Es hat gedauert aber nun meldet er sich um so energischer zu Wort, Kaya Yanar. Nach Kritik in der Jüdischen Allgemeinen giftet er zurück und vergisst, die Jüdische war nicht das einzige Blatt das seinen Auftritt auf Youtube kritisiert hat aber anscheinend für ihn ein Problem.

ich bin enttäuscht von Ihnen. Sie gehen rassistischen Klischees auf den Leim und benutzen Framing, um die Botschaft meines Videos zu diskreditieren.

Schreibt er gleich zum Anfang und begreift nicht, dass Frau Dreyfuss nicht darum ging ihn als Antisemiten zu bezeichnen, sondern darum, dass er mit Klischees arbeitet. stattdessen unterstellt er Frau Dreyfuss rassistisch zu sein, ohne zu benennen, was an dem Artikel seiner Meinung nach rassistisch war. Und genau das ist nicht nur sein Problem, man sollte sich überlegen was man sagt und wie man rüberkommt, das hat er nicht gemacht und betreibt stattdessen Kritik ad Hominem und unter der Gürtellinie. Im übrigen hat er sich mit dem Video schon selbst diskreditiert.

Sie sprechen davon, dass mein Video ein „Plädoyer für die palästinensische Bevölkerung“ sei. Das Plädoyer macht allerdings nur den kleinsten Teil aus. Es enthält eine Fürsprache, ja, meine Meinung, dass das militärische Vorgehen Israels vielen unschuldigen Zivilisten, vor allem Kindern, das Leben kostet. Über den Rest meines Videos sagen Sie: Ich würde „vermeintliche Desinformation“ aufdecken und auf „potentielle Fake-News“ hinweisen. Die beiden Adjektive können Sie sorglos streichen. Es sind Desinformationen und Fake-News. Das belege ich. Das ist kein Plädoyer, sondern eine Entlarvung.

Nun verwechselt er Ursache und Wirkung, denn der Angriff Israels erfolgte ja nicht aus dem Nichts, sondern hatte eine Vorgeschichte, nämlich den siebten Oktober. Und ganz ehrlich, wer erzählt, dass das Al-Ahli Krankenhaus von den Israelis angegriffen wurde, obwohl schon im November letzten Jahres bekannt war, dass es weder die von der Hamas gemeldeten Bombenopfer gab, noch das Israel die Verantwortung trägt sondern der islamische Jihad, der muß sich Kritik gefallen lassen. Dazu kommt sich über den US-Präsidenten lustig zu machen, was ehrlich gesagt in dem Zusammenhang nicht lustig war.

Der Journalist Tobis Huch hat sein Video analysiert und hingewiesen wo er danebenlag. Hätte er sich damit beschäftigt dann wäre sein Tweet wohl kaum entstanden, aber egal.

Niemand hat etwas dagegen wenn sich solidarisch mit der Bevölkerung zeigt oder Fürsprache hält, es allerdings die Art wie er das macht und hier trifft der Spruch „der Ton macht die Musik“ 100% zu. Die Ereignisse semilustig als Kunstfigur zu präsentieren, ist keine Art und Weise, aber egal. Zumal seine „Beweise“ eines sind, nämlich längst widerlegt aber ich nehme an es ging ihm darum nicht, denn wäre wirklich besorgt dann hätte er Videos über Syrien, dem Yemen oder Syrien gemacht aber offensichtlich war es ihm ein tiefes Bedürfnis ein Video über den Krieg zu machen, klar ist ja auch Israel involviert.

Frau Dreyfus, Sie haben einen bemerkenswerten Ton: „Das dürfen Sie“, „Alles legitim”, „Wir wollen Sie nicht canceln“, “Sie haben ein Tabu gebrochen”. Für welche Instanz halten Sie sich eigentlich? Entscheiden Sie über die Grenzen des Sagbaren? Vor allem dann, wenn es Ihnen nicht gefällt? Sie werfen mir vor, „antisemitischen Klischees auf den Leim” zu gehen. Ein cleverer Zug. Sie bringen das vernichtende A-Wort ins Spiel, ohne mich als solchen zu bezeichnen. Sie unterstellen meiner “Fangemeinde”, dass sie antisemitische Klischees “mit Handkuss” aufnehmen würde. Woher kennen Sie meine Fangemeinde? Woran machen Sie fest, dass diese Gemeinde eine Disposition dafür haben soll? Sind das hier etwa rassistische Klischees?  

Jeder Trottel sieht, wenn man die Kommentare verfolgt, wer ihm da zujubelt. Propalästinenser aus dem linken und rechten Spektrum, Türken, Libanesen, Syrer und natürlich darf der Hinweis auf „Kindermörder Israel,“ „Terrorsstaat“ und „Apartheid“ sowie „Genozid“ nicht fehlen. Und er wird bejubelt weil er einen angeblichen Tabubruch begangen hat, diese Leute glauben nämlich wenn sie Israel kritisieren würde der Mossad sie liquidieren. Also ist es von Frau Dreyfus nicht so weit hergeholt außer man ist ein staatlich anerkannter Idiot.

Interessanterweise verweigern Sie bis heute, trotz mehrmaliger Nachfragen offenzulegen, um welche Klischees es sich handeln soll, denen ich angeblich auf den Leim gehe. Ich verstehe schon die Idee, Frau Dreyfus. Sie furzen eine Antisemitismus-Wolke in den Raum, die jeder riechen soll, wenn er meine Worte hört. Auch wenn Sie jetzt gerne die Tatsachen verdrehen wollen: Sie haben gefurzt, nicht ich. Gerade Ihnen als Redakteurin der “Jüdischen Allgemeine” sollte bewusst sein, was diese Wolke bewirken kann. Sie benebelt den Blick auf den echten Antisemitismus. Ihre Kollegen nehmen Ihre Fehlurteile über mich auch noch mit Handkuss an. Viele große deutsche Medien nahmen Bezug auf Ihre A-Wolke. Danke, Frau Dreyfus. 

