbsttötung abgeschlossen. Man machte sich nicht einmal die Mühe zu klären, warum Santiago ständig im Gefängsnis anwesend war und alles versuchte, damit Montserrat nicht ungestört mit ihrer Familie und ihren Freunden reden konnte. Ständig fuhr er dazwischen, wollte die Fragen vorab haben, zog den Focus von Montserrat auf sich und vermplemperte so die kostbare Besuchszeit.

    Und das obwohl sie einen Anwalt hatte. Ich gehe davon aus, dass er verhindern wollte, dass Montserrat etwas sagen könnte, was ihn belastet hätte. Und er wußte das sie ihm hörig war, wie ihre Schwester sagte idealisierte sie ihn bis zuletzt und stellte sich stur als ihre Schwester wütend wurde und sie fragte wie blöd sie sei nicht zu erkennen, dass Santiago nur ein Spiel mit ihr spielen würde.

    Die Tat

    Was nun folgt sind meine Hypothesen und Spekulationen. In einem zweiten Post werde ich ein Update über den Fall schreiben denn der Fall Helena Jubany ist längst noch nicht aufgeklärt aber wenigstens geht die Polizei weiteren Spuren nach, dank der neuen Ermittlungsrichterin.

    1.) Man weiß, dass Helena am 30. November 2001 noch gelebt haben muß. Um die Mittagszeit hatte sie einen Freund angerufen. Danach muß sie Besuch erhalten haben, denn nach dem Anruf verliert sich der Faden.

    2.) Ich gehe davon aus, dass ein paar der Mitglieder des Vereins sie aufgesucht haben. Bestimmt wollte Helena auch über die Sache mit dem Pfirsichsaft sprechen, also ließ sie sie hinein. Da in der Wohnung eine Flasche Wein und mehrere Gläser gefunden wurden, die allerdings ausschließlich Helenas Fingerabdrücke aufwiesen, nehme ich an dass man zusammen etwas getrunken und bei der besten Gelegenheit ihr Noctamin in den Wein gemischt hat und zwar soviel, dass sie sehr schnell bewußtlos wurde. Unruhe brach aus und man überlegte, wie man am besten aus der Sache rauskam. Also wurden die Gläser gespült und in Hand von Helena gedrückt, so dass ausschließlich ihre Abdrücke auf den Gläsern waren.

    3.) Santiago verabschiedete sich, da er mit Montserrat verabredet war. Ob Xavi, der in Helena verliebt war, in der Wohnung zurückblieb, weiß ich nicht. Yago García Zamora stellt in seinem Buch
    ¿Quién mató a Helena Jubany?“ – Wer ermordete Helena Jubany? – die These auf, dass einer oder zwei Helena vergewaltigt hätten. Da man keine Spuren fand, vermutete er, dass man Kondome benutzt hätte. Ich würde das weder bejahen noch verneinen denn es ist bekannt, das Xavi irgendwann sehr aufdringlich wurde und Helena Angst vor ihm hatte. Was für die These spricht, dass Xavi einer der Täter war? Er kannte ihre Vorlieben und hatte sie ein paar mal nach Hause begleitet, wußte also wo sie wohnte, schließlich war er ein paar mal mit ihr aus.

    4.) Auftritt Santiago – Gegen Abend hat Santiago mit Montse zu Abend gegessen, dann Sandwiches mitgenommen und sind zum schlafen in Santiagos Wohnung gegangen. Am nächsten Morgen haben sie sich spontan dzu entschlossen sich der Naturexkursion anzuschließen und an der Wanderung teilzunehmen. Im Laufe der Wanderung fühlte sich Montse nicht gut und irgendwann wollte sie nach Hause. Also fuhr Santiago sie heim und hier fand der zweite Teil meiner Theorie statt, nämlich dass es Santiago war, der ihr Noctamin gab. Vielleicht hatte er ihr am Vorabend schon gegeben, denn Nachbarn sagten aus, dass zwei Tage vor der Tat Montse getragen werden mußte. Das heißt am 29. November denn am 30. meldete sie sich in ihrer Schule krank, obwohl sie das bei der Befragung erst nicht wußte und es ihr später wieder einfiel.

    5.) Samstag den ersten Dezember wird Montse tief und fest geschlafen haben, weshalb sie auch am nächsten Morgen das Klopfen der Polizei nicht hörte. Santiago und Xavi verabreden sich in Helenas Wohnung. Dort angekommen stellen beide fest, dass Helena im Koma liegt. Sie tragen sie nach unten und legen sie in ihr Auto, dann fahren sie zu Montses Haus. Dort angekommen tragen sie Helena auf das Dach und einer der Beiden parkt Helenas Auto in der Nähe wo es die Polizei schließlich findet.

    6.) Zusammen entkleiden sie die bewußtlose Helena bis auf ihren Slip und versuchen diesen in Brand zu stecken. Im Bericht heißt es man habe sie mit Parfüm besprüht, also gehe ich davon aus, dass das als Brandbeschleuniger dienen sollte. Der Slip verbrannte aber nicht vollständig. Sie hieven Helena über die Brüstung und lassen sie nach untern fallen. Da war etwa um vier Uhr am Sonntagmorgen, denn ein Nachbar der das Fenster geöffnet hatte wunderte sich über das dumpfe Geräusch. Die beiden versuchen dann die Kleidung in Brand zu stecken, was trotz zwei Versuchen nicht funktioniert und verlassen den Tatort.

    7.) Ich gehe davon aus, dass beide die Tat schon lange geplant haben und ihnen die Gelegenheit praktisch auf dem Silbertablett serviert wurde. Da ist zum einen die Beziehung Montses zu Santiago. Sie hat ihn ständig idealisiert und war das perfekte Opfer – Sündenbock. Dann haben sie mit Sichereit mitbekommen dass Ana nicht nur an einer Freundschaft mit Helena interessiert war, sondern sich mehr erhofft hat. Vor allem wurde laut Helena, Anna irgendwann ziemlich nervig. Also perfekt für anonyme Botschaften. Und es half Xavi von seinem Motiv abzulenken. Eine lesbische Frau die sich zurückgesetzt fühlt ist ein gefundenes Fressen für die Presse und weitaus interessanter als ein Mann der sich zurückgesetzt fühlt.

    Zum Schluß

    Natürlich ist das Speklation was ich geschrieben habe bin aber übereugt, dass es sich so oder so ähnlich zugetragen haben muss. Es gibt in dieser ganzen Geschichte zwei Opfer, einmal Helena Jubany und dann Montserrat Careta der die Liebe zu einem Mann zum Verhängnis wurde. Santiago ist in meinen Augen ein Doppelmörder, auch wenn der Selbstmord Montses wohl kaum bestraft wird. Und dann Xavi Jiménez der es nicht ertragen konnte zurückgewiesen zu werden. Vielleicht fühlte sich Santiago sexuell zu Helena hingezogen, man weiß es nicht.

    In Gedenken an Helena Jubany und Montserrat Careta, mögen die Mörder ihre gerechte Strafe bekommen. Kraft den Familien der beiden Opfer und Kraft, dass ihnen Gerechtigkeit widerfährt. Natürlcih der Serie Crim ohne die ich wohl kaum auf dieses Behördenversagen aufmerksam geworden wäre und Yago García Zamora, ich hoffe das Buch erscheint irgendwann in Englisch oder Deutsch denn die Geschichte ist es wert gelesen zu werden.

  • Es hat gedauert aber nun meldet er sich um so energischer zu Wort, Kaya Yanar. Nach Kritik in der Jüdischen Allgemeinen giftet er zurück und vergisst, die Jüdische war nicht das einzige Blatt das seinen Auftritt auf Youtube kritisiert hat aber anscheinend für ihn ein Problem.

    ich bin enttäuscht von Ihnen. Sie gehen rassistischen Klischees auf den Leim und benutzen Framing, um die Botschaft meines Videos zu diskreditieren.

    Schreibt er gleich zum Anfang und begreift nicht, dass Frau Dreyfuss nicht darum ging ihn als Antisemiten zu bezeichnen, sondern darum, dass er mit Klischees arbeitet. stattdessen unterstellt er Frau Dreyfuss rassistisch zu sein, ohne zu benennen, was an dem Artikel seiner Meinung nach rassistisch war. Und genau das ist nicht nur sein Problem, man sollte sich überlegen was man sagt und wie man rüberkommt, das hat er nicht gemacht und betreibt stattdessen Kritik ad Hominem und unter der Gürtellinie. Im übrigen hat er sich mit dem Video schon selbst diskreditiert.

    Sie sprechen davon, dass mein Video ein „Plädoyer für die palästinensische Bevölkerung“ sei. Das Plädoyer macht allerdings nur den kleinsten Teil aus. Es enthält eine Fürsprache, ja, meine Meinung, dass das militärische Vorgehen Israels vielen unschuldigen Zivilisten, vor allem Kindern, das Leben kostet. Über den Rest meines Videos sagen Sie: Ich würde „vermeintliche Desinformation“ aufdecken und auf „potentielle Fake-News“ hinweisen. Die beiden Adjektive können Sie sorglos streichen. Es sind Desinformationen und Fake-News. Das belege ich. Das ist kein Plädoyer, sondern eine Entlarvung.

    Nun verwechselt er Ursache und Wirkung, denn der Angriff Israels erfolgte ja nicht aus dem Nichts, sondern hatte eine Vorgeschichte, nämlich den siebten Oktober. Und ganz ehrlich, wer erzählt, dass das Al-Ahli Krankenhaus von den Israelis angegriffen wurde, obwohl schon im November letzten Jahres bekannt war, dass es weder die von der Hamas gemeldeten Bombenopfer gab, noch das Israel die Verantwortung trägt sondern der islamische Jihad, der muß sich Kritik gefallen lassen. Dazu kommt sich über den US-Präsidenten lustig zu machen, was ehrlich gesagt in dem Zusammenhang nicht lustig war.

    Der Journalist Tobis Huch hat sein Video analysiert und hingewiesen wo er danebenlag. Hätte er sich damit beschäftigt dann wäre sein Tweet wohl kaum entstanden, aber egal.

    Niemand hat etwas dagegen wenn sich solidarisch mit der Bevölkerung zeigt oder Fürsprache hält, es allerdings die Art wie er das macht und hier trifft der Spruch „der Ton macht die Musik“ 100% zu. Die Ereignisse semilustig als Kunstfigur zu präsentieren, ist keine Art und Weise, aber egal. Zumal seine „Beweise“ eines sind, nämlich längst widerlegt aber ich nehme an es ging ihm darum nicht, denn wäre wirklich besorgt dann hätte er Videos über Syrien, dem Yemen oder Syrien gemacht aber offensichtlich war es ihm ein tiefes Bedürfnis ein Video über den Krieg zu machen, klar ist ja auch Israel involviert.

    Frau Dreyfus, Sie haben einen bemerkenswerten Ton: „Das dürfen Sie“, „Alles legitim”, „Wir wollen Sie nicht canceln“, “Sie haben ein Tabu gebrochen”. Für welche Instanz halten Sie sich eigentlich? Entscheiden Sie über die Grenzen des Sagbaren? Vor allem dann, wenn es Ihnen nicht gefällt? Sie werfen mir vor, „antisemitischen Klischees auf den Leim” zu gehen. Ein cleverer Zug. Sie bringen das vernichtende A-Wort ins Spiel, ohne mich als solchen zu bezeichnen. Sie unterstellen meiner “Fangemeinde”, dass sie antisemitische Klischees “mit Handkuss” aufnehmen würde. Woher kennen Sie meine Fangemeinde? Woran machen Sie fest, dass diese Gemeinde eine Disposition dafür haben soll? Sind das hier etwa rassistische Klischees?  

    Jeder Trottel sieht, wenn man die Kommentare verfolgt, wer ihm da zujubelt. Propalästinenser aus dem linken und rechten Spektrum, Türken, Libanesen, Syrer und natürlich darf der Hinweis auf „Kindermörder Israel,“ „Terrorsstaat“ und „Apartheid“ sowie „Genozid“ nicht fehlen. Und er wird bejubelt weil er einen angeblichen Tabubruch begangen hat, diese Leute glauben nämlich wenn sie Israel kritisieren würde der Mossad sie liquidieren. Also ist es von Frau Dreyfus nicht so weit hergeholt außer man ist ein staatlich anerkannter Idiot.

    Interessanterweise verweigern Sie bis heute, trotz mehrmaliger Nachfragen offenzulegen, um welche Klischees es sich handeln soll, denen ich angeblich auf den Leim gehe. Ich verstehe schon die Idee, Frau Dreyfus. Sie furzen eine Antisemitismus-Wolke in den Raum, die jeder riechen soll, wenn er meine Worte hört. Auch wenn Sie jetzt gerne die Tatsachen verdrehen wollen: Sie haben gefurzt, nicht ich. Gerade Ihnen als Redakteurin der “Jüdischen Allgemeine” sollte bewusst sein, was diese Wolke bewirken kann. Sie benebelt den Blick auf den echten Antisemitismus. Ihre Kollegen nehmen Ihre Fehlurteile über mich auch noch mit Handkuss an. Viele große deutsche Medien nahmen Bezug auf Ihre A-Wolke. Danke, Frau Dreyfus. 

    Nun wenn man das noch nicht mal begreift dann sollte man sich nie in der Öfentlichkeit äußern denn Frau Dreyfus hat ihm weder Antisemitismus unterstellt noch hat sie irgendeine Wolke abgelassen, wenn man das glaubt dann sollte man dringend einen Arzt aufsuchen. Und nein, sie benebelt nicht den Blick für „echten“ Antisemitismus – was immer das sein soll. Ein Blick in die Statistiken reicht vollkommen aus und das nicht nur in Deutschland. Falls er nicht blind ist hätte er den Anstieg seit dem siebten Oktober sehen können, aber das interessiert ihn nicht denn sonst hätte er sich das gespart.

    Alles ganz normale Leute und Meinungen, hat überhaupt nichts mit Hass zu tun

    Sie fragen mich, ob ich wüsste, was ich damit “anrichte” und ob ich “auch nur eine Sekunde an die jüdische Bevölkerung gedacht” hätte? Wissen Sie, was Sie anrichten? Sie werfen die israelische Regierung mit der jüdischen Bevölkerung in einen Topf. Ihnen wird nicht entgangen sein, wie viele Israelis und Menschen jüdischen Glaubens in diesen Tagen die israelische Regierung kritisieren. Landet das alles auch auf „antisemitischem Nährboden”, wie Sie es mir in Ihrem Text vorwerfen? 

    Nun war die Jüdische Allgemeine nicht die einzige Zeitung die ihn scharf kritisiert hat, also scheint er offensichtlich nur dann ein Problem mit Kriti zu besitzen wenn diese von einer jüdischen Person geäußert wird. Vor allem zeigt er, dass er weder von Israel noch vom Judentum etwas versteht. Nicht Frau Dreyfus wirft Israel und Judentum in einen Topf, dass macht ganz allein er. Ja, es gehen Israelis auf die Straße und protestieren nicht nur gegen den Krieg sondern auch dafür, dass die Regierung endlich die Geiseln zurückholen soll. Israel besteht auch nicht ausschließlich aus Juden, aber das würde bedeuten sich mit dem Land zu beschäftigen. Und die Juden, die in Deutschland für Gaza und gegen Israel auf die Straße gehen machen das aus einem einzigen Kalkül – nämlich weil sie glauben wenn sie den Judenhassern einen Stempel auf den Arsch geben, der besagt Koscher, dann wäre das alles kein Problem.

    Und es dürfte ihm nicht entgangen sein, dass jüdische Einrichtungen in Deutschland Ziel von Angriffen sind oder Juden in Deutschland nicht nur beschimpft sondern auch zusammengeschlagen werden. Heißt das für Herrn Yanar, dass es in Ordnung ist Menschen zusammenzuschlagen die hinter Israel stehen?

    Sie werfen mir dann auch noch fälschlicherweise vor, dass ich zum 7. Oktober geschwiegen hätte. “Ohrenbetäubend still” sei ich gewesen. Wieso sprachen Sie nicht mit mir? Ich habe mich sehr wohl gegen die Hamas positioniert. Fehler können passieren, aber sie einzugestehen zeugt von Größe. Ohrenbetäubend still waren Sie, als der Redaktion Screenshots und Texte eingereicht wurden, die meine Verurteilung der Hamas belegten. Das war Ihnen nur eine Anmerkung wert. Und dann auch noch so “allgemein” wie Ihre Zeitung: Das Management von Kaya Yanar teile mit, er habe sich “zum Thema geäußert”. Wie gesagt, Fehler eingestehen kann nicht jeder.

    Natürlich ist Instagram das Medium schlechthin, quasi die Mutter des Social Media und Postings werden nach 24 Stunden gelöscht. Weder aus Twitter geschweige denn auf Facebook oder YouTube hat er dazu Stellung genommen, regt sich aber auf wenn ihn jemand kritisiert zu schweigen. Wenn laso Fehler passieren können warum dann nicht selbst das zu gestehen, dass es eine dumme Idee war die nur auf Instagram zu posten. Soll sich die Jüdische Allgemeine jetzt dafür entschuldigen, dass er zu blöd ist, Instagram zu verstehen?

    In seinem Video sprach er davon, dass „Nie wieder ist jetzt“ für Gaza stehen muß, also im Grunde genommen der Holocaust und Antisemitismus – darauf bezieht sich der Slogan – eigentlich nicht schlimm gewesen sind. Gaza ist natürlich weitaus schlimmer und natürlich ist Hamas außer seinem „Hamas auch Scheiße“ eigentlich nicht für die Situation verantwortlich ist, im Gegensatz zu Israel. Hamas bietet seinen Bürgern keine Möglichkeit sich zu schützen, im Gegenteil erklärt die Hamas Führung dafür nicht zuständig zu sein, da es sich „nur“ um Flüchtlinge handelt und die sind das Problem der UN.

    Übrigens: Erst jetzt, unter dem Schutz der IDF beginnen die Leute gegen die Hamas zu protestieren und sagen ganz offen – was sie vorher nicht konnten – wer für die Situation verantwortlich ist. Hams schießt auf sie, teilweise gezielt mit Scharfschützen, Hamas klaut Hilfslieferungen, Benzin und Medizin. UNRWA leitet das Abwasser absichtlich durch die Zeltlager der Flüchtlinge aber darüber verliert er kein Wort.

    Ein Dummschwätzer und Pseudointelligenter vor dem Herren. Danke, aber ich schäme mich den mal Humorvoll gefunden zu haben, habe ich mich wohl getäuscht.

  • Einen Tag nach dem Massaker der Hamas und Zivilisten aus dem Gaza waren sie wieder auf den Straßen. Diejenigen nach denen man die Uhr stellen kann sobald irgendwas im Nahen Osten passiert, genauer gesagt, wenn Israel die Nase voll hat. Eine Melange aus Rechten, Linken, Islamisten und Friedensbewegten die sich unter dem Banner der palästinensischen Fahne auf den Straßen versammeln.

    ganz normale antisemitische Proteste, mit letzter Tinte sozusagen

    Frau Thunberg freut sich, nicht weil sie davon überzeugt ist, dass Israel das abgrundtief Böse ist, sondern weil man die Schilder, die hochgehalten werden, recyclen kann – die Parolen sind eh stehts die Gleichen. In ihrem Furor sind sie sich einig dass Israel von der Weltgemeinschaft ausgeschlossen und die Politiker hart bestraft werden müssen. Für sie ist nicht die Hamas der Übeltäter sondern Israel. Nicht die Hamas trägt die Schuld, sondern Israel weil es die Dreistigkeit besitzt und sich wehrt – wo gibt es denn sowas.

    In Ihrem Werk „Das Wörterbuch des Gutmenschen“ beschreiben Klaus Bittermann und Gerhard Henschel 1994 das Verhältnis der Deutschen zu den Juden – in diesem Fall zu Israel – mit folgenden Worten; Gerade wir als Deutsche – Ein widerlicher und schleimiger Euphemismus für nationale Gesinnung, für nationalhymnische Gefühle, für kollektiven Wahn, eine Redewendung also , die extra erfunden worden zu scheint für Leute wie Martin Walser und solche, die gerne so sein würden.“ Gerade wir als Deutsche impliziert, dass man als Deutscher und besonders wenn man Links ist, Israel in die Parade fahren muß weil man davon überzeugt ist Israel mache mit den Palästinenser das, was man in Deutschland mit den Juden machte.

    Verpackt wird das ganze als „Israelkritik“ und die wird ja wohl erlaubt sein, gerade wenn man ein traumatisch/kollektives Schicksal erlebt hat. Und mit dem Satz „Nie Wieder ist jetzt“ kann nur der „Vernichtungskrieg“ der israelischen Armee gemeint sein. Nun wäre Gaza schon längst ausgelöscht und zwei Millionen Tote in Gaza wären das Ergebnis wenn die israelische Armee wirklich vorgehabt hätte Gaza auszurotten, aber der Israelkritiker weiß natürlich wie man die Worte israelischer Politiker deuten muss, hat ja schließlich auch das Gericht in Den Haag.

