Rettungskräfte nach dem Angriff der Hamas, ca. 1600 Opfer sind zu beklagen, für die „Jüdische Stimme“ fällt das unter selbst schuld.

„Der Begriff »jüdischer Antisemitismus« scheint ein Widerspruch in sich selber zu sein. Aber er ist es so wenig, daß, wenn irgendwo von einem Juden gesagt wird, er sei ein Rosche (Judenhasser), die andern alsbald rufen: »Das ist echt jüdisch.« Theodor Lessing „Der jüdische Selbsthass“

Die „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ ist ein Beispiel dafür was Theodor Lessing mit jüdischem Selbsthass meinte. In der Geschichte des Judentums hat es immer Juden gegeben, die sich ihrer Religion schämten und dachten, wenn sie nur laut gegen ihre Religion wetterten, dass sie dann von der Umgebung als ihresgleichen akzeptiert würden. Viele, Arthur Trebitsch zum Beispiel, waren ihrer Religion überdrüssig also konvertierten sie oder, wie Trebitsch, wurden konfessionslos. Trebitsch wollte Deutscher sein als die Deutschen und Österreichischer als die Österreicher, also wurde er bekennender Antisemit um seine Herkunft mit Stumpf und Stil auszurotten.

Otto Weininger, ein zum Protestantismus konvertierter Jude, hasste gegen Ende seines Lebens die Juden. Wenn also Juden sagen sie können keine Antisemiten sein und ihrem Gegenüber wenn nicht Antisemitismus so doch Rassismus vorwerfen, dann weiß ich ich habe eines dieser Exemplare getroffen. Denn es geht diesen Leuten nicht um Kritik, tausende in Israel gehen auf die Straße wenn sie mit der Regierung oder Entscheidungen nicht einverstanden sind. Ihnen geht es darum sich von ihren Landsleuten abzugrenzen.

Und wo kann man das besser als im Land der Täter. Entweder schreiben sie Bücher, tauchen in Zeitungsredaktionen auf oder, wie Iris Hefetz, gründen einen Verein. Und weil das noch nicht reicht stellen sie sich gegen Israel und verunglimpfen das Land bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Angesprochen auf die Motive, warum sie nach Deutschland gekommen ist und einen Verein gegründet hat antwortete sie dem Kölner Stadtanzeiger folgendes:

Ich hatte keine Perspektive mehr gesehen. Materiell war alles gesichert: Wir hatten Arbeit, ein Haus, wir hatten ein Auto. Ich bin im Süden Israels, in Beer Sheva geboren, das mittlerweile in Reichweite der palästinensischen Kassam-Raketen liegt. Später lebten wir zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Problematisch wurden für mich im Laufe der Zeit die Privilegien, die ich als Jüdin hatte …

das also waren ihre „Politischen Gründe“ Israel zu verlassen. Nicht die Hitze, die trockene Luft, der Stau in TelAviv – nein, die Privilegien, ganz so als hätte sie als Weiße in Johannesburg gegenüber einem schwarzen Township gewohnt. Dann kommt sie auf ihre Arbeit zu sprechen, dass ihr die Ungleichbehandlung erst dort aufgefallen sein soll. Sie ist 56 und hat nie etwas davon mitbekommen? Oder hat sie erst 2002 entschieden, „nee hier bleibe ich nicht.“ Und war vorher mit allem einverstanden.

Auf jeden Fall hindert es ihre Organisation nicht daran Stimmung gegen Israel zu machen, besonders nach dem Anschlag der Hamas auf den Süden Israels, ließ es sich die Gruppe nicht nehmen ein Statement herauszugeben das es in sich hat.

Nachdem sie erst einmal ihrer Trauer Ausdruck verliehen haben geht es los – „Wir sind auch wütend, wütend auf die Unterstützer des 75jährigen israelischen Kolonialregimes und die Blockade des Gazastreifens, die zu diesen Ereignissen geführt hat.“ – Was mich irritiert ist die Tatsache dass diese Leute offensichtlich Israelis sind und die Geschichte des Landes anscheinend nicht kennen.

Ich gehe jetzt gar nicht auf den üblichen Vorwurf des Kolonialismus ein der nichts weiter ist, als der übliche Versuch Israels Existenzrecht zu bestreiten. 1948 war die israelische Staatsgründung und es ist ja nicht so, dass die anderen Bewohner des Landstriches nicht gefragt worden wären, aber die haben den Vorschlag abgelehnt und nicht nur das, sondern auch den Krieg erklärt. Wollen sie das leugnen?