Nun wenn man das noch nicht mal begreift dann sollte man sich nie in der Öfentlichkeit äußern denn Frau Dreyfus hat ihm weder Antisemitismus unterstellt noch hat sie irgendeine Wolke abgelassen, wenn man das glaubt dann sollte man dringend einen Arzt aufsuchen. Und nein, sie benebelt nicht den Blick für „echten“ Antisemitismus – was immer das sein soll. Ein Blick in die Statistiken reicht vollkommen aus und das nicht nur in Deutschland. Falls er nicht blind ist hätte er den Anstieg seit dem siebten Oktober sehen können, aber das interessiert ihn nicht denn sonst hätte er sich das gespart.

Alles ganz normale Leute und Meinungen, hat überhaupt nichts mit Hass zu tun

Sie fragen mich, ob ich wüsste, was ich damit “anrichte” und ob ich “auch nur eine Sekunde an die jüdische Bevölkerung gedacht” hätte? Wissen Sie, was Sie anrichten? Sie werfen die israelische Regierung mit der jüdischen Bevölkerung in einen Topf. Ihnen wird nicht entgangen sein, wie viele Israelis und Menschen jüdischen Glaubens in diesen Tagen die israelische Regierung kritisieren. Landet das alles auch auf „antisemitischem Nährboden”, wie Sie es mir in Ihrem Text vorwerfen? 

Nun war die Jüdische Allgemeine nicht die einzige Zeitung die ihn scharf kritisiert hat, also scheint er offensichtlich nur dann ein Problem mit Kriti zu besitzen wenn diese von einer jüdischen Person geäußert wird. Vor allem zeigt er, dass er weder von Israel noch vom Judentum etwas versteht. Nicht Frau Dreyfus wirft Israel und Judentum in einen Topf, dass macht ganz allein er. Ja, es gehen Israelis auf die Straße und protestieren nicht nur gegen den Krieg sondern auch dafür, dass die Regierung endlich die Geiseln zurückholen soll. Israel besteht auch nicht ausschließlich aus Juden, aber das würde bedeuten sich mit dem Land zu beschäftigen. Und die Juden, die in Deutschland für Gaza und gegen Israel auf die Straße gehen machen das aus einem einzigen Kalkül – nämlich weil sie glauben wenn sie den Judenhassern einen Stempel auf den Arsch geben, der besagt Koscher, dann wäre das alles kein Problem.

Und es dürfte ihm nicht entgangen sein, dass jüdische Einrichtungen in Deutschland Ziel von Angriffen sind oder Juden in Deutschland nicht nur beschimpft sondern auch zusammengeschlagen werden. Heißt das für Herrn Yanar, dass es in Ordnung ist Menschen zusammenzuschlagen die hinter Israel stehen?

Sie werfen mir dann auch noch fälschlicherweise vor, dass ich zum 7. Oktober geschwiegen hätte. “Ohrenbetäubend still” sei ich gewesen. Wieso sprachen Sie nicht mit mir? Ich habe mich sehr wohl gegen die Hamas positioniert. Fehler können passieren, aber sie einzugestehen zeugt von Größe. Ohrenbetäubend still waren Sie, als der Redaktion Screenshots und Texte eingereicht wurden, die meine Verurteilung der Hamas belegten. Das war Ihnen nur eine Anmerkung wert. Und dann auch noch so “allgemein” wie Ihre Zeitung: Das Management von Kaya Yanar teile mit, er habe sich “zum Thema geäußert”. Wie gesagt, Fehler eingestehen kann nicht jeder.

Natürlich ist Instagram das Medium schlechthin, quasi die Mutter des Social Media und Postings werden nach 24 Stunden gelöscht. Weder aus Twitter geschweige denn auf Facebook oder YouTube hat er dazu Stellung genommen, regt sich aber auf wenn ihn jemand kritisiert zu schweigen. Wenn laso Fehler passieren können warum dann nicht selbst das zu gestehen, dass es eine dumme Idee war die nur auf Instagram zu posten. Soll sich die Jüdische Allgemeine jetzt dafür entschuldigen, dass er zu blöd ist, Instagram zu verstehen?

In seinem Video sprach er davon, dass „Nie wieder ist jetzt“ für Gaza stehen muß, also im Grunde genommen der Holocaust und Antisemitismus – darauf bezieht sich der Slogan – eigentlich nicht schlimm gewesen sind. Gaza ist natürlich weitaus schlimmer und natürlich ist Hamas außer seinem „Hamas auch Scheiße“ eigentlich nicht für die Situation verantwortlich ist, im Gegensatz zu Israel. Hamas bietet seinen Bürgern keine Möglichkeit sich zu schützen, im Gegenteil erklärt die Hamas Führung dafür nicht zuständig zu sein, da es sich „nur“ um Flüchtlinge handelt und die sind das Problem der UN.

Übrigens: Erst jetzt, unter dem Schutz der IDF beginnen die Leute gegen die Hamas zu protestieren und sagen ganz offen – was sie vorher nicht konnten – wer für die Situation verantwortlich ist. Hams schießt auf sie, teilweise gezielt mit Scharfschützen, Hamas klaut Hilfslieferungen, Benzin und Medizin. UNRWA leitet das Abwasser absichtlich durch die Zeltlager der Flüchtlinge aber darüber verliert er kein Wort.

Ein Dummschwätzer und Pseudointelligenter vor dem Herren. Danke, aber ich schäme mich den mal Humorvoll gefunden zu haben, habe ich mich wohl getäuscht.

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