    Mit Völkermord kennt man sich halt aus, da kann man diesen Leuten nichts erzählen, und wenn jemand es wagt Einspruch zu erheben, trifft ihn die Genozid Keule – „Ihr Deutschen habt nicht nur die Völker in Namibia ausgerottet, sondern auch die Juden“ – was das mit Gaza zu tun haben soll erklären sie nicht, aber es gibt ihnen das Gefühl auf der richtigen Seite zu stehen, während die deutsche Regierung auf der falschen Seite steht. In Kadavergehorsam treu sozusagen. Besonders Grotesk wird es wenn sich Jürgen Todenhöfer zu Wort meldet und von einem Genozid an den Palästinensern spricht, aber selber den Völkermord an den Armeniern leugnet – Zur Freude der türkischen Regierung.

    Da ist es kein Wunder das Leute die Hamas allen Ernstes mit der CDU gleichsetzen mit dem Hinweis, beide wäre ja konservativ. Natürlich, und die CDU trägt auch grüne Stirnbänder, Sturmhauben und Sturmgewehre.

    Die Aufklärung hat nichts gebracht und die Aufarbeitung der NS-Herrschaft auch nicht. Es bewahrheitet sich was mein Vater mal sagte, nämlich, „von Zeit zu Zeit neigt die Menschheit zu totaler geistiger Verblödung.“ Wie kann es sein, dass Linke eine klerikale nationalsozialistische Terrororganisation unterstützen mit dem Hinweis, man solidarisiere sich mit den Unterdrückten, dabei sind viele Unterdrückte im Kleingedruckten ausgeschlossen – man nimmt sie Schulterzuckend zur Kenntnis, mehr nicht. Große Teile der Linken haben sich vom Antisemitismus und Antizionismus der Bolschewiki nie emanzipert.

    Wie die Evrejskaja Nedelja (Hebräische Woche) in einem Leitartikel schrieb, „Genosse Lenin und seine bolschewikischen Freunde rufen das Proletariat auf, ›vom Wort zur Tat‹ überzugehen, aber wo eine slawische Menge sich versammelt, bedeutet ›vom Wort zur Tat übergehen‹ in Wahrheit ›auf die Juden eindreschen‹“ Obwohl die russischen Juden eine große Rolle während der Revolution spielten, waren sie vor Pogromen nicht sicher.

    Die meisten russischen Juden gehörten dem Proletariat an und trotzdem glaubte man, dass sie dass sie unabhängig von ihrem Status Kapitalisten seien die man bekämpfen müsse. Da man aber nicht auf die jüdische Kraft verzichten wollte machten die Soviets manche Klimmzüge um den Antisemitismus zu ächten – sie ließen sich aber immer ein Antisemitisches Hintertürchen offen. Der 2012 verstorbene Historiker Arno Lustiger beschrieb in seinem Rotbuch die widersprüchliche Politik gegenüber den Juden. Nach Lenins Tod übernahm der überzeugte Antismit Stalin das Ruder und kaschierte so gut es ging seine Einstellung gegenüber den Juden.

    Man stimmte der UN-Resolution 181 zu in der Hoffnung dass zukünftiger Staat Israel der sovietischen Gemeinschaft beitreten könnte, schließlich waren die führenden Politiker Israels Mitglieder der Mapai, der „Workers‘ Party of the Land of Israel.“ Die UdSSR sah die Entwicklung mit Wohlwollen und als der Krieg 1948 begann veranlasste Stalin Waffenlieferungen über die ČSSR. Die Operation Balak war ein großer Erfolg, und ermöglichte der Hagana die Angreifer zu besiegen.

    Schnell änderte sich aber Verhältnis des Ostblocks zu Israel, nämlich als sich der Staat entschloss auf den Westen zu setzen. Stalin war nicht nur außer sich sondern ließ seinem Antisemitismus freien Lauf. Juden waren plötzlich fremde Spione und Agenten der Konterevolution. Da Juden seit 1932 einen Stempel im Pass hatten der sie als Juden identifizierte war es leicht viele zu verhaften, in Schauprozessen abzuurteilen oder ohne Gerichtsverfahren zu liquidieren, der Schauspieler Solomon Micho’els wurde auf Befehl Stalins 1948 liquidiert. Dabei war er, neben Ilja Ehrenburg Mitglied des JAFK, des Jüdischen Antifaschistischen Komitees.

    1952 waren auch die Juden in den Satellitenstaaten dran. In der ČSSR begann im November 1952 der sogenannte Slánský-Prozess. Angeklagt waren neben Rudolf Slánský, Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, weitere Mitglieder Politbüros. Slánský wurde vorgeworfen „Leiter eines staatsfeindlichen Verschwörungszentrums“ zu sein. Die meisten Todesurteile die gesprochen wurden richteten sich gegen jüdische Mitglieder, sie waren auch diejenigen die hingerichtet wurden – die Mehrheit der Angeklagten und hingerichteten in diesem Prozess waren Juden -. Erst zwischen 1960 und 1963 wurden alle Angeklagten nach und nach in nicht öffentlichen Verfahren rehabilitiert. Erst 1968 wurde die Öffentlichkeit in der Tschechoslowakei detailliert über den Verlauf des Prozesses informiert.

    Auch die Juden in der DDR spürten die Wut Stalins auf Israel und damit gegen die Juden. Auch hier wurden in Schauprozessen Juden zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Antizionismus entstand und hält sich bis Heute hartnäckig. Da Sozialisten und Kommunisten Antifaschisten und Antirassisten sind können sie keine Antisemiten sein. Jeremy Corbyn sprach Labour mit den Worten „Labour ist antirassistisch, wir brauchen die IHRA-Definition nicht zu unterschreiben, denn es gibt bei uns keinen Antisemitismus.“

    „Der Antisemitismus ist der Sozialismus der dummen Kerls,“ soll August Bebel gesagt haben auf die Situation von Heute trifft eher zu, was Dietrich Bonffoeffer in „Widerstand und Ergebung“ schrieb

    Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit.
    Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich
    bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das
    Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem
    es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen
    die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit
    Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen
    nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen,
    brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen
    wird der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich
    sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite
    geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum
    Bösen restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich,
    indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist
    dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber
    dem Bösen. …
    Bei genauerem Zusehen zeigt sich, daß jede starke äußere
    Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art einen
    großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. …

    Bonhoeffer war zwar der Meinung, dass Dummheit nicht angeboren ist aber ich widerspreche ihm mittlerweile, denn wenn LGBT+ sich für Palästina einsetzt und glauben, sie würden sich für irgendwelche Transrechte in Gaza City oder Khan Yunes einsetzen, dann kann man sich nur verwundert an den Kopf fassen. Es werden soviel Blödheiten abgelassen dagegen ist die Figur von Walter Moers, Hein Blöd, geradezu der Inbegriff eines Genies. Fakten werden entweder selektiv oder gar nicht wahrgenommen, die Geschichte des Nahen Ostens wird so verfälscht das Goebbels seine Freude hätte und Edward Bernays vor Freude an den Sargdeckel springt.

    Und es bewahrheitet sich was Gustave Le Bon vor 129 Jahren schrieb, „In der Gemeinschaftsseele verwischen sich die Verstandesfähigkeiten und damit auch die Persönlichkeit der Einzelnen. Das Ungleichartige versinkt im Gleichartigen, und die unbewussten Eigenschaften überwiegen.“ Und sie springen auf den Zug der Lemminge, der Verstand ist ausgeschaltet, Medienkompetenz nicht vorhanden. Da der Antismitismus wie ein Virus ist der das Gehirn befällt, ist man bereit zu glauben was einem andere erzählen.

    Man wähnt sich auf der Seite der Guten, man hat nichts gegen Juden bricht aber auch nicht in Tränen aus, wenn Gruppen skandieren „Apartheidsstaat, Kindermörder, Massenmörder oder Genozid“. Man kann das, man ist auf der Seite der Guten die außer dem Nahen Osten nichts kennen. Was ist schon der Sudan oder die Rechte der Bevölkerung im Iran. Da die Opposition im Iran sowieso böse ist, schwadronieren staatlich anerkannte Vollidioten wie Jürgen Elsässer von den Darkrooms in denen die Demonstranten mal so richtig rangenommen werden.

    Empathie mit Juden gibt es nicht und wenn, dann nur mit den Toten. Molotov auf eine Synagoge heißt Kritik und man hat doch nichts gegen Juden wenn diese das gleiche sagen, was der gemeine Friedensaktivist hören will. Leute wie Ilan Pappe werden inflationär, nicht nur zitiert, sondern als die wahren Juden präsentiert. Das weiß er und das wissen die anderen, die in Israel nicht mal mehr eine öffentliche Toilette benutzen dürfen. Sie sind auch keine „aufrechten moralischen Juden,“ was immer das bedeuten mag, sondern um es mit Theodor Lessing zu sagen, Selbsthassende Juden. Und deswegen schlagen Pappe et al zurück, diffamieren ihre Kritiker als Rassisten und Antisemiten und merken nicht, wie sie sich nach und nach zu einem Otto Weininger und Arthur Trebitsch entwickeln. Personen die ihr Judentum so sehr hassten, dass es für sie nicht genug war zu konvertieren, sondern auch glühende Antisemiten zu werden.

    Nichts anderes machen israelische Antizionisten und wären damit eigentlich ein Fall für die Psychologie. Wie kommt ein Jude und Israeli dazu seine Landsleute dermaßen zu verunglimpfen und die Geschichte zu leugnen, so dass er sich an diejenigen anbiedern kann die ihn vernichten würden, hätten sie die Macht. Man sollte sich mit dem Bund Nationaldeutscher Juden beschäftigen, die haben es mit ihrem Deutschsein so stark übertrieben und glaubten, wenn Göring, Hitler und Goebbels sie wohlwollend erwähnen wären sie von den Judenverfolgungen ausgenommen, das Gegenteil war der Fall. Aber es ist für sie ein Geschäftsmodell, die Bücher verkaufen sich wie geschnitten Brot, die Haaretz hat ihre Stammleser mittlerweile In Deutschland und anderen Staaten. Wahrscheinlich ist sie unter „Israelkritikern“ auch das meistzitierte Blatt aus Israel.

    Die Mitte der Gesellschaft hingegen ist mit sich selbst und ihrem Kampf gegen den Rechtsextremismus beschäftigt da hat Solidarität mit den Opfern vom siebten Oktober keinen Platz, das überläßt man lieber den Antizionisten und diejenigen, die sich dagegen auflehnen die läßt man allein. Die Texte von Geisel, Broder oder Pohrt sind immer noch aktuell und man braucht nur die Jahreszahlen und einige Personen ändern und ist im jetzt angekommen.

    „Kein Wunder, dass Demonstrationsteilnehmer sich in der Tradition Sophie Scholls oder Georg Elsers verstanden. Zumindest war auf einigen Protestschildern zu lesen, man könne nun endlich herausfinden, »was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten«. Und auf Initiative des Potsdamer Oberbürgermeisters Mike Schubert (SPD) fand am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, im Hans-Otto-Theater in Potsdam eine szenische Lesung zu eben den Recherchen von Correctiv statt.“ Das schreibt Pascal Beck in der Jungleworld. Es passt auch was Michel Friedman in seinem neuen Buch schreibt nämlich, dass der Antisemitismus keine Erfindung der Deutschen war, sondern Auschwitz.

    Nun ist die AfD eine zutiefst Antidemokratische und Antihumanistische Partei, aber es ist der steigende Hass auf Juden und Israel der offensichtlich von der Mitte der Gesellschaft nicht nur verharmlost, sondern auch noch toleriert wird wenn Leute die Proteste gegen die AfD für ihre Zwecke nutzen, und mit Palästinafahnen, sowie Schildern mit den Aufschriften „Kindermörder Israel,“Israel begeht Genozid in Gaza“ oder „Völkermörder“ ungehindert mitmarschieren.

    Schlimm ist nicht der Anstieg des Antisemitismus in Deutschland und Europa. In Großbrtannien laufen wöchtenlich tausende durch die Stadt, allerdings ist da, wie auch in Frankreich oder den USA der Gegenprotest ungleich stärker. In Deutschland hingegen gibt es eine tapfere kleine Wagenburg die sich gegen diese Leute wehrt und werden sie angegriffen dann sind sie selber schuld, was mußten sie auch protestieren. Schlimm ist diese Gleichgültigkeit. Meine Großmutter sprach manchmal über die Zeit während der NS Herrschaft und bemängelte die grenzenlose Gleichgültigkeit. Da wurden die Nachbarn aus dem Haus geholt und man quitierte das mit einem Schulterzucken, andere machten Nägel mit Köpfen und bereicherten sich.

    Es ist die grenzenlose Dummheit und die Einstellung, die um sich greift, dass man eher um die Demokratie und nicht um die Menschen Angst hat. Während man in den achtzigern lieber rot als tot war, so ist man das zwar immer noch gegenüber der Ukraine und empfiehlt ihr die Wahl der Auslöschung. Wenn dem Daesh nahestehende Terrorgruppen ganze Landstriche terrorisieren und zum Jihad in Städten wie Paris aufrufen, dann hat das mit dem Islam nichts zu tun, denn die würden den Koran weder kennen noch richtig interpretieren. Das es dem Opfer egal ist wenn jemand mit „Allahu akbar“ ihm die Kartoffel vom Hals schneidet und nicht noch eine weltanschaulische Diskussion darüber beginnt ob der Angreifer das nun mit den Hadhiten oder dem Koran begründet, ist den westlichen Verteidigern des Islam offensichtlich sehr wichtig.

    Es kann dann von Glück reden wenn man es nicht als islamophob hinstellt. Der von Khomeini eingeführte Begriff für die Kritiker und Gegner der islamischen Republik erfreut sich aktuell großer Beliebtheit, kann man damit Diskussionen doch im Keim ersticken, Muslime sind Islamophob, Christen sind Islamophob, Juden und Israelis sowieso und Buddhisten nicht so nett wie man glaubt. Und Antisemitismus wird von all jenen gebraucht die Israelkritisch sind. Verteidigt man Israel, dann ist man Antisemit denn die Palästinenser sind ja auch Semiten. Dass der Begriff ausschließlich auf Juden zutrifft ficht sie nicht an und sie werden nicht müde Wikipedia zu zitieren, obwohl es um die semitischen Sprachen und nicht um eine Volkzugehörigkeit geht und der Begriff Antisemitismus im späten neunzehnten Jahrhundert von Wilhelm Marr eklusiv für die Juden erfunden wurde.

    Man darf halt in seiner Kritik an Israel kein Korinthenkacker sein. Momentum, eine Bewegung innerhalb des Labour stufte die jüdischen Mitglieder in Juden und Zionisten ein. Übte man Kritik an Israel war man Jude, stand man für das Existenzrecht war man Zionist und kein Juden denn, so die einfach Logik, Zionisten können keine Juden sein. Als Keir Starmer, der Nachfolger von Jeremy Corbyn, damit anfing die Partei von Antisemiten zu säubern, da schlug ihm massiver Widerstand entgegen. Die Antisemiten hatten es sich in der Partei kuschelig gemacht und jüdische Mitglieder versucht rauszudrängen, dabei waren die britischem Juden traditionell linksliberal und damit der Labour Party zugeneigt.

    Man muss es so sagen Juden sind 79 Jahre nach dem Holocaust weder in Europa noch in den USA sicher. Selbst die Universitäten schützen lieber ihre faulen Eier als dass sie sich vor ihre jüdischen Studenten stellen.

  • Antizionismus ist in den meisten Ländern der Erde mittlerweile Staatsräson und es vergeht kein Tag an dem nicht irgendeine Regierung Israel scharf verurteilt. Gerade seit dem siebten Oktober steigt die Zahl derer die nicht nur in Schnappatmung, sondern kollektive Hysterie die Straßen fluten, um Israel Kriegsverbrechen, Genozid, Massenmord und andere Gewalttaten vorzuwerfen. Fällt ein Sack Reis in Ramallah um dann wirft man das Israel vor und stellt sich solidarisch an die Seite der Palästinenser. Dabei geht es überhaupt nicht um die Menschen in der Westbank oder im Gaza, sondern es geht ausschließlich um Israel und sonst nichts.

    Etwa 70 Autokratien sind in den letzten Jahrzehnten entstanden und die Demokratie ist in vielen Teilen der Welt auf dem Rückzug. Der UN-Menschenrechtsrat mit Sitz in Genf wirkt wie eine Ansammlung von Superschurken aus dem Marvel Universum. Massenmörder, Serienvergewaltiger, staatlich anerkannte Trickbetrüger und Serienmörder sind zur Beobachtung der Menschenrechte gewählt worden. Das ist in etwa so, wie eine Resozialisierungsmaßnahme im Knast, mit dem Unterschied, dass die Mitglieder überhaupt nicht die Absicht haben die Menschenrechte zu verteidigen, aber sie haben einen ausgewählten Feind den sie regelmäßig verurteilen, und zwar den einzigen jüdischen Staat. Egal was Israel macht, es wird selbst dafür verurteilt. Und viele dieser Länder, die Israel in Dauerschleife verurteilen, nutzen nicht nur Technologie aus Israel, sondern nehmen Hilfe bei humanitären Katastrophen gerne an.

    Das zählt alles nicht denn die meisten Länder sind moralisch zu verkommen, als das sie auf das verzichten wollen und überhaupt, es wird ja wohl noch erlaubt sein Israel zu kritisieren. Und so zog beispielsweise Südafrika vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, und beschuldigt Israel einen Genozid zu verüben.

    Strafrechtsprofessorin Stefanie Bock erklärt: “Rechtlich betrachtet ist Völkermord die Tötung eines Mitglieds einer geschützten Gruppe in der Absicht, die Gruppe als solche auszurotten. Es gibt neben der Tötung auch noch weitere einschlägige Tathandlungen, beispielsweise die bestimmte Zufügung von Leid oder auch die Überführung von Kindern.“

    Nun kann davon eigentlich keine Rede sein denn Israel reagiert auf das Massaker verübt von der Hamas, de facto die Regierung des Gaza Strip. Das Massaker vom siebten Oktober stellt eine Kriegserklärung dar – auch wenn „Experten“ wie die bekennende Antisemitin Francesca Albanese behauptet, Israel habe kein Recht sich zu verteidigen. Das sind dann die Leute die Mördern wohlgesonnen sind und stets ihre schützende Hand über die Täter halten.

    Aber zurück zu Südafrika. In den späten siebziger Jahren wurde mein Interesse an Afrika geweckt und in den achtziger Jahren demonstrierte ich mit anderen gegen die Apartheid in Südafrika. Von allem vergisst die südafrikanische Regierung dass es die jüdische Bevölkerung war die den Kampf des ANC gegen die Apartheid trug. Ja, Israel hat mit der Regierung zusammengearbeitet, doch sollte nicht vergessen werden, dass sich Israel den Sanktionen gegen Südafrika anschloss und sich nach dem Ende der Apartheid die Beziehungen zwischen Israel und Südafrika normalisierten.

    Nach dem Tod Nelson Mandelas entwickelt sich Südafrika in die Richtung anderer afrikanischer Länder und gilt mittlerweile als failed State.

    Man kommt zwangsläufig zu der Frage, was einen Staat wie Südafrika dazu bringt einen anderen Staat, in dem Fall Israel, vor das International Court of Justice zu bringen. Südafrika sagt, dass es solidarisch mit den Palästinensern sei und dies in der Vergangenheit gezeigt hat, dabei berufen sie sich auf Nelson Mandela der 1997 sagte – „Wir wissen nur zu gut, dass unsere Freiheit unvollständig ohne die Freiheit der Palästinenser ist.“

    Im Prinzip ist dagegen ersteinmal nichts einzuwenden, nur werden andere unterdrückte Völker nicht erwähnt. Neunhundert Millionen indegene Völker gibt es Weltweit und viele von Ihnen werden unterdrückt und da stelle ich mir die Frage, wo die Menschenrechte anfangen, wo sie exklusiv sind und wo sie aufhören. Im Falle Südafrikas hat das Land massive Probleme, nicht nur sind Vergewaltigungen und Gewalt gegen Frauen auf dem höchsten Stand, sie werden auch selten geahndet. Mord nimmt einen Spitzenplatz, sowie die Korruption. Und natürlich der tägliche Rassismus und die Gewalt gegenüber Flüchtlingen aus Simbabwe, von den Behörden stillschweigend geduldet.

    Die Witschaft liegt am Boden, der Stromkonzern Eskom ist nicht in der Lage die Stromversorgung aufrecht zu halten und es kommt ständig zu Stromausfällen, die manchmal eine ganze Woche bis zu einem Monat dauern. Der Vlogger Winston Sterzel, Südafrikaner und seit vielen Jahren in China lebend, hat vor sieben Monaten ein Video auf seinem Kanal eingestellt. Dabei redet er von den Problemen die das Land hat und hält sich mit Kritik nicht zurück.

    Quelle Winston Sterzel

    Übrigens, die Außenministerin Naledi Pandor war unter dem Kabinett Jacob Zuma auch an der Korruption beteiligt, die die Gupta Brüder dazu brachte den Staat Südafrika faktisch zu kaufen. 2015 weigerte man sich den Internationalen Haftbefehl gegen den Ex-Präsidenten des Sudan, Omar al-Bashir, zu vollstrecken und empfing ihn mit vollen militärischen Ehren.

    Zwei Dinge fallen einem auf wenn man sich näher mit Südafrika beschäftigt. Zum einen der plötzliche Geldsegen des ANC der kurz vor dem Bankrott stand, und zum anderen die Hilfe Südafrikas internationale Boykotte gegen den Iran zu umgehen. Der ANC betont er habe lediglich die Mitgliedsbeiträge geändert und eine bessere Verwendung installiert und im übrigen habe nicht der ANC sondern die Regierung von Südafrika die Klage eingereicht – faktisch der ANC, denn die Partei regiert in Südafrika (Hony soit qui mal y pense) –

    Dagegen erschien vor ein paar Tagen im Jewish Report ein Artikel der sich mit den Beziehungen zwischen dem ANC und den Machthabern im Iran beschäftigt. Demnach holt sich der ANC Geld aus dem Iran wenn die Kassen mal wieder knapp sind. Außerdem möchte Südafrika Teil einer neuen Weltordnung werden, die Russland und China bevorzugen. China ist der wichtigste Handelspartner des Landes und für China ist ein weiterer Mosaikstein in dessen Außenpolitik. Darüberhinaus kam es zu erheblichen Differenzen zwischen Südafrika und seinen westlichen Partnern als bekannt wurde, dass Südafrika ein gemeinsames Manöver mit China und Russland vor der Südafrikanischen Küste abhält.

    Man kann nur vermuten, das Südafrika ein Handlanger in dem Verhältnis zwischen dem Iran zu Israel ist. Beweisen kann man es nicht auch wenn Hamas Vertreter gern gesehen Gäste in Pretoria sind. Selbst die Hamas Führer, die in Saus und Braus außerhalb des Gaza leben und mit Durchhalteparolen die leidende Bevölkerung im Gaza anfeuern, bedankten sich überschwänglich für die Unterstützung Südafrikas auf internationaler Bühne, dabie ist es kein Geheimnis dass über Südafrikanische Banken auch die Hamas finanziert wird.

    Es geht bei Israel schon längst nicht mehr um Fakten, es geht darum nicht nur den Staat zu diskreditieren, sondern auch das Existenzrecht abzusprechen. Und Südafrika ist nicht der einzige Akteur im Propagandakrieg gegen Israel. Wie Adorno in Dialektik der Aufklärung schrieb, „der Antisemitismus ist das Gerücht über die Juden.“

  • Ihre Videos und Auftritte mochte ich ganz gerne aber leider bestätigen Sie meine These, dass Prominente sich nicht unbedingt zu aktuellen Ereignissen äußern sollten.

    Natürlich steht es Ihnen frei sich zu äußern, nur wäre es nicht glaubwürdiger wenn Sie nicht nur die eine Seite sehen?

    Hier allerdings ist es schon klar wer der Agressor und wer das Opfer ist, auch wenn Sie sagen „scheiße Hamas“ und dann die Opfer des Massakers verhöhnen und im Grunde die Gräueltaten der Hamas und vieler Zivilisten aus dem Gaza verharmlosen, was zum Beispiel die Babies betrifft. Hamas hat Israel bewußt angegriffen, es war halt nicht der übliche Raketenbeschuß und der Iron Dome fängt die meißten Raketen ab.

    Schaut man sich die Konflikte auf der Welt an, dann hat der Nahostkonflikt eine eher untergeordnete Rolle in der Welt und steht in der Liste der Konflikte sehr weit unten, es gibt also schlimmere Konflikte mit mehr Opfern. Zum Beispiel Syrien. Im Flüchtlingslager Yarmouk starben nicht nur sehr viele Menschen, nein sie verhungerten auch ohne dass es diejenigen, die über Gaza in Wut geraten irgendwie interessiert hätte. Anscheinend auch Sie nicht oder wie mir 2010 eine Aktivistin der IPSC erklärte, man könne sich schließlich nicht um alle kümmern. Also selektiert man wen man unterstützt und wen nicht.

    Kritisiert man diese Leute kommt sofort die „Antisemitismuskeule“ die angeblich genutzt wird wenn man Israel kritisiert. Nun gibt es aber Kritik und Kritik und die selektive Sichtweise ist eher ein Zeichen für Antizionismus – der neue Antisemitismus -. Menschenrechte sind für mich universell und wenn es zu den Palästinensern kommt dann interessiert mich, im Gegensatz zu Ihnen, auch das Schicksal der Palästinenser im Libanon und in Syrien. Das macht mich nicht besser aber wenn man die Augen vor den Gräueltaten auf der Welt verschließt aber den Autonomiegebieten Schnappatmung bekommt, dann stimmt etwas nicht.

    Sie zählen in Ihrem Video die „Gräueltaten“ der IDF auf, beispielsweise mit Krankenhäusern. Nun, wenn man nicht blind ist weiß man, dass die Krankenhäuser nicht nur als Unterschlupf, sondern auch als Waffen- und Sprengstofflager dienten und somit, nach den Konventionen ein legales Ziel darstellen. Und an diesem Punkt müssen Sie und die anderen Unterstützer sich fragen lassen, ob eine Regierung, die ihre eigene Bevölkerung ablehnt und als Schutzschild mißbraucht, schützenswert ist. Da stellt sich mir immer die Frage, wenn jemandem soviel an den Palästinensern liegt, warum reisen diese Leute nicht nach Katar, dort sitzen die Führer der Hamas oder nach Gaza und verlangen, dass die Geiseln freigelassen werden und die Hamas die Waffen niederlegt.

    Aber soviel Mut kann man von diesen Feiglingen nicht erwaten. Sie sind mutig wenn sie gegen Israel auf die Straße gehen, Juden angreifen, beschimpfen und schlagen, Synagogen beschmieren oder einen Molotovcocktail werfen, denn es sind ja nur Juden. Der arabische Nationalist Constantin Zureiq schrieb in seinem Buch „The meaning of Disaster“ Sätze wie „Der Zionismus ist tief im westlichen Leben verankert, während wir weit davon entfernt sind… Sie leben in der Gegenwart und blicken in die Zukunft, während wir wie betäubt von einer großartigen Vergangenheit träumen.“ Und wer für die Naqba verantwortlich ist „Wir müssen unsere Fehler eingestehen … und das Ausmaß unserer Verantwortung für die Katastrophe, die unser Los ist, erkennen.“

    Stellen Sie sich vor die Schweizer Regierung sei für Sie nicht zuständig, schließlich seien Sie freiwillig in die Schweiz gezogen und man hätte Sie nicht gebeten zu kommen, also, nachdem man Sie auf der Straße überfallen hat, verweigert Ihnen die Polizei ihre Unterstützung. Und auch die Schweizer Behörden sehen sich für Sie nicht zuständig. Vielleicht mögen Sie nun sagen der Vergleich hinkt, aber genau das ist die Sichtweise der Hamas.

    Deshalb die Frage, warum verurteilen Sie nicht die Hamas, die ihre Bürger nicht als ihre Bürger anerkennt, ebenso wie Hamas und Fatah Palästinenser im Libanon und Syrien nicht als Palästinenser anerkennen und auffallend still sind. Und genau das ist es was mir an Leuten wie Ihnen auf die Nerven geht, Menschenrechte sind Ihnen offensichtlich dann wichtig, wenn Israel involviert ist. Der Staat sollte sich und seine Bürger weniger schützen und wenn er, wie am 7. Oktober, angeriffen wird und zwischen 1200 bis 1400 Menschen bestialisch ermordet werden, sei es durch verbrennen am lebendigen Leib, verstümmeln, enthaupten – ja auch Babies – oder totschlagen wird das von Ihnen angezweifelt. Dazu kommen Gruppenvergewaltigung, Nekrophilie und Pädophilie, da würde ich Sie gerne fragen ob Sie überlegt haben auch ein moralisches Video auf YouTube zu veröffentlchen, oder interessieren Sie Israelis, Thais, Nepalis und Studenten aus Afrika, die am 7. Oktober dort waren nicht. Um es kurz zu machen, die Polizeiwache Sderot hätte, Ihrer Meinung nach, einen Streifenwagen nach Gaza schicken und zwei Polizisten mit Haftbefehlen hätte die Hamas Terroristen verhaften sollen, so richtig?

    Im Grunde Sie nicht weiter als ein moralischer Heuchler auf einem hohen Ross sitzend denn es passiert Ihnen ja nichts. Niemand ruft eine Fatwa gegen Sie aus, niemand kommt mit einem Strafbefehl wenn Sie sich über Minderheiten lustig machen. Das gleiche gilt für Israel, Sie können sich mitten in TelAviv, Haifa, Jaffa oder Ashkelon hinstellen und laustark über die Regierung, die Migranten, die Orthodoxen, die Araber schimpfen, es interessiert so gut wie niemanden. Höchstens bricht man Ihnen die Nase, aber das ist nicht die Polizei.

    In den Autonomiegebieten werden Sie das nicht sehen und das ist der Grund, warum ich für eine Auslöschung der Hamas bin – und am besten die Fatah, PLO, PFLP, Jenin-Brigaden, Al Aqsa Brigaden usw. gleich mit. Diese ganzen Gruppen sind korrupt bis in die Knochen und nehmen ihren Bewohnern die Luft zum atmen. Aber hey, Hauptsache Sie fühlen sich gut mit Ihrer Pseudomoral.

    Ich weiß Sie werden das eh nicht lesen weil Sie glauben Experte zu sein, aber ich erwate auch nichts.

  • Ich gehe mal davon aus, dass jeder mit dem Buch „Tausenundeine Nacht in Berührung kam, die Geschichte von Schehrezâd die, um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden, dem Weser jede Nacht eine Geschichte erzählte und an der spannendsten Stelle aufhörte, damit der Weser das Verlangen hatte die Geschichte am Nächsten Tag weiter zuhören. Irgendwann vergißt er sein Versprechen jede Frau die er zur Gattin nimmt am nächsten Morgen hinrichten zu lassen.

    Seit ein paar Jahren haben die palästinensischen Führer diese Märchen perfektioniert und träufeln damit den Menschen Gift in das Ohr. Nimmt man diese Märchen auseinander dann bleibt nichts übrig, denn Geschichte ist nun einmal passiert und läßt sich nicht umschreiben. Lediglich über die Erkenntnis, die man daraus gewinnt, lässt sich diskutieren.

    Das erstaunliche, dass man seit einem Monat sieht, ist die Zahl derjenigen die ihren moralischen Kompass völlig verloren haben und wie die Lemminge durch die Straßen europäischer Städte ziehen und dabei auch kein Problem damit haben, dass sie mit Islamisten und mit Feinden der offenen Gesellschaft zusammen sind, und sich anscheinend auch keine Gedanken darüber machen aus tiefsten Herzen abgelehnt zu werden und falls die westlichen Staaten fallen, an die Wand gestellt werden würden.

    75 Jahre

    Auf den Straßen und in jede Kamera wird der Slogan gerufen dass der Nahe Osten seit 75 Jahren besetzt sei. Schlichte Gemüter begreifen nicht, dass mit den 75 Jahren Israel gemeint ist und ein zweiter Holocaust – nämlich die Auslöschung Israels – das Ziel ist. Vor 75 Jahren wurde der Staat Israel begründet, aber begann da eine Besetzung? Natürlich nicht!

    In dem Gebiet lebten immer Juden, die Tatsache das die Römer den zweiten Temple 79 n. Chr. zerstörten heißt nicht, dass die Juden komplett vertrieben wurden. Auch nicht nach dem Bar-Kochba-Aufstand von 132 bis 135 n. Chr. verschwanden die Juden aus der Gegend. Die Römer nannten das Gebiet Palästina und die Bewohner waren nicht automatisch Palästinenser.

    Es gab zahlreiche jüdische Einwanderungswellen – besonders nach Pogromen an ihnen – und Jerusalem war mehrheitlich von Juden bewohnt. Nach einer Debatte auf dem ersten zionistischen Weltkongress beschloss man, einen jüdischen Staat im damals Ottomanisch beherrschten Palästina zu gründen. Das war auch gar nicht die erste Wahl ging es für Herzl lediglich darum das die europäischen Juden sich emanzipieren und nicht dem Wohl der Machthaber ausgeliefert waren.

    Balata – Nablus 1890

    Die WZO (Zionistischen Weltorganisation) stattete Mitglieder mit Geld aus und beauftragte sie Land in Palästina zu kaufen, man hatte sogar eine Bank, die Geld unter den Juden sammelten, zum Kauf von genügend Land, um Siedlungen zu gründen. Man vermied Arabern das Land zu nehmen und nahm alles, was arabische Großgrundbesitzer den Juden anboten. Das änderte die Lage vor allem der Menschen dort. Und wer sich wirklich damit beschäftigen will – ich gehe davon aus die meisten wollen das nicht – stellt fest, dass die Araber dem Projekt wohlgewonnen waren. Die Zionisten brachten nämlich Geld und Knowhow.

    Die Straße, die von Gaza nach Norden führte, war nur ein Sommerweg, der für den Transport mit Kamelen und Karren geeignet war … keine Orangenhaine, Obstgärten oder Weinberge waren zu sehen, bis man [das jüdische Dorf] Yabna [Yavne]….Häuser waren alle aus Lehm. Nirgendwo waren Fenster zu sehen…. Die verwendeten Pflüge waren aus Holz…. Die Ernteerträge waren sehr gering…. Die sanitären Bedingungen im Dorf waren schrecklich. Schulen gab es nicht…. Der westliche Teil, in Richtung Meer, war fast eine Wüste…. Die Dörfer in diesem Gebiet waren nur wenige und dünn besiedelt. Viele Ruinen von Dörfern lagen über das Gebiet verstreut, da viele Dörfer wegen der Malaria von ihren Bewohnern verlassen worden waren. – Bericht der British Palestine Commission 1913

    Bethlehem ca. 1890

    1881 begann die erste größere Einwanderung nach Palästina und die Einwanderer siedelten dort, wo die Einheimischen nicht leben wollten. „Die Ermordung von Zar Alexander II. zu einer Welle antisemitischer Gewalt, die zur Auswanderung von 2 Millionen aschkenasischen Juden führt, von denen ein kleiner Teil in Palästina landet. Die ankommenden Einwanderer nennen ihre Siedlungen „First in Zion“ oder „Ray of Hope“, was ihr Gefühl der Hoffnung auf ihre neue Heimat widerspiegelt.“

    Ein paar Jahrzehnte später, in der Zeit des britischen Mandats, beschloss die britische Regierung 1939 die Einwanderung der Juden zu begrenzen, erlaubte aber die uneingeschränkte Einwanderung der Araber aus den angrenzenden Ländern. Viele der Araber kamen um dort für die britische Verwaltung zu arbeiten, und die Araber die vor der Mandatszeit in das Gebiet kamen waren Nutzniesser der Kibbuz Bewegung. Selbst arabische Nationalisten erkannten die Notwendigkeit durch die jüdischen Einwanderer, wenn sie schon dem Zionismus ablehnend gegenüberstanden. Der Herausgeber der Zeitung Al-Ahram schrieb –„Es ist absolut notwendig, dass eine Entente zwischen den Zionisten und den Arabern geschlossen wird, denn der Krieg der Worte kann nur Unheil anrichten. Die Zionisten sind für das Land notwendig: Das Geld, das sie mitbringen werden, ihr Wissen und ihre Intelligenz und der Fleiß, der sie auszeichnet, werden zweifellos zur Erneuerung des Landes beitragen.“

    Chaim Weizmann und Faisal I. 1918

    Selbst Sheriff Hussein, der noch mit MacMahon über die Autonomie in Palästina gestritten hatte erkannte – Die Ressourcen des Landes sind noch Neuland und werden von den jüdischen Einwanderern erschlossen. Eines der erstaunlichsten Dinge war bis vor kurzem, dass der Palästinenser sein Land verließ und über die hohe See in alle Richtungen wanderte. Sein Heimatboden konnte ihn nicht halten, obwohl seine Vorfahren 1000 Jahre lang auf ihm gelebt hatten. Gleichzeitig sahen wir, wie die Juden aus anderen Ländern nach Palästina strömten, aus Russland, Deutschland, Österreich, Spanien und Amerika. Denjenigen, die die Gabe tieferer Einsicht besaßen, konnte die Ursache nicht entgehen. Sie wussten, dass das Land für seine ursprünglichen Söhne (abna’ihilasliyin), trotz aller Unterschiede, eine heilige und geliebte Heimat war. Die Rückkehr dieser Exilanten (jaliya) in ihre Heimat wird sich materiell und geistig als eine Versuchsschule für ihre Brüder erweisen, die mit ihnen auf den Feldern, in den Fabriken, im Handwerk und in allen Dingen, die mit Mühsal und Arbeit verbunden sind, tätig sind.

    Faisal/Weizmann Abkommen

    In der Zeit von 1922 bis 1947 wuchs die Nichtjüdische Bevölkerung um 120% und man fragt sich, wer sind die Besatzer? Die heutigen Israelis oder die Araber die sich jetzt Palästinenser nennen. Vor allem sollten diejenigen, die mit diesen Leuten gemeinsam demonstrieren, fragen, was mit der Phrase „75 Jahre“ Besatzung gemeint ist, denn Israel inmitten arabischer Gebiete kann es ja nicht sein. Wäre das Faisal/Weizmann Abkommen umgesetzt worden, dann müßten die Palästinenser unter arabischer Herrschaft leben, hatte Faisal doch Weizmann einen jüdischen Staat versprochen.

    Die israelische Besatzung

    Auf den Demonstrationen wird Israel als Besatzungsmacht bezeichnet und behauptet es habe sich die Gebiete willkürlich angeeignet. Aber ist das so? Und was ist mit anderen Gebieten die besetzt wurden? 1974 besetzte die türkische Armee den nördlichen Teil Zyperns und niemand fragt oder protestiert. Tibet ist seit über 60 Jahren von China besetzt und die tibetische Bevölkerung bis heute starken Repressionen ausgesetzt, gibt es einen Protest fällt dieser sehr gering aus. Also stellt sich die Frage sind diese Menschen nichts wert? Biafra ist eine weitere Gegend und Marokko hält die Westsahara besetzt. Protest? Nein! Natürlich nicht.

    Jerusalem

    Nach dem Unabhängigkeitskrieg 1948 besetzte Jordanien die Westbank und 1950 Ost-Jerusalem. Man vertrieb die jüdische Bevölkerung – Juden bildeten immer die Mehrheit in Jerusalem -, zerstörte Synagogen, schändete Friedhöfe und benutze die Grabsteine zum Straßenbau oder in Latrinen. Juden konnten nicht mehr an der Klagemauer beten. Ägypten besetzte Gaza, Syrien Teile der Golanhöhen. Interesse an einem eigenen Staat für die Bevölkerung hatten sie alle nicht. Obwohl von der UN verurteilt, weigerten sie sich diese zu räumen. Die Liga arabischer Staaten unterstützte sie dabei.

    1967 eroberte Israel die Gebiete und was damit faktisch Besatzungsmacht. Da man an den Gebieten kein Interesse hatte bot die Regierung Eshkol diese Gebiete gegen Frieden an und erntete die drei Neins von Khartum. Keine Gespräche mit Israel, keinen Frieden mit Israel, keine Anerkennung Israels. 1973 an Yom Kippur begann Ägypten und andere Staaten Israel zu überfallen. Nachdem die Lage kritisch wurde fasste die damalige Ministerpräsidentin den Einsatz von Atomwaffen in’s Auge, dass es dazu nicht kam ist der IDF zu verdanken.

    Die Frage die sich stellt, ist man ein Besatzer wenn man ein Land in Beschlag nimmt das vorher keiner haben wollte – UN Resolution 181 und die Weigerung der arabischen Länder – und dann von einer anderen Besatzungsmacht erobert wurde. Wenn man wie im Falle Israels argumentiert dann könnte man die gesamte Weltkarte neu gestalten. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten soviel Gebiete den ursprünglichen Besitzer, entweder durch Annexion oder durch verlorene Kriege.

    Ich kann auch niemanden belangen mit dem ich Streit angefangen habe und er mir zwei Zähne ausgeschlagen hat.

    Freiluftgefängnis

    Diese Bezeichnung für den Gazastrip ist dermaßen absurd, zeigt aber wie die Supporter denken. Zunächst einmal ließ Sharon den Gazastreifen 2005 komplett gegen den Widerstand der dort lebenden Siedler räumen. Das war nicht das erste Mal, schon 1978 räumte er im Auftrag Begins den kompletten Sinai, trotz der Tatsache das dort Öl ist. Bodenschätze können es also nicht sein.

    Kerem Shalom

    Nachdem der letzte Siedler seine Kippa verstaut hatte begannen die Palästinenser sofort mit der Demolierung des Gaza. Israel hatte eine Infrastruktur hinterlassen die man hätte nutzen können, wollte man aber nicht, man wollte auch keine Infrastruktur selber bauen. Stattdessen begann man damit Raketen und Mörsergranaten in Richtung Israel abzuschießen und die Infrastruktur komplett zerstören. 2007 begann der Bürgerkrieg im Gaza zwischen der Fatah und der Hamas die diesen für sich entscheiden konnte. Die Konsequenz daraus war, dass man Fatah Kämpfer und Offizielle von Hausdächern warf und an Motorrädern angebunden durch die Straßen schleifte.

    Hamas/Fatah Konflikt 2007

    Israel hätte sämtlich Hilfslieferungen verweigern können, trotzdem hat man Grenzübergänge wie Kerem Shalom offen gelassen. Auch die Hilfszahlungen werden über die Übergänge abgewickelt. Dabei grenzt der Gaza auch an Ägypten, allerdings hat Ägypten kein gesteigertes Interesse an ihrem Nachbarn und hat Rafah hermetisch abgeriegelt. Erst jetzt und sehr zögerlich läßt Ägypten Flüchtlinge aus dem Gaza in’s Land und akzeptiert LKW Lieferungen nach Gaza. Von einem Freiluftgefängnis kann also nicht die Rede sein.

    Metro Mall Gaza

    Die Notlage die zu Zeit existiert ist darauf zurückzuführen dass die Hamas die Rohre, die eigentlich für die Wasserleitungen sind als Raketen benutzt. Die Entsalzungsanlagen werden nicht gewartet und Israel hat, aus guten Gründen, die Lieferung gestoppt. Gleiches gilt für die Elektrizität. Das Kraftwerk in Gaza läuft mit Öl, das die Hamas zum größten Teil für sich beansprucht, was auch für den Kraftstoff gilt. Man hat zwar noch Solaranlagen, die allerdings nicht genug Strom liefern. Und das ist das Problem im Gaza, die Hamas hat sich um diese Dinge nie gekümmert. Statt also gegen Hamas auf die Straße zu gehen, akzeptiert man das die Menschen unter der Hamas leiden – nicht unter Israel denn Gaza ist zu 100% in palästinensischer Hand.

    Übrigens ist auch Gaza nicht das am dichtesten besiedelte Gebiet. Da gibt es andere, Monaco zum Beispiel oder Singapur. Wer also den Satz hört „das am dichtesten besiedelte Gebiet der Welt“ sollte an Manhattan denken dort leben 28,475 Einwohner pro Quadratkilometer.

    Die ausgeschlagenen Friedensangebote der Palästinenser

    In der letzten Zeit wieder verstärkt kommt man in Diskussionen mit dem Argument die Palästinenser hätten soviel Friedensangebote gemacht, die Israelis diese aber abgelehnt. „Fünfzehn Jahre hat man verhandelt, die Israelis seien darauf aber nicht eingegangen.“ Frage ich die Leute, wer denn diese Angebote gemacht hat, ernte ich Schweigen. In Fakt es gibt und gab nie Angebote von palästinensischer Seite. Nicht ein einziges Angebot wurde unterbreitet. 1947 lehnten die arabischen Führer den Teilungsplan ab. Von 1950 bis 1967 hätten Jordanien und Ägypten die Möglichkeit für einen arabischen Staat gehabt.

    1965 legte Levi Eshkol seinen Friedensplan vor, den die arabische Liga mit „Israel sei das zu befreiende Land“ beantwortete. 1967 gab es die drei Neins aus Khartum. 1978 bot sich Anwar el-Sadat an zwischen Palästinensern und Israelis zu vermitteln, Arafat lachte ihn aus. 1993 fing man an das Oslo Abkommen auszuarbeiten. Kurz vor dem Abschluss wandte sich Arafat wieder dem Terror zu. 2000 starteten Ehud Barat und Bill Clinton einen weiteren Versuch – Resultat die zweite Intifada. 2005 Israels einseitiger Abkoppelungsplan – Terror aus dem Gaza. 2008 Ehud Olmert Angebot an Abu Mazen, es ging um 99% für die Palästinenser und Ost Jerusalem als Hauptstadt – Abu Mazen ging nach Hause um darüber nachzudenken, er denkt entweder immer noch nach oder hat den Plan als Toilettenpapier oder Wanddekoration benutzt.

    Es geht diesen Leuten nicht um ihre Bevölkerung oder um Frieden. Sie hätten alle Möglichkeiten gehabt. Es geht darum soviel Geld wie möglich von der internationalen Gemeinschaft zu bekommen, wie sonst läßt es sich erklären dass die Hamas sich weigert die Flüchtlingslager aufzulösen und den Menschen den Status als Bürger zuzugestehen. Hamas sagt selber das sie für die Menschen nicht verantwortlich sind.

    Der Apartheidstaat

    Das Internationale Übereinkommen zur Bekämpfung und Bestrafung des Verbrechens der Apartheid definiert „das Verbrechen der Apartheid“ als „unmenschliche Handlungen, die mit dem Ziel begangen werden, die Vorherrschaft einer rassischen Personengruppe über eine andere rassische Personengruppe zu begründen und aufrechtzuerhalten und diese systematisch zu unterdrücken“ (Art. 2 des Apartheid-Übereinkommens). Dieses Übereinkommen wurde am 30. November 1973 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen, trat 1976 in Kraft und bindet heute 109 Vertragsstaaten.

    Einzelpersonen, Mitglieder von Organisationen und Vertreter des Staates werden unabhängig von ihren Motiven und ihrem Wohnsitzland nach internationalem Recht strafrechtlich zur Verantwortung gezogen, wenn sie:

    Südafrika

    Handlungen der Apartheid begehen, sich an ihnen beteiligen, sie direkt anstiften oder sich mit ihnen verschwören;
    die Begehung eines Apartheidverbrechens direkt begünstigen, mit ihr zusammenarbeiten oder sie dazu ermutigen.
    Die Praxis der Apartheid und alle anderen unmenschlichen und erniedrigenden Praktiken, die auf Rassendiskriminierung beruhen und die persönliche Würde verletzen, gelten als Kriegsverbrechen, wenn sie während eines internationalen bewaffneten Konflikts begangen werden (API Art. 85.4). Die Apartheid gilt auch als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie im Statut des Internationalen Strafgerichtshofs festgelegt, das im Juli 1998 verabschiedet wurde und am 1. Juli 2002 in Kraft trat.

    Seit Amnesty International ihren Report zum „Apartheid Staat Israel“ wird dieser Begriff inflationär verwendet, besonders in linken Kreisen ist es en Vogue Israel Apartheid zu unterstellen, geht man darauf ein und fragt nach Belegen kommt erstmal nichts, dann wird auf die Westbank verwiesen und am Schluß wird man entweder beleidigt oder geblockt.

    Apartheid

    Die Westbank ist in drei Zonen eingeteilt. Zone A ist komplett unter palästinensischer Verwaltung und der Zugang ist Israelis strikt verboten. Zone B steht unter Verwaltung der Autonomiebehörde und teilt sich die Sicherheit mit den Israelis. Zone C steht komplett unter israelischer Verwaltung. Im Abkommen von Oslo wurde vereinbart, dass die Zone zur Disposition steht sobald ein Friedensvertrag zwischen den Palästinensern und den Israelis geschlossen wird. Bisher ist das nicht der Fall.

    Da also die Palästinenser keine Bürger Israels sind können sie auch nicht die gleichen Rechte einfordern die beispielsweise arabische Israelis genießen. Vor dem Gesetz sind alle israelischen Bürger gleich, egal welcher Religion sie anhängen. Die Kontrollen die Israel in der Westbank durchführt dienen einzig den Sicherheitsinteressen. Personen aus der Westbank und dem Gaza, die in Israel arbeiten, bekommen den gleichen Lohn wie ihre israelischen Kollegen. Sie haben, was das Arbeitsrecht betrifft die gleichen Rechte wie ihre Kollegen, nur das sie keine israelischen Bürger sind.

    Wer also Israel als Apartheidstaat bezeichnet der sollte sich damit beschäftigen was Apartheid bedeutet.

    In einem 1950 verabschiedeten Gesetz zur Registrierung der Bevölkerung (Population Registration Act) wurden dann die Einwohner der Südafrikanischen Union in drei Gruppen unterteilt: WeißeFarbige (Coloureds) und „Eingeborene“ (Bantu). Ebenfalls in das Jahr 1950 fällt der Erlass des Gesetzes über die Gebietseinteilung für die Bevölkerungsgruppen (Group Area Act), das nun eine Einteilung des gesamten Landes in für die einzelnen Rassen bestimmte Regionen verfügte. Das Gesetz über getrennte Einrichtungen schaffte separate öffentliche Einrichtungen – separate Strände, Busse, Toiletten, Schulen,Aufzüge, Restaurants, Parkbänke, Blutkonserven, Rettungswagen etc. Damit trat neben dem Ausbau der – bisher z.T. schon gesetzlich verankerten und praktizierten – gesellschaftlichen Trennung, der sog. „kleinen Apartheid“, zusätzlich die räumliche Trennung von Schwarzen,Weißen und Farbigen, die „große Apartheid“.

    Man wird in Israel kein Schild finden auf dem steht „Nur für Juden,“ man fand auch keinen schwarzen Abgeordneten im Parlament unter der Apartheid in Südafrika. Wer Israel unterstellt es sei ein Apartheidstaat verharmlost die Apartheid die Millionen von Schwarzen in Südafrika unterdrückte und nicht nur das waren Schwarze gezwungen in eigenen Wohngebieten, im sogenannten Township zu leben. Für diese Townships gab es am Abend Ausgangsbeschränkungen. In Israel wohnen alle Bürger zusammen und sind nicht durch Zäune oder Mauern von einander getrennt.

    Es ist für einen Muslim, Christen, Bahá’í oder sonstiger Religion möglich Direktor der israelischen Staatsbank, Präsident, Abgeordneter, Polizist, Soldat, Krankenschwester oder Arzt zu werden. Alle Berufe stehen ihnen frei. Im Libanon dagegen dürfen Palästinenser nur mit Zulassung bestimmte Berufe ausüben und Arbeitgeber die offene Stellen zuerst an Palästinenser vergeben, haben mit einer Strafe zu rechnen. Nur wenn sie keinen Libanesen finden dürfen sie einen Palästinenser einstellen. Das würde ich eher als Apartheid bezeichnen.

    Israel mag nicht perfekt sein, keine Demokratie ist das, aber in Israel genießen Palästinenser mehr Freiheiten als in den Autonomiegebieten oder in anderen arabischen Staaten. Das Problem der Palästinenser ist dass sie nie einen Pragmatiker hatten und stets auf Leute hereingefallen sind die man landläufig als Scharlatane bezeichnen kann. In Jordanien hatten sie eine bewaffnete Miliz und versuchten 1970 die Macht zu ergreifen, was zum Rauswurf der Palästinenser führte. Der Bürgerkrieg hatte zwischen 4.500 und 10.000 Palästinensern das Leben gekostet – je nach Quelle.

    Danach griffen sie im Libanon nach der Macht nachdem sie Jordanien verlassen hatten. Das Resultat war einer der blutigsten Bürgerkriege und dauerte von 1975 bis 1990. Der Libanon hat sich bis Heute nicht davon erholt. Und das ist der Grund warum arabische Staaten sich weigern Menschen aus Gaza Unterschlupf zu gewähren. Wer das nicht glaubt, für zionistische Propaganda, Hasbara oder Lüge hält kann es gerne nachprüfen. Er sollte die ideologische Scheuklappen beiseite legen. Und wer es nachgeprüft hat und immer noch auf Seiten der Palästinenser steht, dann sollte er auch für die Rechte der Palästinenser in Syrien, im Libanon und für Gaza und Westbank einstehen und nicht mit denen durch die Straßen ziehen die zur Gewalt gegen Israel und dessen Auslöschung aufrufen, sondern einen eigenen Protest starten und gegen Hamas, Fatah und all die anderen korrupten Terrorbanden die den Menschen die Luft zum atmen nehmen und ihnen noch den letzten Piaster stehlen.

  • Verwundert reibt man sich die Augen wenn man sich die Nachrichten in den Medien anschaut. Nachdem am 07. Oktober die Hamas einen großangelegten Terrorangriff auf den Süden Israels unternommen und mehr als tausend Menschen getötet, verletzt und entführt hat, brodelt es auf europäischen und amerikanischen Straßen, aber nicht auf Grund des Anschlages und der Tatsache, dass auch viele Zivilisten aus dem Gaza an den Massakern, den Plünderungen und Entführungen teilgenommen haben, sondern als Reaktion auf Israel.

    Im Prinzip ist es die alte Geschichte oder wie Adorno es nannte „das Gerücht über die Juden,“ das die Menschen zu Tausenden auf die Straßen treibt. Der Antisemitismus war nie verschwunden und er nimmt nicht ab oder zu, er war immer stark. Israel bietet diesen Leuten die Möglichkeit, ihren Hass auf Juden als Israelkritik zu kaschieren. Es ist der Kitt der Linke, Islamisten und Verschwörungstheoretiker zusammen hält und hinzu kommt die Mitte der Gesellschaft, machen wir uns nichts vor der Hass auf Juden ist wieder gesellschaftsfähig, Gesetzen zum Trotz.

    Neu ist allerdings wie viele Nichtmuslime sich an den Protesten beteiligen und mit voller Inbrunst brüllen „from the River to the Sea,“ was nicht anderes bedeutet als ein weiterer Holocaust. Würden diese Elendsgestalten die Palästinenser ernst nehmen, dann würden sie eine eigene Demonstration machen die alle Palästinenser einschließt, auch die in Syrien, die zu tausenden starben oder die im Libanon die unter Apartheid leben. Aber das würde bedeuten sich mit den Palästinensern zu beschäftigen, und zeigt, dass es ihnen gar nicht darum geht.

    Man muß sich nur ein bisschen mit dem Nahen Osten beschäftigen und würde feststellen, dass Hamas, Fatah und all die anderen Organisationen die in der Westbank und im Gazastreifen entstanden sind, nicht das Wohl ihrer Leute, sondern die Zerstörung und Vernichtung im Sinn haben. Wie sonst läßt es sich erklären, dass ein hochrangiger Hamas Vertreter sagt, dass sie die Tunnel für sich brauchen und die Bevölkerung Teil der UNO ist. Statt zu fragen, was für Feiglinge diese Mörderbande ist schickt man sich auf westlichen Straßen an, diese zu schützen.

    Seit sich Israel 2005 aus dem Gaza zurückgezogen hat, haben Hamas und Fatah den Gaza in eine Wüstenei verwandelt. Infrastruktur wurde zerstört und dann ein Bürgerkrieg ausgefochten. Hamas siegte und vertrieb die Hamas oder warf sie von Hausdächern. Man könnte das alles wissen, aber die vermeintlich „progressiven“ sind daran nicht interessiert. Warum sollten sie auch denn antizionistische Juden blasen ja das gleiche Horn. Das sind genau die Gestalten die Theodor Lessing in seinem Buch „Der jüdische Selbsthass“ beschrieben hat und Arno Lustiger sagte, sie wären so alt wie das Judentum selbst.

    Jakow Trachtenberg, ein Jude der aus Russland nach Deutschland floh, schrieb 1933 das Pamphlet „Die Greuelpropaganda ist eine Lügenpropaganda, sagen die deutschen Juden selbst.“ Seine Verteidigung der Nationalsozialisten in deutscher, französischer und englischer Sprache bekam zwar wohlwollende Erwähnung von Hitler, Göring und Goebbels trotzdem floh er 1934 nach Österreich und wurde ein paar Mal verhaftet – unter anderem war im Konzentrationslager. Auch der Bund Nationaldeutscher Juden, eine obskure Gruppe die sich Deutscher als die Deutschen fühlten und den Zionismus rigoros ablehnten, wurde 1935 verboten, seine Mitglieder deportiert oder flohen in’s Ausland, denn die Nationalsozialisten betrachten sie nicht als Deutsche.

    Das wiederholt sich mit Israelis und anderen antizionistischen Juden, die auf diesen Demos mitmarschieren, die Israelische Regierung als Faschisten bezeichnen und die IDF mit der SS gleichsetzen, so als würde die IDF Menschen in eine Moschee pferchen und danach anzünden oder als würden IDF Einsatzgruppen hinter der Front Jagd auf Muslime machen. Dabei waren es die SS-Einsatzgruppen der Hamas die diese Methoden praktizierten indem sie Menschen bei lebendigen Leib verbrannten, Frauen vergewaltigten, Babies erschlugen, erschossen und anschließend enthaupteten. Der kollektive Wahn machte ja nicht mal vor den ausländischen Arbeitern und eigenen Landsleuten, die in Israel arbeiten, halt.

    Glauben diese Leute ernsthaft sie wären vor der Hamas sicher gewesen? In Israel ganz bestimmt nicht denn die Hamas wiederholt ihre Ziele ja wie ein Mantra. Die alliierten Bomberverbände haben auch niemanden in die deutschen Städte geschickt und gefragt, ob zufällig Nazis anwesend sind. Dies verlangt man von der IDF und glaubt in diesen Kreisen Hamas sei eine fleischgewordene humanitäre und humanistische Organisation.

    Ich frage mich ob diese ganzen Elendsgestalten so dumm sind oder so von Selbsthass und Judenhass zerfressen, dass sie bereitwillig die Hamas Propaganda und die palästinensische Propaganda verbreiten. Palästina ist nunmal nicht seit 75 Jahren besetzt. Jeder der das wie ein Papagei nonstop trällert ist entweder Hirntod oder will das sich der Holocaust wiederholt, denn nicht anderes ist dieser Slogan und River from the Sea beinhaltet die selbe Aussage.

    Nehmen wir die LGBT+ die allen Ernstes mit Klerikalfaschisten zusammen auf die Straße gehen während ihre LGBT+ Community im Gaza um ihr Leben fürchten muss. Es gibt keinen Dragqueen Contest, weder in Ramallah noch in Gaza City. Die Teilnehmer würden schneller im Gefängnis – oder an Seilen hinter einem Motorrad hergezogen – enden, als dass sie die erste Zeile von „I will survive“ singen können. Die Menschen werden ausgestoßen und entweder fliehen sie in’s Ausland oder nach Israel.

    Ernsthaft Leute, seid Ihr so bescheuert dass Ihr am liebsten mit Euren Mördern darüber verhandeln würdet wie diese Euch meucheln? Wie dumm muß ein erwachsener Mensch sein, der von sich behauptet Bildung zu besitzen. Selbst wenn man einiges in der Schule nicht mitbekommen hat so gibt es Büchereien und wenn das nichts bringt das Internet, dort schreiben Millionen von gebildeten Menschen – bei Euch nennt man das den Dunning-Kruger Effekt – Millionen Seiten von Texten. Man muss diese nicht mal verstehen gibt es doch auf YouTube Videos die Euch die Dinge erklären, man muss nur in der Lage sein diese auch zu finden.

    Die absoluten Elendsgestalten sind die, die sich als „Links“ bezeichnen ohne auch nur ansatzweise zu begreifen was links ist. Stattdessen greifen sie auf dem Campus Menschen mit anderer Meinung an, weisen Juden ab und freuen sich kollektiv wenn Menschen ermordet werden. Der Kolonialismus ist ihnen fremd, den Faschismus haben sie verinnerlicht und die sozialistischen Denker mal in der Uni Bibliothek gesehen aber die Bücher nach ein paar Seiten zugeklappt weil sie den Inhalt langweilig fanden oder nicht verstanden haben.

    Wir Iren können uns rühmen eine Zahl von diesen Hirntoten nicht nur im Land zu besitzen wie den staatlich anerkannten Vollidioten Richard Boyd Barrett, der es sogar geschafft hat von Al-Qaida zitiert zu werden, sondern auch die Vertreter vermeintlich linker Parteien die fest vereint mit Islamisten in der ersten Reihe stehen und keine Gelegenheit unverstreicht lassen ihren Judenhass auszuleben. Courtney Carey bezeichnete Israel wiederholt als „Terrorstaat“ auf diversen Social Media Kanälen was an sich keine große Sache wäre, wenn sie nicht bei der israelischen Firma Wix, die ihr Europabüro in Dublin unterhält, gefeuert worden wäre mit der Begründung, dass die Kollegen keine gutes Gefühl dabei hätten mit ihr zusammenzuarbeiten, besonders die israelischen Kollegen.

    Das veranlasste Barrett dazu Ms. Carey einzuladen und als Propagandawaffe gegen Wix zu benutzen. Nun würde eine irische Firma, die in Kontinentaleuropa ihren Sitz hat das Gleiche machen, sollte ein Angestellter die IRA verherrlichen oder die Iren als ein Volk von Säufern darstellen. Kein Arbeitgeber muß und darf das tolerieren, egal in welchem Land es seinen Hauptsitz hat. Aber in diesem Fall standen die irischen Politiker Schulter an Schulter, selbst unser Taoiseach verurteilte die Entscheidung.

    Ein paar dieser Gestalten sitzen im Europaparlament und hetzen gegen den Westen, die Demokratie, unsere Werte und preisen Diktatoren wie Putin, Xi, das Mullahregime oder Assad. Sie fordern den Rücktritt von Frau von der Leyen weil sie nicht mal begreifen wie die EU funktioniert und sprechen ihr ab, überhaupt gewählt worden zu sein, dabei hätte ein Blick in die EU Regularien genügt. Vor wenigen Tagen haben sie die EU aufgefordert sich für einen Waffenstillstand stark zu machen, zumindest die israelische Regierung zu einem zu drängen. Das es sich bei dem Angriff um einen kriegerischen Akt gehandelt hat, verschweigt man lieber. Es ist wie der Überfall 1939 auf den Sender Gleiwitz von deutschen Kommandosoldaten ausgeführt und von der Reichsregierung auf Polen geschoben der zum zweiten Weltkrieg geführt hat. Diese Leute versuchen das Massaker runterzuspielen indem sie die Israelis bezichtigen ständig Kriegsverbrechen zu begehen.

    Das Zitat Cicero trifft auf diese Leute zu 100% zu. Daly und Wallace haben es zur Berühmtheit in China, Syrien und anderen Autokratien gebracht. Ständig werden sie von russischen Medien zitiert und so dargestellt, als wären sie die EU. Die Palästinenser interessieren sie nur am Rande denn wie sonst kann man es erklären, dass sich Wallace auf einem Balkon in Damaskus selbst ablichtete und von der Großzügigkeit Assad sprach.

    This past weekend, Wallace tweeted that he was enjoying the Italy-Austria match from Damascus, Syria. “Wonderful city, a wonderful people,” he wrote. “In a #Syria that is illegally occupied by #Israel #US #Turkey in total breach of International Law.”

    Für die Nöte der Menschen in Yarmouk – Flüchtlingslager der Palästinenser – hatten sie nichts übrig, es hat sie nicht mal interessiert dass dort die Menschen nicht nur vom Assadregime abgeschlachtet wurden, sondern auch verhungert sind. Kein Wort über die Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern seitens Assad.

    Trotzdem, schaut man sich auf den Twitteraccounts um, so liegen die Herzen derjenigen, die aus ihren Herzen keine Mördergrube machen, zu Herzen.

    Die Leute die zu Tausenden auf die Straße gehen, können, zu großen Teilen, den Nahen Osten nicht mal auf der Karte finden aber sie wissen genau Bescheid was dort vor sich geht. Die meisten Muslime kommen durch Muslime um, aber wenn ein israelischer Polizist einen Araber mit einem Messer in der Hand dabei erschießt, wie er auf eine Bushaltestelle zu rennt, dann gerät das Blut dieser Menschen in Wallung. Kommen Palästinenser durch die Autonomiebehörden um, dann hört man von diesen Elendsgestalten nicht ein Ton. Es ist die Hamas die einen Krieg begonnen hat und erklärt, dass sie für die Menschen im Gaza nicht zuständig sind, denn für die Flüchtlinge die im Gaza leben, sei die UN zuständig, sie bräuchten die Tunnel um sich zu schützen.

    Kommt man den Leuten mit Fakten, wie in diesem Fall mit dem Kommentar aus dem Ägyptischen Fernsehen, betrachten sie das als Lüge denn sie sind die Experten, was also weiß ein Ägypter denn schon. Es ist wie Dietrich Bonhoeffer in „Widerstand und Ergebung“

    Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit.
    Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich
    bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das
    Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem
    es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen
    die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit
    Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen
    nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen,
    brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen
    wird der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich
    sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite
    geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum
    Bösen restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich,
    indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist
    dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber
    dem Bösen. …
    Bei genauerem Zusehen zeigt sich, daß jede starke äußere
    Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art einen
    großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. …

    Die Schlussforderung aus all diesen Elendsgestalten lautet ob es einem gefällt oder nicht. Juden standen immer allein und das seit 2000 Jahren. Es mag Zeiten gegeben haben wo sie als gleichwertig akzeptiert wurden, aber die Zeit wo man sie für alles mögliche verantwortlich machte überwiegen. Seit seiner Gründung kämpft der Staat Israel um sein Überleben. Die Asymmetrische Kriegsführung aus Westbank und dem Gaza hat sich in den Köpfen als Widerstand gegen ein Besatzerregime festgesetzt. Man kann ihnen nicht mit Fakten kommen und erklären, dass auch die Palästinenser ursprünglich dort eingewandert sind und von 1939 bis 1945 in großer Zahl. Sie beschimpfen und beleidigen einen wenn man sagt der Begriff Palästinenser wurde zuerst von Constantin Zureyk gebraucht und wurde erst 1964 von Yassir Arafat – in Ägypten geboren -, Gamal Abdel Nasser und der UdSSR aus der Mottenkiste geholt. Sie glauben die Märchen die ihnen die Märchenerzähler aus dem Orient in die Ohren träufeln weil sie nicht in der Lage sind Fakten von Fiktionen zu unterscheiden.

    Es ist wie Susan C. Ingram in der Baltimore Jewish Times schrieb

    Wir glauben an den Frieden und setzen uns für gleiche Rechte ein. Juden haben die Bürgerrechtsbewegung und viele andere Initiativen unterstützt, die sich für die Rechte und Bedürfnisse von Minderheiten einsetzen. Aber es gab nur sehr wenig Gegenseitigkeit. Wir stehen zu ihnen, aber sie stehen nicht zu uns. Wieder einmal sind wir Zielscheibe eines unverhohlenen Antisemitismus und finden uns bedroht und ohne Freunde.
    Vielleicht ist es jetzt an der Zeit für einen grundlegenden Wandel. Vielleicht sollten wir mehr über uns selbst nachdenken und überlegen, welche Anliegen und welche Kandidaten wir unterstützen sollten. Welche Politiker stehen zu uns? Welche nicht?

  • Rettungskräfte nach dem Angriff der Hamas, ca. 1600 Opfer sind zu beklagen, für die „Jüdische Stimme“ fällt das unter selbst schuld.

    „Der Begriff »jüdischer Antisemitismus« scheint ein Widerspruch in sich selber zu sein. Aber er ist es so wenig, daß, wenn irgendwo von einem Juden gesagt wird, er sei ein Rosche (Judenhasser), die andern alsbald rufen: »Das ist echt jüdisch.« Theodor Lessing „Der jüdische Selbsthass“

    Die „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ ist ein Beispiel dafür was Theodor Lessing mit jüdischem Selbsthass meinte. In der Geschichte des Judentums hat es immer Juden gegeben, die sich ihrer Religion schämten und dachten, wenn sie nur laut gegen ihre Religion wetterten, dass sie dann von der Umgebung als ihresgleichen akzeptiert würden. Viele, Arthur Trebitsch zum Beispiel, waren ihrer Religion überdrüssig also konvertierten sie oder, wie Trebitsch, wurden konfessionslos. Trebitsch wollte Deutscher sein als die Deutschen und Österreichischer als die Österreicher, also wurde er bekennender Antisemit um seine Herkunft mit Stumpf und Stil auszurotten.

    Otto Weininger, ein zum Protestantismus konvertierter Jude, hasste gegen Ende seines Lebens die Juden. Wenn also Juden sagen sie können keine Antisemiten sein und ihrem Gegenüber wenn nicht Antisemitismus so doch Rassismus vorwerfen, dann weiß ich ich habe eines dieser Exemplare getroffen. Denn es geht diesen Leuten nicht um Kritik, tausende in Israel gehen auf die Straße wenn sie mit der Regierung oder Entscheidungen nicht einverstanden sind. Ihnen geht es darum sich von ihren Landsleuten abzugrenzen.

    Und wo kann man das besser als im Land der Täter. Entweder schreiben sie Bücher, tauchen in Zeitungsredaktionen auf oder, wie Iris Hefetz, gründen einen Verein. Und weil das noch nicht reicht stellen sie sich gegen Israel und verunglimpfen das Land bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Angesprochen auf die Motive, warum sie nach Deutschland gekommen ist und einen Verein gegründet hat antwortete sie dem Kölner Stadtanzeiger folgendes:

    Ich hatte keine Perspektive mehr gesehen. Materiell war alles gesichert: Wir hatten Arbeit, ein Haus, wir hatten ein Auto. Ich bin im Süden Israels, in Beer Sheva geboren, das mittlerweile in Reichweite der palästinensischen Kassam-Raketen liegt. Später lebten wir zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Problematisch wurden für mich im Laufe der Zeit die Privilegien, die ich als Jüdin hatte …

    das also waren ihre „Politischen Gründe“ Israel zu verlassen. Nicht die Hitze, die trockene Luft, der Stau in TelAviv – nein, die Privilegien, ganz so als hätte sie als Weiße in Johannesburg gegenüber einem schwarzen Township gewohnt. Dann kommt sie auf ihre Arbeit zu sprechen, dass ihr die Ungleichbehandlung erst dort aufgefallen sein soll. Sie ist 56 und hat nie etwas davon mitbekommen? Oder hat sie erst 2002 entschieden, „nee hier bleibe ich nicht.“ Und war vorher mit allem einverstanden.

    Auf jeden Fall hindert es ihre Organisation nicht daran Stimmung gegen Israel zu machen, besonders nach dem Anschlag der Hamas auf den Süden Israels, ließ es sich die Gruppe nicht nehmen ein Statement herauszugeben das es in sich hat.

    Nachdem sie erst einmal ihrer Trauer Ausdruck verliehen haben geht es los – „Wir sind auch wütend, wütend auf die Unterstützer des 75jährigen israelischen Kolonialregimes und die Blockade des Gazastreifens, die zu diesen Ereignissen geführt hat.“ – Was mich irritiert ist die Tatsache dass diese Leute offensichtlich Israelis sind und die Geschichte des Landes anscheinend nicht kennen.

    Ich gehe jetzt gar nicht auf den üblichen Vorwurf des Kolonialismus ein der nichts weiter ist, als der übliche Versuch Israels Existenzrecht zu bestreiten. 1948 war die israelische Staatsgründung und es ist ja nicht so, dass die anderen Bewohner des Landstriches nicht gefragt worden wären, aber die haben den Vorschlag abgelehnt und nicht nur das, sondern auch den Krieg erklärt. Wollen sie das leugnen?

    „Sieben arabische Länder erklären dem Zionismus in Palästina den Krieg….Sieben Länder ziehen in den Krieg, um die Teilung aufzuheben und den Zionismus zu besiegen, und verlassen die Schlacht schnell wieder, nachdem sie einen Großteil des Landes Palästina verloren haben – und sogar den Teil, der den Arabern im Teilungsplan zugestanden wurde.

    „Als die Schlacht ausbrach, begann unsere öffentliche Diplomatie, von unseren imaginären Siegen zu sprechen, um die arabische Öffentlichkeit einzuschläfern und von der Fähigkeit zu sprechen, leicht zu überwinden und zu gewinnen – bis die Katastrophe geschah.“

    Das schrieb der arabische Nationalist Constantin Zureiq und er nahm in seiner Kritik kein Blatt vor den Mund. Danach waren die Westbank, Ostjerusalem und der Gaza von Jordanien und Ägypten besetzt und beide Seiten besaßen kein Interesse daran einen arabische Staat zu gründen, im Gegenteil, wäre 1967 nicht gewesen, die Westbank und Gaza wären heute jordanisches, beziehungsweise ägyptisches Gebiet.

    Gaza wurde auf Veranlassung Sharon geräumt. Die wenigen jüdischen Siedler wurden umgesiedelt, die Siedlungen abgerissen, die Infrastruktur für die dort lebenden funktionstüchtig hinterlassen. Voraussetzungen einen Staat zu gründen, auch wenn er nur sehr klein ist. Aber daran hatte man kein Interesse und zerstörte die Infrastruktur, feuerte tausende Raketen auf israelisches Gebiet ab und provozierte den Einmarsch der Armee.

    Das wird von der jüdischen Stimme aber nicht gesehen. Frieden im Nahen Osten ist nun einmal keine Einbahnstraße, für sie allerdings schon. Da werden Märchen und Legenden aufgetischt wie die von der 75 Jahre währenden Kriegserklärung. Noch einmal, es gab nie einen Staat namens Palästina, das wurde auf Veranlassung der UdSSR, Ägyptens und Yassir Arafats gegründet. Erst seit 1964 taucht Palästina auf, davor waren Gaza und Westbank unter arabischer Herrschaft, nicht unter israelischer.

    Was mich an diesen Texten ankotzt, das ist die Verunglimpfung des eigenen Landes, die Unterstützung von Mörderbanden deren Ziel die Auslöschung eines Staates ist. Nun nehmen wir mal an Hamas gelingt ein Sieg auf ganzer Linie gegen Israel, was werden sie tun? Sie würden einen Staat gründen, in dem die Sharia gilt. Die Juden würden sie ausrotten wenn diese nicht schnell genug fliehen können und Nichtjuden hätten die Wahl entweder als Bürger zweiter Klasse zu leben und Abgaben zu bezahlen, oder zu verschwinden.

    Danach würde ein Bürgerkrieg zwischen Hamas und Fatah ausbrechen gegen den der Dreißigjährige Krieg wie eine Rauferei wirkt. Dabei liegt die Lösung, wie man den Konflikt lösen kann, doch so nah. Die Mitglieder reisen gemeinsam in den Nahen Osten und versuchen über Ägypten in den Gaza zu kommen, nehmen Verhandlungen mit der Hamas auf, setzen sich für die Geiseln ein und bieten sich im Gegenzug als menschliche Schutzschilde an, klappte ja vor der Invasion in den Iraq auch.

    Sollten einige überleben, können diese den übrigen Überlebenden erklären was Pragmatismus ist. Es ist nun mal nicht pragmatisch einen Krieg vom Zaun zu brechen, und zu glauben es würde schon nix passieren. Aber das ist die Sache der jüdischen Stimme nicht. Sie fühlen sich im Land der Täter pudelwohl, sie können nach Herzenslust die Deutschen kritisieren die, ihrer Meinung nach, zu israelfreundlich sind und können von Rassismus gegenüber den in Deutschland lebenden Palästinensern sprechen und sich für den BDS stark machen. Sie werden hofiert wenn ein Alibijude gebraucht wird für Meinungen die man sich als Nichtjude nicht traut anzusprechen, gegen einen Ovulus machen sie das.

    „Eine der absonderlichsten Verirrungen deutscher Juden während der Gewaltherrschaft der Nazis war der 1921 gegründete «Verband nationaldeutscher Juden», dem knapp viertausend Juden angehörten, die «bei offenem Bekennen ihrer Abstammung sich mit deutschem Wesen und deutscher Kultur so unauflöslich verwachsen fühlen, dass sie nicht anders als deutsch empfinden und denken können». Die Selbstverleugnung dieser Juden gipfelte in der vom Verband unterstützten Veröffentlichung eines Pamphlets mit dem Titel «Die Greuelpropaganda ist eine Lügenpropaganda, sagen die deutschen Juden selbst», welches Pressemitteilungen und Zuschriften jüdischer Organisationen und Persönlichkeiten sowie offiziöse Statements von Hitler, Göring und Goebbels enthielt.“

    Schreibt Daniel Klein in einem Artikel über „Alibijuden und die Israelkritik“ 2017.

    Bejubelt werden sie von den Linken Kreisen und muslimischen Kreisen die, wäre Israel ein sozialistischer Staat geworden, die Vernichtung der Araber billigend in Kauf nehmen würden.

    Otto Weininger hätte hier seine Lebensaufgabe gefunden, mit Verve gegen einen Staat zu hetzen, der mehrheitlich von Juden bewohnt wird. Störend für ihn allerdings wäre die Begründung „gerade wir als Juden und Israelis.“

  • Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit.
    Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich
    bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das
    Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem
    es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen
    die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit
    Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen
    nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen,
    brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen
    wird der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich
    sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite
    geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum
    Bösen restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich,
    indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist
    dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber
    dem Bösen. …
    Bei genauerem Zusehen zeigt sich, daß jede starke äußere
    Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art einen
    großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. …
    Das Wort der Bibel, das die Furcht Gottes der Anfang der
    Weisheit sei (Sprüche 1, 7), sagt, daß die innere Befreiung des
    Menschen zum verantwortlichen Leben vor Gott die einzige
    wirkliche Überwindung der Dummheit ist.

    Das schrieb der Theologe Dietrich Bonhoeffer in Widerstand und Ergebung. Als ich vor Tagen mich damit beschäftigte warum mittlerweile so viele Menschen absolut verblödet und einer Reflexion nicht fähig sind stiess ich auf seine These. Dann fing ich an Cipollas 5 Gesetze der Dummheit zu lesen, und es ergab einen Sinn. Ob der Nahe Osten oder Diskussion über Politik, der Krieg in der Ukraine oder Klimawandel, de Liste ließe sich endlos fortsetzen.

    Es scheint als wären sehr viele Menschen mit Dummheit infiziert, praktisch wie in dem Film „Body snatcher’s“ hat man erst den Eindruck, man habe es mit einem klugen Menschen zu tun, und plötzlich kommt nur Unsinn heraus. Nehmen wir nur einmal den Klimawandel.

    Die Wissenschaft ist sich einig, dass das Klima sich wandelt und der Mensch einen nicht unmaßgeblichen Anteil daran hat. Der leider verstorbene Lord Jonathan Sacks sagte in der Videoanimation von „The Mutation of Antisemitism“ folgenden Satz,

    When bad things happen to a group, its members can ask one of two questions: “What did we do wrong?” or “Who did this to us?” The entire fate of the group will depend on which it chooses.

    If it asks, “What did we do wrong?” it has begun the process of healing the harm. If instead it asks, “Who did this to us?” it has defined itself as a victim. It will then seek a scapegoat to blame for all its problems.

    Diesen Prozess findet man auch bei einem dummen Menschen, im Fall der Frage who did it to us, sagt Cipolla, dass der dumme Mensch keinen Nutzen und keinen Mehrwert für die Gemeinschaft bringt sondern im Gegenteil, er schadet sich noch selbst. Ein dummer Mensch erkennt nicht die Tragweite seines Handelns. Sagt man ihm dass es gefährlich für die Umwelt sein würde, wenn er seinen Müll einfach auf die Straße wirft, dann folgt entweder das Argument, „aber die anderen machen das doch auch!“ Oder er streitet das mit einem Scheinargument ab. „Die Natur kümmert sich schon um meinen Müll.“ Das macht sie nicht, es interessiert ihn aber auch nicht wirklich.

    In Psychologie der Massen schreibt Gustave Le Bon davon, dass sich die Menschen immer dem zuwenden würden der ihnen einfache Lösungen auf komplizierte Fragen gibt und die anderen verachten. Ich denke eher das hier, wie Bonhoeffer schreibt, die Dummheit Gestalt annimmt. Man beschäftigt sich nicht mit der Frage, ob der Mensch wirklich auf dem Mond gelandet ist, sondern streitet das rundweg ab und beruft sich auf Verschwörungstheoretiker, die meist in Antworten verpackte Fragen stellen. „Qui Bono“ – wem nutzt es, ist so eine Frage, denn die einfache Antwort wird direkt mitgeliefert „warum sieht man auf den Aufnahmen vom Mond keine Sterne?“

    Der Tatsache zum Trotz, dass diese Frage schon tausendmal beantwortet ist, wird diese Frage jedesmal so oder so ähnlich wieder gefragt. Damit beginnt, was Cipolla und Bonhoeffer den Wohlfühleffekt nennen. Der Dumme befindet sich in seiner Komfortzone, denn er kennt die Antworten, die außerdem den Vorteil haben das er zu den „Wissenden“ gehört, die Antworten reichen ihm um sich sicher zu fühlen und aus einer vermeintlichen Position der Stärke heraus zu argumentieren, oder auch nicht.

    Einwände kommen an ihm nicht ran, im Gegenteil geht dieser zum Gegenangriff über, meist ad hominam. Die, die sich wirklich mit der Frage beschäftigen sind Schlafschafe, stecken in der Matrix oder haben das System nicht so durchschaut wie sie es durchschaut haben. Nun könnte man fragen, „ja, aber damit tragen sie doch zum Gemeinwohl bei?“ Nur ist nicht jeder dumm, dass heißt diejenigen die hilflos oder intelligent sind profitieren nicht von diesem Weltbild.

    Spricht Bonhoeffer von einer Machtentfaltung die Menschen mit Dummheit schlägt bin ich eher der Auffassung, dass es bestimmte Menschentypen gibt, die die Dummheit im innern tragen. Wie bei einem Schläfer reicht es ein bestimmtes Triggerwort zu nutzen, das diesen Effekt auslöst. Ich könnte mir vorstellen, dass ohne es ihnen bewußt war, sowohl Le Bon als auch Bernays die Dummheit beschrieben.

    „Der einzige Unterschied zwischen „Propaganda“ und „Bildung“ besteht im Grunde nur in der Sichtweise. Das Eintreten für das, woran wir glauben, ist Bildung. Das Eintreten für das, woran wir nicht glauben, ist Propaganda.“

    sagt Bernays, mein Problem damit ist, dass sehr viele überzeugt von dieser Propaganda sind. Sie glauben an das, was sie hören. Es regnet, daran sind die Juden schuld. Ich finde keine Arbeit, das kann nur an den Migranten liegen.

    Die Frage ist, wie holt man diese Leute wieder in die Gesellschaft? Sie sehen sich selber als Elite, egal ob Querdenker oder Anhänger der AfD, Fakten glauben sie nicht mit Logik kann man ihnen nicht kommen und, das ist das fatale, glauben ernsthaft was sie von sich geben oder sind überzeugt von ihren Handlungen. Selbst Bonhoeffer gibt zu, dass wir gegen die Dummheit wehrlos sind und argumentiert am Ende theologisch, es ändert aber nichts an der Tatsache vor einem langen und schmerzhaften Prozess zu stehen.

    Ein sehr gutes Beispiel sind die Republikaner. Donald Trump ist das, was Cipolla einen Banditen nennt, jemanden der keinen Mehrwert für die Gesellschaft bringt sondern sich selber an der Gesellschaft bereichert. Das macht er so geschickt, dass die Dummen ihm, wie dem Rattenfänger von Hameln, folgen. Dabei ist Trump nicht mal hochgradig intellektuell und ich wage zu behaupten, dass er viele Aktionen nicht mal ansatzweise versteht. Nehmen wir seine Rede die zur Erstürmung des Weißen Hauses führte.

    Ich frage mich ob er kein Bandit sondern eine Mischung aus Dumm und Bandit ist, denn vieles in Vergangenheit war zu seinem Vorteil, sein Präsidentenamt schuf nicht mal einen Mehrwert für die amerikanische Gesellschaft und sein Vorgehen war nicht rational sondern von Irrationalität geprägt. Er drohte Montags mit einem Atomkrieg, erklärte am Dienstag ein Militärschlag reicht, am Mittwoch war es ein Drohnenangriff, am Donnerstag überlegte er sich Sanktionen, am Freitag lud er seinen Kontrahenten zu Gesprächen ein.

    Ihn kann man zur Not stoppen, aber wie will man die Dummheit seiner Anhänger bekämpfen? Man kann sie nicht in Lager stecken oder Wegsperren, denn sie haben ja noch nichts getan. Also welche Möglichkeiten hat man? Man kann sie nicht mal zwingen an Schulungen teilzunehmen, selbst wenn sie kommen, lehnen sie das was gesagt wird kategorisch ab. Jemand der anfängt sich zu beschäftigen, wird von denen gebremst die das ablehnen, ihm sogar Gewalt androhen, denn das ist auch ein Phänomen der Dummen, sie werden aggressiv.

    Wr werden noch lange mit diesen Leuten leben müssen, wir brauchen sie nicht zu akzeptieren – sie akzeptieren uns ja auch nicht – und auch wenn es schwer fällt, sobald wir an diesen Typus geraten sollten wir sofort die Diskussion abbrechen, sollen sie doch triumphieren. Auf Twitter blocken sie einen, um sich nicht mit den Fakten auseinanderzusetzen. Mick Wallace ist so ein Beispiel. Der ist so in seiner Traumwelt und Ideologie gefangen, dass er die Realität komplett ausblendet.

    Uns stehen leider düstere Zeiten bevor, wappnen wir uns.

  • Der Weg durch die Instanzen

    Na? Das war vielleicht ein Schock als in irgendeine Landpomeranze in irgeneinem Lankreis, da wo sich die Füchse Gute Nacht sagen und man nicht tot über’n Zaun hängen möchte, gewählt wurde. Man reibt sich verwundert die Augen, beschimpft die Menschen, wie sie denn jemanden von der AfD haben wählen können und beschwört die demokratische Einheitsfront. Das es nur eine Frage der Zeit war, bis das passiert, habt Ihr konsequent ignoriert.

    Es hat sich zwar seit Jahren abgezeichnet aber da Ihr Euch immer in der Mehrheit wähntet habt Ihr das Menetekel an der Wand schlicht übersehen. Vielleicht wolltet Ihr das auch gar nicht sehen – „Hier bei uns? Nach dem was passiert ist? Kann nicht sein. Nun es konnte doch sein. Die AfD ist auf dem Vormarsch und Ihr hättet es schon lange wissen können, wenn Ihr Euch mal mit diesen Leuten beschäftigt hättet, und wenn Ihr Euch mal im Land umgeschaut hättet, aber das habt Ihr offensichtlich nicht.

    Seit Jahren beschäftigen sich Studien mit den östlichen Bundesländern und seit Gründung der AfD wuchs diese immer weiter an und hatte mehr und mehr Stimmenanteile. Die Antwort der Politik war, sich an die Rethorik der AfD angleichen. Man knickte bei den Flüchtlingen ein und stimmte letztendlich der EU zu, damit die Asylanten irgendwo in der Wüste ausgesetzt werden und hat es etwas gebracht? Natürlich nicht, denn Pegida erschien ja nicht aus dem Nichts und die Flügelkämpfe der AfD waren ja schon legendär. Die AfD, besser die braune und deutschnationale Brut suchte sich einen bürgerlichen Anstrich.

    Denn nur Hardcorerechte machen ihr Kreuz bei der NPD oder dem III. Weg und es ist so wie in der Bundesrepublik. Die NPD betrieb Wahlstände in den Innenstädten und nur wenige schauten da vorbei, sie wurden halt immer schmuddeliger. Die extremen Rechte wie Kühnen und Konsorten gründeten Parteien am Fließband und die Justiz verbot diese wie am Fließband, ja und dann kam der Mauerfall.

    Viele machten sich lustig über „die Ossis,“ die Politik rief ihnen zu, „Ihr seid Frei! Und nun habt Spaß,“ und zog sich zurück. Wie der Journalist Ludwig Greven im Gespräch sagt:

    Ich beschreibe nur eine Realität: Wer in einer Diktatur groß wird, wird dadurch sozialisiert. Ich bin auch mit Staatsbürgerkunde indoktriniert worden. Bei manchen hat das mehr, bei anderen weniger verfangen. Das hängt auch von der Prägung durch das Elternhaus ab. In der friedlichen Revolution haben viele für demokratische Veränderungen demonstriert, aber längst nicht alle, nicht die vielen Profiteure, die die DDR gerne behalten hätten. Sie alle wurden Bürger einer bestehenden demokratischen Ordnung, anders als in den osteuropäischen Ländern aber als Autodidakten. Ein großes Versäumnis war, dass man nicht gleich viel mehr in die politische Bildung investiert hat. Ich habe ab der neunten Klasse im Gemeinschaftskundeunterricht erfahren, wie die parlamentarische Demokratie funktioniert. Meinen Eltern hat das niemand erklärt. Sie haben sich das selbst erworben, aber nicht alle dieser Generation. Ich habe das in der Coronakrise wieder erlebt. Da treffe ich immer wieder auf Menschen, die laut über die Einschränkung von Grundrechten klagen, aber offensichtlich nicht wissen, dass der Gesetzgeber z. B. das Versammlungsrecht in einem solchen Fall einschränken kann.

    Das alles haben weder Ihr im Westen, noch die Politiker wirklich ernst genommen. Vielleicht habt Ihr das auch einfach ignoriert, selbst als die „10. Leipziger Autoritarismus-Studie veröffentlicht wurde konnte man wahrscheinlich ein leichtes Aufatmen hören und nahm den Rest gar nicht mehr wahr.

    „Als positives Ergebnis verzeichnen die Forscher der Universität Leipzig im Vergleich zur vorherigen Befragung 2018 einen Rückgang des Anteils der „manifest ausländerfeindlich Eingestellten“ von 23,4 auf 16,5 Prozent. Allerdings zeigen sich dabei deutliche Unterschiede zwischen Ost und West: In Westdeutschland sank der Anteil von 21,5 auf 13,7 Prozent, in Ostdeutschland nur von 30,7 auf 27,8 Prozent.“

    Und als wäre das kein Warnsignal kam die Studie zu dem Ergebnis:

    „Die Werte von Ost- und Westdeutschland liegen oft so weit auseinander, dass sich die Frage stellt, ob es überhaupt Sinn ergibt, diese in einem Graphen zusammenzufassen. Während in Westen mit 1,8 Prozent der Befragten nur eine verschwindend geringe Minderheit eine rechtsautoritäre Diktatur befürwortet, sind es im Osten 8,8 Prozent (gesamt: 3,2 Prozent). Und es ist nicht so, dass sich dieser Unterschied in den anderen Teilen der Befragung relativieren würde.“

    Gemacht wurde indes nicht viel. Statt zivilgesellschaftliche Organisationen weiter zu stärken, wurden die Gelder gekürzt. Dabei hätte man das alles vermeiden können indem man Informationscenter eingerichtet ,und die Leute besucht, um mit Ihnen über die DDR und den Unterschied zur BRD geredet hätte. Man hat den Leuten Demokratie nicht erklärt sondern war der Meinung sie müßten jetzt schauen wie sie zurecht kommen.

    Ein hoher Prozentsatz waren Leute die sich in der DDR eingerichtet hatte und nun ein neues System bekamen, die wollten aber kein neues System sondern das alte, wenn nicht behalten, dann zumindest die Möglichkeit ohne Beschränkungen zu reisen. Nein, man mußte unbedingt vereinigen, denn es ging Kohl und Konsorten nicht um die neuen Bundesländer sondern um Wahlstimmen. Außerdem konnte man die Bilanzen schönen, hat ja auch prima geklappt. Und nach über 30 Jahren steht man nun vor den Trümmern dieser idiotischen Politik.

    Viele ehemalige DDR Bürger haben sich, weil es ja so einfach war, hoffnungslos überschuldet. Andere wurden über Nacht Millionäre, ihre Einstellung behielten sie allerdings bei und ND und Junge Welt jammern immer noch der alten Republik hinterher und unterscheiden sich in ihrem Weltbild kaum von der AfD, das einzige, ND und JW sind wenigstens nicht Xenophob.

    Schon als Rostock brannte, da hätte man ahnen können was man sich für einen Klotz an’s Bein gebunden hat, nun ist’s zu spät. Ja, Ihr seid mehr und während Ihr Euch gegenseitig an die Gurgel geht da lachen die Damen und Herren der AfD. Wie schrieb der Tagesspiegel

    Im Rückblick wird Weimar gerne als „Republik ohne Republikaner“ bezeichnet, als Staat, der untergehen musste, weil seine Bürger nicht für ihn kämpfen wollten. Mit den Folgen des verlorenen Weltkriegs ist das Land von Anfang an nicht fertig geworden, nun zerbröselt die Freiheit zwischen den politischen Extremen.“

    Der Unterschied ist, Ihr seid mit der Wiedervereinigung von Anfang an nicht fertig geworden und in Eurer Arroganz wolltet Ihr das jetzt alle Demokraten sind, aber da haben Euch einige in die Suppe gespuckt und jetzt zerbröselt die Freiheit wieder.

    So liebes Deutschland, ich wünsche Dir viel Spaß mit der Brut die Du in Deiner maßlosen Arroganz herangezüchtet hast. ALG II war dann das i-Tüpfelchen. Es wird nicht lange dauern und man macht wieder Jagd auf Leute die nicht arisch genug aussehen.

  • Hatte ich im letzten Beitrag versucht noch einigermaßen Verständnis zu zeigen, fehlt es mir jetzt ganz denn es scheint der LG nicht um Klima zu gehen, sondern um den Klassenkampf zwischen arm und reich. Nun trifft es zu, dass Reiche das Klima mehr belasten, die Frage die sich stellt, ob diese Aussage allgemein gültig ist. Ich muss gestehen ich kenne nicht viele Leute die Reich sind, wohlhabend ja, aber nicht reich. 

    Nun leben die recht ökologisch, ganz einfach weil sie es sich leisten können und hinter dem Klimschutz stehen, denn sind wir mal ehrlich, wir würden doch auch, wenn wir könnten, gehobene Marken tragen oder nicht? Und ich glaube die Mitglieder tun das mit Sicherheit. Früher habe ich das auch gemacht, nicht weil es schick und teuer war, sondern weil es länger hielt, aber mittlerweile ist mir das nicht mehr möglich, denn als Spätfolge des Schlaganfalls habe ich chtonische Rückenschmerzen und mein Gewicht schwankt extrem, dabei habe ich gerne Polohemden, Hosen und Jeans von Timberland und Lacoste getragen oder Rugbyshirts von Canterbury of New Zealand und Cotton Trader. Nun sind sie von Penneys und Dunnes denn bei jedem Gewichtswechsel, eine Hose von Armani ist nicht mehr drin.

    Um also die Reichen vermeintlich bis in’s Mark zu treffen, reisten Mitglieder von LG aif die Insel Sylt. Man weiß ja, dass jeder Sylter mehrfacher Millionär ist, sangen auch die Ärzte

    „Es ist zwar teuer,
    dafür ist man unter sich
    und ich weiß
    jeder zweite ist genauso blöd wie ich.“

    Nun haben die Sylter längst ihren Frieden mit den Ärzten gemacht, aber das mit den Reichen werden sie nicht los. Ja, Leben auf Sylt ist teuer aber weder leben, noch urlauben alle deutschen Millionäre und Milliardäre auf der Insel. Trotzdem glaubt die Letzte Generation sie habe ein Recht dazu Privateigentum anzugreifen und sich dabei zu filmen, und zu fotografieren.

    Ein Golfplatz wie dieser verbraucht so viel Wasser wie 750 Menschen in Deutschland pro Jahr. Gleichzeitig steuern wir auf den fünften Dürresommer in Folge zu.

    Ich habe mich schlau gemacht, ob dieser Vorwurf stimmt, beziehungsweise stimmen kann. Hilfreich wäre es gewesen, sich vorher zu informieren und in der Tat, das Internet ist voller Informationen, gerade über den Golfsport und da ist von Ressourcenverschwendung nicht viel zu lesen, denn seit 2005 betreiben der Golf Verband und der Naturschutzbund eine Kooperation zum Thema Nachhaltigkeit, also etwas das diese Leute komplett ignorieren, weil sie Golf mit Reichensport verbinden.

    Nun gibt es zwar Mitgliedschaften bei Golfclubs, trotzdem bieten die meisten Anlagen Platzrunden an, teilweise zu mehr als günstigen Preisen. Golf ist also längst kein „Elitensport“ oder Milliardären vorbehalten, auch wenn Trump einige Plätze besitzt. Hier in Irland kostet eine Platzrunde etwa 20€ also nicht wirklich die Welt. Man könnte das akzeptieren, dass würde aber die Beschäftigung mit dem Thema bedeuten, denn den meisten Betreibern ist längst klar, dass es so nicht weitergehen kann und betreiben ein Wassermanagement.

    Und genau das sieht die Letzte Generation nicht, deren Weltbild nicht nur in Schwarz und Weiß, sondern auch in Schablonen besteht. Dabei bekannte auf Twitter eine Sympathisantin, dass sie Tennis spielen würde. Auf die Frage, warum sie dann Golfspieler nicht toleriert, war ihre Antwort mit „ich hasse Golf, weil das Reiche spielen,“ eindeutig. Sie beklagte zwar den Wasserverbrauch bei Tennisanlagen, aber wenn man Golf hasst weil es Reiche spielen, ist der Wasserverbrauch der Tennisanlagen zu vernachlässigen.

    Hätte es Boris Becker und Steffi Graf nicht gegeben, Tennis wäre auch weiterhin ein Elitensport. Tennis spielte die obere Gesellschaft, da war man unter sich und viele Tennisclubs ließen sich die Mitgliedschaft viel Geld kosten. Da wäre es doch konsequent sich auf den Tennisplätzen festzukleben, besonders da in Deutschland 2023 sieben wichtige Tennisturniere stattfinden, unter anderem auch die Hamburg European Open.

    Stattdessen reisen sie nach Sylt, verwüsten die Insel, legen ein Flugzeug lahm, weil „Eat the rich,“ diese Leute angeblich für das Elend in der Welt verantwortlich sind und ihnen, warum auch immer, die Zukunft wegnehmen. Ja, sie verursachen mehr CO2, sie können aber auch dazu beitragen den Klimaschutz zu beschleunigen, nicht nur mit ihrem Geld oder ihrem Einfluss. Aber warum sollte man es als ein gemeinschaftliches Ziel sehen, wenn die Letzte Generation ein kleine Gruppe von Menschen dafür verantwortlich macht. Vor allem begreifen sie nicht, dass man nicht einfach so auf Inseln bauen darf.

    Die Genehmigung für Ferienwohnungen beispielsweise wird nicht mehr vergeben. Und, vielleicht noch entscheidender, viele, die auf Sylt Einrichtungen bauen machen dies im Sinne der Nachhaltigkeit.

    Was die letzte Generation betreibt ist einfach nur eine Kampagne, nicht für den Klimaschutz – das mögen sie vielleicht so sehen – als vielmehr für einen Gesellschaftskampf. Das dämonisieren einer Gruppe die nun einmal das Glück/Pech hat mehr zu besitzen als der Durchschnitt, und dafür verantwortlich zu machen, hat eher mit Spaltung als mit Erhalt zu tun.

    Man muss es deutlich sagen. Die Letzte Generation ist eine Ansammlung von idiotischen Schwurblern die irgendwelche Ziele benennen und verlangen, dass andere diese gefälligst umsetzen. Statt auf elektronische Geräte wie Smartphones oder Computer – die nicht berade umweltfreundlich produziert werden – zu verzichten, werden diese intensiv benutzt. Thematisieren sie das? Nein, warum auch, denn die anderen sind nicht nur am Klimawandel schuld, sie sind auch Schuld am scheitern der LG.

    Dabei liegt die Lösung für diese Menschen, die ja nicht alle erst im Kindergartenalter sind, zu überlegen, was sie für das Klima tun, beziehungsweise tun können. Das Zerstören von Privateigeigentum, das Nötigen von Autofahrern oder der Eingriff in die Flugsicherheit sind kein legaler Protest, noch irgendeine Art von Widerstand. Also, warum starten sie selber keine Projekte? Ein 76-Jähriger baut sein Haus in Eigenregie um, ein anderer nutzt Wasserstoff, ein dritter hat sich seinen Traum von einem nachhaltigen Haus erfüllt. aber warum sollten sie das machen. Ein Earthship ist leicht zu bauen.

    Und genaus das ist das Problem, auch von Gruppen wie FFF. Sie haben nichts für die Gesellschaft, auch Greta Thunberg nicht. Nur die Apocalypse schwebt bei ihnen in der Luft. Endzeitstimmung findet man eher bei Sekten, wie bei der von Jim Jones gegründeten Sekte in Jonestown 1978. Wenn ich alles zerstöre ist damit der Klimawandel nicht gestoppt, auch wenn die Bundesrepublik pötzlich Klimaneutral wird, denn, glauben diese Leute wirklich jedes Land auf der Welt nimmt sich Deutschland zum Vorbild?

    Der Schauspieler Arnold Schwarzenegger brachte es in einem Interview gegenüber CNN auf den Punkt und sagte, „ich mag es nicht so gerne vom Klimawandel oder der Klimawandel Katastrope zu sprechen, denn das Klima tötet nicht vielleicht hundert luete hier und da durch Überschwemmung oder Feuer. Die Umweltverschmutzung ist es , die tötet – 7 Mio pro Jahr – und das müssen wir stoppen um den Klimawandel in den Griff zu bekommen.“

    Es wäre besser diese Leute würden sich darauf konzentrieren etwas positives zu machen, Flüsse säubern, Strände aufräumen, wilde Müllkippen beseitigen denn es werden Kühlschränke und andere für die Natür tödliche Gegenstände entsorgt ohne das die Letzte Generation sich daran stört. Denn wenn man von Wasserknappheit spricht, dann muss man auch davon sprechen, wie man die Wasserknappheit bekämpft und da tragen Regierungen und Landwirte einen Anteil, aber ich höre weder Lösungen noch Vorschläge dazu.

  • Wenn es um Palästina geht, dann feiern Märchen Hochkonjunktur. Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht irgendein palästinensischer Politiker seine Sichtweise zu präsentieren, seit wann der Flecken im Nahen Osten eigentlich existiert. Nun hat sich zum Naqba Tag der Präsident des palästinensischen Nationalrates zu Wort gemeldet, und seine blumige Sichtweise der Geschichte präsentiert.

    Sage und schreibe 1,5 Mio. Jahre, so lange existiert Palästina und seine Einwohner schon, gemäß Rawhi Fattuh. Jeder kennt Schehrezâd, die Tochter des Königs Schahryâr. Um dem Treiben ihres Vaters einen Riegel vorzuschieben – der von seiner Frau betrogen wurde und es sich zur Angewohnheit gemacht hatte, jeden Tag eine andere Frau zu heiraten und diese am nächsten Morgen hinzurichten – entsann sie eine List. Sie bat ihren Vater sie zur Frau zu nehmen, und begann ihm Geschichten zu erzählen, so dass ihr nicht das gleiche Schicksal blühte. Einige Märchen aus 1001 Nacht fanden Einzug in Film und Fernsehen, auch wenn viele Geschichten wohl nicht darin vorkamen.

    Rawhi Fattouh

    Märchen haben eine lange Tradition im arabischen Raum, allerdings muß man es so sagen, die Märchen der palästinensischen Politiker stellen alles in den Schatten, dagegen liest sich 1001 Nacht wie ein Tatsachenbericht aus dem Mittleren Osten. Nicht nur die Gegenwart wird verzerrt dargestellt, auch die Geschichte wird sich zurecht gebogen

    Wenn man sich mit den ganzen Aussagen beschäftigt die Abu Mazen stets zu Besten gibt oder von anderen Führern erzählt werden, dann hat man genügend Material für eine völlig neue Geschichtsschreibung.

    Die Enstehungsgeschichte, frei nach Abu Mazen

    Am Anfang war Finsternis, Erde und der Himmel waren eins und der Prophet Yassir hob seinen Stab und trennte die Erde vom Himmel. Er schuf die Sonne und den Mond sowie die Sterne am Firmament und als er fertig war, schaute er auf sein Werk und war zufrieden. Am zweiten Tag schuf er die Erde nach seinem Vorbild. Berge und Wälder, Seen, Flüsse und Meere, Wüsten und Sanddünen ließ er entstehen. Es erschienen Tiere in allen Kategorien, Brontosaurus, Tyrannus Rex, Velociraptor, Triceratops und viele viele mehr.

    Yassir war zufrieden und schuf den Protyp des Menschen, der wurde allerdings gleich am ersten Tag vom Velociraptor erschossen, seine Organe entnommen und eingefroren. Der Rest wurde zu Obladen verarbeitet und von den anderen Jägern gegessen, selbst der Schädel wurde zweckentfremdet. Yassir war so wütend, dass er mit feurigen Steinen warf und alle Dinosaurier verschwanden, auch seine Lieblinge die Brontosaurier. Yassir meditierte und begann die Erde anders zu besiedeln, es kam das Mammut, der Säbelzahntiger, das Riesenfaultier und der Gigantopithecus.

    Yassir war zufrieden und machte sich daran den ersten Palästinenser zu schaffen. Er schuf Mahmoud und war zufrieden, allerdings fühlte er sich einsam und kalt war ihm auch, also gab Yassir ihm seine Kufiya und sagte zu ihm, „das ist von nun an Deine Nationaltracht.“ Mahmoud freute sich sehr und dankte dem Yassir aber das löste immer nocht nicht eines seiner Probleme. „Herr, wie kann ich ohne Kinder leben? Ich kann sie nicht selbst machen.“ Yassir dachte nach und fand dass er Recht hatte. Ein Planet ohne Palästinenser wäre sinnlos, also schuf er Mahmoud eine Gefährtin. Schwupps erschien Sumaya an Mahmoud’s Seite.

    „Nun, ich will ja nicht meckern, aber wäre es möglich ihr mehr Rundungen zu geben und ein paar Latschen für ihre Füße vielleicht.“ Und Yassir erfüllte seinen Wunsch, das war vor 1,5 Millionen Jahre. Mahmoud und Sumaya schufen die erste palästinensische Großfamilie so zufrieden waren sie. Irgendwann war das Glück getrübt, denn zwei ihrer Söhne hatten Streit miteinander. Yussuf und Habeeb gerieten eines Tages in einen furchtbaren Streit und Habeeb weigerte sich weiter Mitglied der Familie zu sein, überhaupt fühlte er sich jetzt stark genug auf eigenen Füßen zu stehen, und schlug Yussuf auf den Kopf.

    Yassir war so sauer das er mit dem Finger ein Gebiet malte und sagte, „das ist Gaza, da kannst Du machen was Du willst, die Familie will Dich nicht mehr.“ Also zog Habeeb nach Gaza und baute dort Gaza City, in der Hoffnung mehr Halunken anziehen zu können.

    Die Araber kommen

    Nun kommt Fahrt auf, denn weder die Palästinenser, noch Juden waren die ersten Bewohner, woher ich das weiß? Das Königliche Aal Al-Bayt-Institut für islamisches Gedankengut hat sich dankenswerter Weise die Mühe gemacht und die Geschichte aufgedröselt. Die Araber lebten schon immer da, da war Palästina nur ein feuchter Traum. Zusammen mit Hamiter, Kanaaniter und Jebusiter schaufelten sie das Mittelmeer und nutzten den Sand um den Nahen Osten zu kreieren, der schon zu der Zeit Palästina hieß.

    Der erste Muslim, quasi der Vader Abraham der Muslime war Noah, und der war nicht nur Muslim, sondern auch Araber, das Al-Bayt Institut wird das bezeugen, denn die Zionisten Juden kamen erst viel viel viel später. Die Araber, so heißt es, waren im Prinzip 2000 Jahre länger da und ihnen gehörte ganz Jerusalem, einschließlich des Tempelberg und die Moschee wurde 5000 vor Christus errichtet, so ist das. Jeder in Ramallah kann das bezeugen. Die Bezeichnung „Tempelberg“ ist auch ein Übersetzungsfehler, es heißt nicht Har ha-Bajit sondern al-haram asch-scharif, das edle Heiligtum und die sogenannte Klagemauer haben die Juden drumherum errichtet. Sie heißt deswegen Klagemauer weil die Al-Aqsa Brigaden unter ihrem Anführer Hussein al-Arab sie erfolgreich abgewehrt haben.

    „Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“

    Gustave Le Bon beschrieb in seinem Buch „Die Psychologie der Massen,“ die Mechanismen die dazu führen, dass Menschen eine offensichtliche Lüge glauben und den Fakten mißtrauen. Der Mephistopheles der deutschen Geschichte – Joseph Goebbels – sagte:

    „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebens­wichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.“

    Der ganze palästinensische Nationalismus beruht auf einer Lüge und soll die Verbindung der Juden zum Nahen Osten bestreiten. Es ist dabei völlig egal, dass Juden schon immer dort gelebt haben, Jerusalem immer eine Mehrheit jüdischer Einwohner hatte oder ob zionistische Organisation, der WJC und der Maccabi Land in Palästina kauften. Die Ansiedlung der Juden in Palästina führte zu einer verstärkten Einwanderung der Araber aus Ägypten, Jordanien und anderen Teilen, die in späteren Jahren noch durch die britische Mandatsmacht zusätzlich begünstigt wurde. Tatsache ist, der größte Teil des Landes gehörte Großgrundbesitzern denen es die Juden abkauften und es darüberhinaus vermieden, in überwiegend arabischen Gegenden Land zu kaufen. Das Märchen vom Staat Palästina existiert, obwohl es nie einen palästinensischen Staat gab. Seit 1964 wurde die Legende vom Staat Palästina stetig ausgebaut, dabei waren es der KGB, Gamal Nasser und Yassir Arafat die diese Legende geschaffen haben und es ist erstaunlich, dass nur wenige Palästinenser diese Geschichte hinterfragen.

    Der arabische Nationalist Constantin Zureiq schrieb in seinem Buch „Ma’na an-Nakba“ – die Bedeutung der Nakba – „Die Niederlage der Araber in Palästina ist kein kleiner Untergang – naksa … Es ist eine Katastrophe – nakba – in jedem Sinne des Wortes.“ und weiter, „Sieben arabische Länder erklären dem Zionismus in Palästina den Krieg….Sieben Länder ziehen in den Krieg, um die Teilung aufzuheben und den Zionismus zu besiegen, und verlassen die Schlacht schnell wieder, nachdem sie einen Großteil des Landes Palästina verloren haben – und sogar den Teil, der den Arabern im Teilungsplan zugestanden wurde.“

    Abschließend schrieb er, „Wir müssen unsere Fehler eingestehen … und das Ausmaß unserer Verantwortung für die Katastrophe, die unser Los ist, erkennen.“

    Er kritisierte auch die Tatsache dass die Araber den Teilungsplan abgelehnt und den Leuten Gift in die Ohren geträufelt hätten, das Palästina schnell befreit werde und die Bevölkerung im Triumphzug mit den arabischen Truppen heimkehren könne. Forderte Zureiq dass man wenigstes die Flüchtlinge in die arabischen Gesellschaften integriere, wurde auch das nicht umgesetzt. Im Gegenteil, überließ man es der UNO sich um die Flüchtlinge zu kümmern.

    „Der Zionismus ist tief in das westliche Leben eingepflanzt, während wir weit davon entfernt sind… Sie leben in der Gegenwart und blicken in die Zukunft, während wir wie betäubt von einer großartigen Vergangenheit träumen.“

    Und genau das ist der Grund warum es kaum eine Möglichkeit für Frieden gibt, denn das Märchen existiert ja nicht nur in den Köpfen, sondern wird seit etwa 2000 von Generation zu Generation weitererzählt und taucht in offiziellen palästinensischen Büchern und Schulbüchern auf. Es wäre dringend geboten, dass sich mal jemand ein Herz nimmt und diesen Leuten ihre Legenden so lange um die Ohren schlägt bis sie in der Realität angekommen sind.

  • In der neuen Ausgabe Jungle World schreibt Bernhard Torsch unter dem Titel „kaum noch Verbündete,“

    »Klimaaktivisten – angeführt von der moralischen Stimme junger Menschen – haben ihre Ziele auch in den dunkelsten Tagen weiterverfolgt. Sie müssen geschützt werden, und wir brauchen sie jetzt mehr denn je«, sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres am 26. Mai.

    Mit dieser Aussage verkennt Guterrez das es bei den Klimakonferenzen und Gipfeln immer zu Zusagen kam, die nie eingehalten wurden. Greta Thunberg schrie die Teilnehmer förmlich an und erntete dafür Applaus und Jubel, die Stimmung war wie beim Rütli Schwur, man versprach einander alles zu tun was notwendig sei, um das schlimmste zu verhüten. Eine halbe Stunde später am Buffet war die Sache wieder vergessen. Das Anliegen von Fridays for Future oder Letzte Generation unterstütze ich – bis auf die antisemitischen Ausfälle von Fridays for Future -, aber die letzte Generation nutzt die völlig falschen Methoden etwas zu erreichen, und das Ergebnis sieht man jetzt.

    Die deutsche Regierung ist praktisch vor dem konservativen Mob eingeknickt, denn die letzte Generation hat sich nun mal nicht darauf beschränkt Straßen zu besetzen, und Fassaden oder Kunstwerke zu beschmieren, sondern hat Ordnungswidrigkeiten begangen und es ist an den Gerichten zu entscheiden, ob diese Art von Protest legitim ist oder nicht. Sie ist aber keine, wie stets behauptet, terorristische Vereinigung, sie hat ja nun nicht Pipelines gesprengt, denn zwischen Nachdenken und ausführen liegen Welten. Das Problem der LG ist, dass sie zu einer extrem schlechten Zeit auf den Plan getreten ist und mit ihren Aktionen die Bevölkerung gegen sich aufgebracht hat. Vierzehn Prozent halten den Protest für richtig, die überwiegende Mehrheit lehnt ihn ab und das sind die, die man braucht, will man was verändern.

    Der Zeitpunkt, den sie gewählt haben, ist von daher schlecht gewählt weil es eine Zeit des weltweiten Populismus ist. Fritz Jergitsch beschreibt in seinem Buch „Die Geister die ich teilte“ wie das Internet auch den Vormarsch der Autokratien begünstigte und diese weltweit wieder auf dem Vormarsch sind.

    Die Orgnisation Democracy Without Borders schreibt auf Ihrer Website dass nur 14% der Weltbevölkerung in liberalen Demokratien leben, die Mehrheit in Autokratischen Ländern, beziehungsweise Diktaturen leben. Das V-Dem Institut in Göteborg veröffentlich regelmäßig den Demokratie Index in der Welt und damit kommen wir zu einem der Probleme, die die letzte Generation hat. Ihr Versuch mit einer Art Zwang veränderungen zu erreichen, nur je mehr man Straßen blockiert, desto mehr wächst der Widerstand. Und man sieht in Deutschland wohin das Land in den letzten 20, 30 Jahren gegangen ist. Wenn eine Partei wie die AfD laut Umfragen gleichauf mit der SPD liegt, dann ist was falsch im Staat und wenn eine Organisation die Gründung eines Gesellschaftsrates für eine notwendige Idee hält, dann werde ich skeptisch.

    Es klingt zwar auf den ersten Blick zu schön um wahr zu sein, die Tücke steckt im Detail. Man will nach Vorbild von Bürgerräten die Teilnehmer zufällig auslosen und diese sollen dann „Deutschland in Klein,“ die Frage die sich mir stellt, wieviele Bürger sollen teilnehmen und wie wird ausgelost. Nehmen wir einmal an, die Idee setzt sich durch und man lost auch Klimaleugner und Gegner aus, die dann in diesem Rat sitzen. Denn der Rat soll ja offensichtlich keine Experten beinhalten sondern einfache Bürger. Es stellt sich dann die Frage wie wird abgestimmt. Mehrheitsentscheid? Was wenn die Gegener des Klimaschutzes die bessern Argumente vorbringen und so eine Mehrheit auf ihre Seite ziehen? Stimmt man so lange ab bis das Ergebnis paßt? Oder, schlimmer noch, wird vor der Auslosung des Rates ein Gesinnungstest durchgeführt?

    Dann kommt das nächste Problem. Es wird gesagt, dass Deutschland Vorreiter in Sachen Klimaschutz werden kann, was heißt, man müßte Deutschland Ernst nehmen, das ist aber nicht der Fall. Man mag zwar einen guten Stand in der Welt haben aber lange keine Vorbildfunktion, also wie will man andere Länder dazu ermutigen es Deutschland gleichzutun? Man hat es bei Klimagipfeln gesehen und bei den Schwüren gehört, und spürt noch die Krokodilstränen auf den Lippen. Europa versucht sich mit allen Mitteln von der Abhängigkeit gegenüber Chinas Wirtschaft zu lösen, das wird laut Experten allerdings bis zu zehn Jahre dauern, bis Europa im Stande ist alles benötigen Bauteile selbst herzustellen. China ist führend im Solarsektor, die Sonnenkollektoren kommen überwiegend aus China. Und, man hat es gesehen, während der Covid Krise war die Wirtschaft in Europa massiv betroffen, denn ein Exportstop bedeutet, dass man nicht fertig produzieren kann.

    China hat quasi ein Marktmonopol auf Fahrräder und Bauteile. Die portugiesische Regierung vergibt Gründungskredite an Leute die eine Fahrradproduktion aufbauen wollen. Voraussetzung: Die Fahrräder müssen zu 99% in Portugal produziert werden. Der Regierung ist klar dass man immer noch von Zulieferen abhängig ist, also sieht man wie schwierig es ist. Durch die Globalisierung haben wir uns von China abhängig gemacht und laufen Gefahr im Falle eines Staatsbankrotts in massive Schwierigkeiten zu geraten, denn die Prognosen der CCP sind praktisch Luftschlösser.

    So gut oder schlecht steht China

    Und China will erstmal noch mehr Kohle abbauen und verheizen so dass Experten warnen, dass man die Klimaziele niemals erreichen kann, denn selbst wenn China Klimaneutral ist, dann ist die Reduzierung nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Natürlich muss Deutschland etwas mehr für den Klimaschutz tun, aber es ist eine Utopie zu glauben, dass andere Länder mitziehen werden, auch wenn Quaschnig schreibt, dass Spanien den Klimaschutz vorantreibt.

    Leider bietet die Letzte Generation keine Antworten auf Probleme die schon seit mehr als vierzig Jahren bekannt sind und es gibt keine Politiker, wie damals Ronald Reagan und Maggie Thatcher, die ein weltweites Verbot von FCKW durchgesetzt haben. Al Gore wurde nie stärkster Mann, sein Dokumetarfilm war gut, hatte aber massive Schwächen gehabt und war dadurch nicht glaubwürdig. Die EU schafft es ja noch nicht einmal die Subentionsvergaben im Lanwirtschaftlichen Sektor besser zu koordinieren, und die Regierungen sind nicht in der Lage die Vergabe an ökologische Landwirtschaftsbetriebe zu stärken. Die Folgen kann man sich ansehen. Dünen in Rumänien, was zwar eher auf „sozialistische Errungenschaften“ zurückgeht, versandete Böden in Deutschland, da das Wassermanagement eine Katastrophe ist und eine unbewohnbare Region in Spanien, da der Verbraucher unbedingt günstiges Olivenöl haben möchte. Also betreiben die großen Discounter wie Lidl, Aldi, Tesco und andere, die gröte Olivenplantage in Spanien.

    Das sind alles Baustellen die zu lösen sind, und offensichtlich an den Mitgliedern der letzten Generation vorbei gehen. Nun gut vielleicht wäre ein Autokrat die Lösung, aber das wage ich zu bezweifeln, und der Widerstand, der der letzten Generation entgegenschlägt wird sich so schnell nicht ändern weil anscheinend auch die Politik kein gesteigertes Interesse hat. In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist die Politik erpressbar geworden und versuchen Parteien wie der AfD und FPÖ die Wähler abzuwerben. Dabei hat Deutschland mit der Wiedervereinigung eine Bevölkerung bekommen, die in großen Teilen nicht nur skeptisch sondern geradezu ablehnend der Demokratie gegenüber steht.

    Das ist das Erbe von „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.“ Die Rechten waren schnell Vor Ort und bauten auf den Strukturen der rechten Szene im Osten neu auf, der Ausverkauf begann, das Tafelsilber wurde verscherbelt und der „Ossi“ mit Versandhauskatalogen betäubt. Und um nicht noch mehr Wähler an die AfD zu verlieren, da legt man halt lieber die Hände in den Schoß. Das gleiche Problem besteht im EU Parlament. Leute wie Mick Wallace und Clare Daly beschuldigen die EU für alles, die Rechten Parteien bilden ein Zusammenschluss der alles ablehnt, und eigentlich nichts in einem europäischen Parlament zu suchen hat.

    Das die Bewegung nun verfolgt wird hat sie sich zum einen selbst zuzuschreiben, zum anderen ist es ein Kotau der Regierung vor Klimaleugnern und Skeptikern – wie eingangs erwähnt, denn statt auf Konfrontation mit der AfD und ihren Wählern zu setzen, hat man den einfacheren Weg gewählt. Es klingt zwar sehr negativ, aber ich glaube die Welt braucht diesen Klimawandel mit allen Konsequenzen, ob dann ein Wandel erfolgt wage ich zu bezweifeln.

  • Kibbuzim bei der Feldarbeit

    „Sieben arabische Staaten erklären dem Zionismus in Palästina den Krieg, bleiben ohnmächtig davor stehen und drehen auf dem Absatz um. Die Vertreter der Araber halten in den höchsten internationalen Foren feurige Reden, in denen sie davor warnen, was der arabische Staat und die arabischen Völker tun werden, wenn diese oder jene Entscheidung in Kraft tritt. Erklärungen fallen wie Bomben aus den Mündern der Funktionäre bei den Sitzungen der Arabischen Liga, aber wenn Taten erforderlich werden, ist das Feuer still und ruhig und Stahl und Eisen sind verrostet und verdreht, biegen sich schnell und lösen sich auf“ Constantin Zureyk Maʿna an-Nakba

    Nimmt man Google und sucht nach Palästina oder Supportgruppen und Nachrichten, dann spuckt das Netz Millionen von Beiträgen aus, trotzdem werden BDS und diverse Unterstützer nicht müde zu betonen, dass die Palästinenser das einzige Vold auf der Erde ist das keine Stimme hat und besonders von der EU nicht beachtet wird. Man fragt sich also wie es sein kann, dass ausgerechnet die meiste Aufmerksamkeit und die meisten Hilfsgelder in den Autonomiegebieten landen wo das Geld wie in einem schwarzen Loch aufgesogen wird ohne dass die Bewohner auch nur einen Piaster von den Geldern sehen und nur aus dem Internet erfahren wieviel Geld jährlich in die Gebiete fließt.

    Mit am stärksten betroffen sind die indigenen Völker. Laut dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gibt es ca. 5000 indigene Völker denen etwa 476 Millionen Menschen angehören und davon 19% von Armut betroffen sind. Wie kann es sein, dass man so gut wie nichts davon hört und man fragt sich, haben diese Menschen keine Rechte?

    In den meisten Staaten sind indigene Völker weitgehend vom politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben ausgeschlossen und spüren bis heute historisch bedingte Diskriminierung. Ihr Lebensstandard liegt häufig deutlich unterhalb dem der ärmsten Schichten der nicht-indigenen Bevölkerung. In vielen Ländern werden die Kollektivrechte indigener Völker verletzt, insbesondere das Recht auf Selbstbestimmung und auf freie Verfügung über natürliche Ressourcen. Auch gegen individuelle Menschenrechte wird verstoßen, zum Beispiel im Bereich Landbesitz und -nutzung.
    Ein besorgniserregender globaler Trend ist die zunehmende Zahl von Angriffen gegen Indigene sowie die Bedrohung und Kriminalisierung indigener Völker im Zusammenhang mit Großprojekten in den Bereichen Bergbau, Agrarindustrie, Infrastruktur, Wasserkraft und Forstwirtschaft. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation⁠(Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Global Witnesssind indigene Land- und Umweltschutzaktivistinnen und -aktivisten einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, Opfer von Gewalttaten zu werden

    Die Gesellschaft für bedrohte Völker berichtet ständig über die Verletzung der Menschenrechte und aktuell über die Zwangsislamisierung in Nord-Syrien von denen besonders die yezidische Minderheit betroffen ist. Unter dem Titel „Islam oder Tod“ wird über die Praktiken berichtet wie das von sich geht. Hört man davon ständig in Presse? Nein, natürlich nicht! Nicht falsch verstehen, ich will hier keinen Bodycount betreiben, nur ist es nicht seltsam? Es gehört mittlerweile zur gängigen Praxis nicht nur vieler Palästinenser, sondern auch vielen Arabern, die im Ausland leben, ein Riesenfass aufzumachen wenn die israelischen Behörden einen Terroristen erschießen oder eine Moschee räumen müssen weil sich ein gewaltbereiter Mob darin verschanzt hat und die Gläubigen am Beten hindert.

    Der Aufwand der betrieben wird die Geschichte des Nahen Ostens umzuschreiben, erinnert an die Bemühungen im Dritten Reich den Ursprung der Arischen Rasse ausfindig zu machen. Man gab sich im Himalaya die Klinke in die Hand und war eifrig dabei die Schädel der Bewohner zu vermessen, ob nicht vielleicht einer der Sherpas der Ur-Adolf ist. Die Autonomiebehörde in Ramallah macht in etwa das Gleiche. Da wird die Bindung der Juden an die Gegend konsequent geleugnet und teilweise der Koran als Begründung dafür herangezogen,und dass das Land immer Palästinensisch war und der Prophet Isa ibn Maryam in Wahrheit ein Palästinenser und kein Jude war.

    Palästina bis zur Gegenwart

    Es gab Palästina als Staat oder Königreich zu keiner Zeit. Als die römische Bestzungsmacht ein Exempel statuieren wollte strich sie den Namen Judäa und ersetzte Syria-Palaestina 193/94 durch Palaestina und nicht alle Juden wurden vertrieben, wäre dem so gewesen, dann hätten die Kreuzritter wohl kaum Jagd auf die Juden in der Gegend machen können oder die Mär der Brunnenvergiftung in die Welt setzen. Ja, es stimmt das mit dem Einfall der Araber in die Gegend auch Juden und Christen zum Islam konvertierten entweder aus Zwang oder Freiwillig um keine Abgaben leisten zu müssen, von denen die Muslime befreit waren. Jerusalem wurde im Koran an keiner Stelle erwähnt, es war der Kalif Abd al-Malik der eine Moschee auf dem Tempelberg erbauen ließ und Jerusalem zur Heiligen Stadt erklärte. Das hatte einen politischen Grund, al-Malik war verfeindet mit Abdallah ibn az-Zubair, der war Kalif und residierte in Mekka.

    Da Pilger auch Einnahmen versprachen und es praktisch aus Rivalität darum ging die Pilger nach Jerusalem zu holen, nahm al-Malik Sure 17:1

    „Gepriesen sei Der, Der bei Nacht Seinen Diener von der heiligen Moschee zu der fernen Moschee, deren Umgebung Wir gesegnet haben, hinführte, auf daß Wir ihm einige Unserer Zeichen zeigten. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allsehende.“

    Die Hadhiten machten daraus die Reise Mohammeds von Mekka nach Jerusalem und von dort aus in den Himmel. Wären die Kalifen nicht verfeindet gewesen, Jerusalem wäre im Islam eine ganz normale Stadt um die kein kein Hahn gekräht hätte. Heilig war Jerusalem zu der Zeit nur den Juden und den Christen heilig. Hier stand der Tempel Salomons, hier wurde Jesus an’s Kreuz geschlagen. Es war erst im letzten Jahrhundert als führende Vertreter der Muslime Anspruch auf Jerusalem als heilige Stadt erhoben. Zu allen Zeiten war die Stadt jüdisch geprägt und hatte eine jüdische Mehrheit. Muslime waren dort stets in der Minderheit und doch behauptet das Royal Aal Al-Bayt Institute die Gegend war immer von Arabern bevölkert und nur kurzzeitig hätten Juden in der Gegend gelebt,

    Die Araber waren die ersten Bewohner Palästinas in der Geschichte, auch in Jerusalem. Dies geht aus den archäologischen Aufzeichnungen hervor, in denen Jerusalem in der Amarna-Korrespondenz namentlich erwähnt wird, einer Reihe diplomatischer Briefe zwischen kanaanitischen Stadtstaatenkönigen und ihren ägyptischen Oberherren im 14. Diese Keilschrifttafeln wurden im späten 19. Jahrhundert n. Chr. in Ägypten entdeckt. In diesen Briefen schreibt König Abdi-Heba, der Soldatenkönig von Jerusalem, an Pharao Amenhotep III. und bittet um Bogenschützen zur Verteidigung Jerusalems gegen Räuber und andere kanaanitische Stadtstaatenkönige.

    Nun stimmt es dass die Mehrheit der Bevölkerung Muslime war, das lag aber an der arabischen Eroberung nach Mohammeds Tod, dazu konvertierten viele zum Islam und man darf nicht vergessen, dass die Gegend, bis auf Ausnahmen, unter islamischer Herrschaft stand. Es gab in der Gegend nicht viel und Jerusalem war ein Abklatsch von dem, was die Stadt heute darstellt. Die Bewohner lebten von Viehzucht, Ackerbau und Olivenöl – davon leben sie heute noch. Erst mit den ersten zionistischen Siedlern fing die Gegend nicht nur an zu prosperieren, nein auch mehr Leute aus den Nachbarländern ließen sich auf der Suche nach Arbeit dort nieder, und das boten ihnen halt die landwirtschaftlichen Betriebe da die Siedler es geschafft hatten den Boden fruchtbar zu machen.

    Bevölkerungsentwicklung 1553-2022

    Die Gründung Palästinas

    Nachdem es in der Geschichte nie einen Staat oder ein Königreich gegeben hat und die letzten Herrscher, bevor es Mandatsgebiet wurde, die Ottomanen waren, wie kam es, dass man den Staat Palästina nannte, weigerten sich doch die Araber in der Mandatszeit den Begriff zu gebrauchen. Einzig die jüdische Bevölkerung sahen sich als Palästinenser


    „When were Palestinians born? What was all of this area before the First World War when Britain got the Mandate over Palestine? What is Palestine, then? Palestine was then the area between the Mediterranean and the Iraqian border. Eastern West Bank was Palestine. I am a Palestinian, from 1921 and 1948, I carried a Palestinian passport. There was no such thing in this area as Jews, and Arabs, and Palestinians, There were Jews and Arabs.“ —  Golda Meir „Iron Lady of Israeli politics“ Thames TV (1970)

    Als die Peel Kommission den Vorschlag zur Teilung des Mandatsgebietes machte, da wurde er von den zionistischen Führern akzeptiert aber von den arabischen Führern abgelehnt. Davor hatte sich 1919 Emir Faisal mit Chaim Weizmann im Vorfeld der Pariser Friedenskonferenz getroffen und vereinbart, dass die Juden einen Staat im Nahen Osten erhalten wenn Großbritannien die Selbstbestimmung der Araber gewährt. Allerdings hatte Faisal diese Vereinbarung für hinfällig erklärt, sollten die Briten entscheiden das Gebiet nicht in die Unabhängigkeit zu entlassen.

    His Royal Highness the Emir Feisal, representing and acting on behalf of the Arab Kingdom of Hedjaz, and Dr. Chaim Weizmann, representing and acting on behalf of the Zionist Organization, mindful of the racial kinship and ancient bonds existing between the Arabs and the Jewish people, and realizing that the surest means of working out the consummation of their natural aspirations is through the closest possible collaboration in the development of the Arab State and Palestine, and being desirous further of confirming the good understanding which exists between them, have agreed upon the following:
    Articles:
    Given under our hand at London, England, the third day of January, one thousand nine hundred and nineteen
    Chaim Weizmann Feisal Ibn-Hussein
    Main points of the agreement
    The agreement committed both parties to conducting all relations between the groups by the most cordial goodwill and understanding, to work together to encourage immigration of Jews into Palestine on a large scale while protecting the rights of the Arab peasants and tenant farmers, and to safeguard the free practice of religious observances. The Muslim Holy Places were to be under Muslim control.
    The Zionist movement undertook to assist the Arab residents of Palestine and the future Arab state to develop their natural resources and establish a growing economy.
    The boundaries between an Arab State and Palestine should be determined by a Commission after the Paris Peace Conference.
    The parties committed to carrying into effect the Balfour Declaration of 1917, calling for a Jewish national home in Palestine.
    Disputes were to be submitted to the British Government for arbitration.
    Weizmann signed the agreement on behalf of the Zionist Organization, while Faisal signed on behalf of the short-lived Arab Kingdom of Hedjaz.

    So kam es denn auch das Großbritannien und Frankreich das Gebiet unter sich aufteilten und als Mandatsmacht auftraten, damit war der Traum der Unabhängikeit und der Traum eines eigenen Staates hinfällig denn, wie mal jemand schrieb, die Briten hatten zwei Völkern den selben Platz versprochen und aren verantwortlich für das was danach passierte.

    Chaim Weizmann und Emir Feisal vor ihrem Treffen zur Zukunft eines jüdischen Staates im unabhängigen Arabien

    Zur Überraschung der westlichen Staaten befürwortete die Sovietunion in der UNO Vollversammlung die Schaffung eines rein jüdischen Staates im Mandatsgebiet von Palästina und stimmte auch für den Plan der Peel Kommission. Als die Araber kurz nach Gründung des Staates Israel diesen angriffen, da halfen die Satellitenstaaten den Israelis unter die Arme. Die tschechische Regierung lieferte im Auftrag des Kremls alles nötige was die Israelis zur Selbstverteidigung brauchten. Nicht nur Gewehre und Pistolen, sondern auch schwere Waffen wie Flugzeuge, Artillerie und Panzer, denn für Stalin war das eine win-win Stuation, schließlich war Mapai eine Zionistisch-Sozialistische Partei und David Ben Gurion zu der Zeit der Vorsitzende.

    Poster of Mapai

    Allerdings kam es anders denn Israel hatte gar nicht die Absicht sich dem Ostblock anzuschließen. Das wiederum veranlasste Stalin dazu die Juden in der Sovietunion verfolgen zu lassen und die Anweisung zu geben, dass die Pässe von Juden mit einem Zusatz versehen wurden. Schauprozesse wurden abgehalten und unliebsame Politiker und Intelektuelle verschwanden im Gulag, wurden hingerichtet oder unter Hausarrest gestellt. Besonders die Tschechoslowakei war davon betroffen, allein bei den Slánský-Prozessen 1952. wurden 14 Leute angeklagt, darunter 11 Juden die nach Abschluss des Prozesses zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Das war auch die Zeit als der Antizionismus zur Staatsdoktrin wurde etwas, dass die Linke im Westen bereitwillig übernahm und bis heute weiterpflegt.

    Russische Jüdin zeigt ihren Pass mit dem Eintrag „Jüdisch“

    Als die UdSSR anfing in den fünfziger Jahren die Länder im Nahen und mittleren Osten zu unterstützen, stolperte man auch über die Araber in den Flüchtlingslagern der UNRWA, der Westbank, dem Gaza, im Libanon, Jordanien und Syrien. Also entschloss man sich gegen den Westen und besonders gegen Israel ein Druckmittel aufzubauen. Also begeisterte man Gamal Abdel Nasser für die Idee eines eigenen Palästinenser Staates. Die Frage, warum man nicht die Gelegenheit nahm den Gaza, der zu jener Zeit unter ägyptischer Herrschaft war, als palästinensisches Staatsgebiet nahm, gibt es bis Heute keine Erklärung dazu. Statt dessen wandte sich Nasser an Yassir Arafat und der verkündete auf dem ersten Kongress der PLO, der 1964 in Jerusalem stattfand, die PLO als legitimen Vertreter der palästinensischen Interessen und die Araber der Westbank und Gaza zu Palästinensern.

    „Der Grund für den Sieg der Zionisten war, dass die Wurzeln des Zionismus im modernen westlichen Leben verankert sind, während wir diesem Leben größtenteils noch fernstehen und ihm gegenüber feindlich eingestellt sind. Sie leben in der Gegenwart und für die Zukunft, während wir weiterhin die Träume der Vergangenheit träumen und uns von ihrem verblassenden Ruhm betäuben lassen.“ Constantine Zureyq

    Hindernisse

    Im ersten arabisch-israelischen Krieg von 1948 eroberte Transjordanien den östlichen Teil Jerusalems und weite Teile des als arabischer Staat im UNO-Teilungsplan vorgesehenen Gebietes Westpalästinas. Nach der Militärbesatzung und anschließenden Annexion der 1948 eroberten Gebiete Westpalästinas erfolgte 1950 die Umbenennung des Staates, der sich fortan als haschemitisches Königreich Jordanien bezeichnete. Jordanien war, ebenso wie Ägypten, nicht bereit den in den Gebieten lebenden Arabern die Gebiete zu schenken, so dass ein eigener Staat entstehen konnte.

    Nach dem Sechstagekrieg versuchte die Regierung von Levi Eshkol die eroberten Gebiete im Tausch gegen Frieden wieder loszuwerden. Die Israelis signalisierten ihre Bereitschaft, praktisch alle im Krieg eroberten Gebiete im Austausch gegen den Frieden zurückzugeben. Nach Aussage von Moshe Dayan wartete Israel zu diesem Zeitpunkt nur noch auf einen entsprechenden Anruf der arabischen Staatsoberhäupter. Und dann kam es zu den berühmten drei Neins von Khartoum

    „Die Könige und Staatspräsidenten haben sich auf das gemeinschaftliche Bemühen geeinigt, die Folgen der Aggression auf internationaler und diplomatischer Ebene zu beseitigen und für den Rückzug der Streitkräfte des Aggressors Israel aus den arabischen Ländern Sorge zu tragen, allerdings innerhalb des Rahmens, dem die arabischen Staaten verpflichtet sind: keine Versöhnung mit Israel; keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels sowie die Wahrung der Rechte der Palästinenser in ihrem Volk.“

    Dies war die zweite Chance auf einen eigenen Staat und während die israelische Seite hoffte, planten die Araber wenn, dass ganze Gebiet zu besetzen. Anfang der siebziger Jahre überlegte die damalige Regierung was man mit den Gebieten anfangen sollte und schickte den ehemaligen Chef des Mossad, Isser Harel, auf Mission in die Westbank mit dem Auftrag, wie Israel das Beste aus der ganzen Situation machen könnte. Harel machte den Vorschlag von Zuckerbrot und Peitsche. Wer friedlich zusammen mit den Israelis leben möchte bekommt die Möglichkeit israelischer Staatsbürger zu werden, wer sich dagegen feindlich verhält bekommt das Gesetz. Die Regierung gab die Idee schnell wieder auf und hoffte die Gebiete doch noch loszuwerden.

    Anwar as-Sadat bot der PLO Führung an zwischen Israel und Palästinensern zu vermitteln, die Antwort die er erhielt war nicht nur ein Nein, sondern er wurde auch bei einem Anschlag getötet. Erst 1994 kam wieder Fahrt in die Sache und es bestand die Hoffnung das eine politische Lösung zwischen den beiden Parteien gefunden wird. Allerdings wandte sich Yassir Arafat wieder dem Terror zu. Gegenüber Dubai TV erklärte seine Witwe Suha –

    Jassir Arafats Witwe Suha hat zugegeben, dass der verstorbene Führer des „palästinensischen“ Volkes lange vor dem umstrittenen Besuch des ehemaligen israelischen Premierministers Ariel Scharon auf dem Tempelberg beschlossen hatte, einen Terrorkrieg, auch bekannt als „Intifada“, gegen den jüdischen Staat zu beginnen. „Jassir Arafat hatte die Entscheidung getroffen, die Intifada zu starten und als ich fragte warum sagte er, ‚Weil ich eine Intifada beginnen werde. Sie wollen, dass ich die palästinensische Sache verrate. Sie wollen, dass ich unsere Prinzipien aufgebe, und das werde ich nicht tun.’“

    Versuche gab es genug zu einer Lösung zu kommen, allerdings scheiterten alle Versuche, denn die palästinensische Seite war nicht interessiert an einem wie auch immer gearteten Frieden. Man will entweder Israel und Palästina im Ganzen als eignenen Staat oder gar nichts die eigene Bevölkerung spielt dabei keine Rolle. Der französische Dokumentarfilmer Pierre Rehov hat vor einigen Jahren einen Film mit dem Namen „Terror racket and corruption“ einen Film produziert in dem einfache Palästinenser vor der Kamera über ihre Situation sprechen und Israel nicht dafür verantwortlich machen warum es ihnen schlecht geht.

    Da wird weniger die von westlichen Medien gezeigten gezeigten Bilder von weinenden Kindern und verstörten Jugendlichen präsentiert, sondern die Realität die, man muss es so sagen, als Lüge, Hasbara und gestellt bezeichnet wird. Niemand kommt auf die Idee zu hinterfragen wohin die Gelder fließen, zu den einfachen Leuten ja wohl nicht. Aber damit nicht genug, denn die UNRWA ist eines der größten Hindernisse für eine Lösung. Ursprünglich gegründet sich nicht nur um die Flüchtlinge zu kümmern sondern auch dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge in die jeweiligen Nachbarländer integriert werden. Zu keinem Zeitpunkt ist die UNRWA ihrer Aufgabe nachgekommen sondern hat sich dem Willen der Länder gebeugt. Das führt soweit das Leute die in hohen Positionen sitzen ihren Posten verlieren wenn sie Aussagen treffen die der palästinensischen Führung nicht passen. In der Westbank und im Gaza gibt es 27 ofizielle Flüchtlingscamps und eine Auflösung dieser Camps ist nicht in Sicht denn das würde heißen, die PA und Hamasführung würde keine Gelder mehr erhalten.

    Als Yassir Arafat in die Westbank zurückgekehrt war, da hat er die ihm treu ergebenen Mitglieder mit Geld überhäuft. Unliebsame Personen wurden entweder in Gefägnis geworfen und hingerichtet, Zeitungsredaktionen geschlossen die Journalisten vertrieben oder verhaftet. Gab es einen Aufschrei? Nein! Es hat niemanden gekümmert.

    UNRWA

    Eigentlich war das Ziel der UNRWA die Integration der Flüchtlinge in die jeweiligen Gesellschaften, die Unterstützung der Flüchtlinge, Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, medizinische Versorgung und finanzielle Unterstützung. Die Wirklichkeit ist aber eine andere, denn statt Integration leben die Menschen weiterhin in Flüchtlingslagern, die Kinder werden von der UNRWA unterrichtet und statt Integration findet Segregration statt. Im Libanon sind Palästinenser immer noch Menschen zweiter Klasse, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Libanesischen Firmen ist es verboten Palästinenser einzustellen, außer ein Libanese erklärt sich nicht bereit zur Arbeit, auch werden Palästinenser ausschließlich für Billiglöhne eingestellt, eine Situation die das Leben noch schwieriger macht angesichts der wirtschaftlichen Lage in der sich der Libanon befindet. In Yarmuk in Syrien sind nicht nur viele Palästinenser durch den Bürgerkrieg umgekommen oder zwischen internen Rivalitäten von Hamas und Fatah zu Schaden, viele sind verhungert und unter dem Regime wurden viele Palästinenser verhaftet, gefoltert und hingerichtet.

    Und obwohl der Gaza komplett unter palästinensischer Verwaltung steht existieren immer noch die Flüchtlingslager aus dem einzigen Grund Gelder der internationalen Hilfsgemeinschaft zu bekommen. Das UNHCR kümmert sich um rund 89 Millionen Flüchtlinge, die UNRWA verwaltet rund 5,9 Millionen Flüchtlinge von ehemals 500-700 Tausend geflohenen Palästinensern und diese können ihren Flüchtlingsstatus vererben, etwas das beim UNHCR undenkbar wäre. Falls die Autonomiebehörden mit Statements der UNRWA nicht einverstanden sind bauen sie soviele Druck auf, dass die Betroffenen entweder gehen, oder gefeuert werden denn man möchte keine Unruhe.

    Die Korruption

    Man muß es so sagen. Weder Abbas noch die Vertreter der Hamas haben ein Interesse an einer wie immer auch gearteten Friedenslösung. Sie nehmen die Bewohner quasi in Geiselhaft um die internationale Gemeinschaft zu erpressen. Die Leute im Gaza haben eh schon wenig zum Leben, die Hamas raubt ihnen auch das, entweder erhöht sie die Steuern oder erpresst und bedroht die Leute die gezwungen sind das wenige was sie haben noch abzugeben. Der Palast von Mahmoud Abbas hat zwischen 18 und 35 Millionen Dollar gekostet, zum Dank hat er das Gehalt des öffentlichen Dienstes um 10% gekürzt. Gelder die für die Infrastruktur gedacht sind verschwinden in dunklen Kanälen. Eine Aufklärung findet nicht statt.

    Joseph Braude ist der Begründer und Präsident vom Center for Peace Communication gibt den Palästinensern, die von diesen Solidaritätsgruppen komplett ignoriert werden zum ersten Mal eine Stimme. Was diese Leute erzählen ist anders als das, was und die Supporter Palästinas erklären wollen. Ja, die Bewohner sind Opfer, aber mehr durch die Gewalt die von diversen Gruppen ausgeübt wird. Viele Palästinenser sind nicht einverstanden was in ihrem Namen passiert, müssen sich aber von Außen Zwangsbeglücken lassen. Man weigert sich ihnen zuzuhören und glaubt, wenn man nur lang genug „Boycott Israel“ skandiert bessert sich die Lage im Gaza oder der Westbank.

    Mögliche Lösung

    Wer den Palästinensern wirklich helfen will der sollte endlich aufhören damit, die Palästinenser für seine Zwecke zu instrumentalisieren und gegen Israel aufzuhetzen. Es hat Gründe warum Israel so gewählt hat, und die liegen auch in der Unfähigkeit der palästinensischen Führung pragmatische Lösungen zu suchen. Es gab seit über zehn Jahren keine Wahlen mehr in den Autonomiegebieten. Abbas regiert mittlerweile auf Lebenszeit und ist er nicht mehr, kommt eines seiner Familienmitglieder dran. Omar Barghouti erklärt wie eine Platte mit einem Sprung dass es für ihn weder eine Zweistaatenlösung, noch eine Einstaatenlösung gibt, für ihn gibt es nur ein Palästina von Eilat bis Ashkelon und vom Mittelmeer bis zur jordanischen Grenze, wer das ignoriert unterstützt einen zweiten Holocaust dem nicht nur Juden, sondern auch Nichtjuden zum Opfer fallen und man sollte nicht glauben wenn Israel nicht mehr existiert herrscht Ruhe in dem Gebiet. Es wird ein Bürgerkrieg wie 2007 ausbrechen und sich wahrscheinlich auch auf die Nachbarländer ausbreiten, unterstützt vom Iran.

    Solange sich niemand wirklich um die Belange der Palästinenser kümmert und denen eine Stimme gibt, die im Kriegs- und Vernichtungsgeschrei untergehen, wird sich nichts ändern.