„Sieben arabische Länder erklären dem Zionismus in Palästina den Krieg….Sieben Länder ziehen in den Krieg, um die Teilung aufzuheben und den Zionismus zu besiegen, und verlassen die Schlacht schnell wieder, nachdem sie einen Großteil des Landes Palästina verloren haben – und sogar den Teil, der den Arabern im Teilungsplan zugestanden wurde.

„Als die Schlacht ausbrach, begann unsere öffentliche Diplomatie, von unseren imaginären Siegen zu sprechen, um die arabische Öffentlichkeit einzuschläfern und von der Fähigkeit zu sprechen, leicht zu überwinden und zu gewinnen – bis die Katastrophe geschah.“

Das schrieb der arabische Nationalist Constantin Zureiq und er nahm in seiner Kritik kein Blatt vor den Mund. Danach waren die Westbank, Ostjerusalem und der Gaza von Jordanien und Ägypten besetzt und beide Seiten besaßen kein Interesse daran einen arabische Staat zu gründen, im Gegenteil, wäre 1967 nicht gewesen, die Westbank und Gaza wären heute jordanisches, beziehungsweise ägyptisches Gebiet.

Gaza wurde auf Veranlassung Sharon geräumt. Die wenigen jüdischen Siedler wurden umgesiedelt, die Siedlungen abgerissen, die Infrastruktur für die dort lebenden funktionstüchtig hinterlassen. Voraussetzungen einen Staat zu gründen, auch wenn er nur sehr klein ist. Aber daran hatte man kein Interesse und zerstörte die Infrastruktur, feuerte tausende Raketen auf israelisches Gebiet ab und provozierte den Einmarsch der Armee.

Das wird von der jüdischen Stimme aber nicht gesehen. Frieden im Nahen Osten ist nun einmal keine Einbahnstraße, für sie allerdings schon. Da werden Märchen und Legenden aufgetischt wie die von der 75 Jahre währenden Kriegserklärung. Noch einmal, es gab nie einen Staat namens Palästina, das wurde auf Veranlassung der UdSSR, Ägyptens und Yassir Arafats gegründet. Erst seit 1964 taucht Palästina auf, davor waren Gaza und Westbank unter arabischer Herrschaft, nicht unter israelischer.

Was mich an diesen Texten ankotzt, das ist die Verunglimpfung des eigenen Landes, die Unterstützung von Mörderbanden deren Ziel die Auslöschung eines Staates ist. Nun nehmen wir mal an Hamas gelingt ein Sieg auf ganzer Linie gegen Israel, was werden sie tun? Sie würden einen Staat gründen, in dem die Sharia gilt. Die Juden würden sie ausrotten wenn diese nicht schnell genug fliehen können und Nichtjuden hätten die Wahl entweder als Bürger zweiter Klasse zu leben und Abgaben zu bezahlen, oder zu verschwinden.

Danach würde ein Bürgerkrieg zwischen Hamas und Fatah ausbrechen gegen den der Dreißigjährige Krieg wie eine Rauferei wirkt. Dabei liegt die Lösung, wie man den Konflikt lösen kann, doch so nah. Die Mitglieder reisen gemeinsam in den Nahen Osten und versuchen über Ägypten in den Gaza zu kommen, nehmen Verhandlungen mit der Hamas auf, setzen sich für die Geiseln ein und bieten sich im Gegenzug als menschliche Schutzschilde an, klappte ja vor der Invasion in den Iraq auch.

Sollten einige überleben, können diese den übrigen Überlebenden erklären was Pragmatismus ist. Es ist nun mal nicht pragmatisch einen Krieg vom Zaun zu brechen, und zu glauben es würde schon nix passieren. Aber das ist die Sache der jüdischen Stimme nicht. Sie fühlen sich im Land der Täter pudelwohl, sie können nach Herzenslust die Deutschen kritisieren die, ihrer Meinung nach, zu israelfreundlich sind und können von Rassismus gegenüber den in Deutschland lebenden Palästinensern sprechen und sich für den BDS stark machen. Sie werden hofiert wenn ein Alibijude gebraucht wird für Meinungen die man sich als Nichtjude nicht traut anzusprechen, gegen einen Ovulus machen sie das.

„Eine der absonderlichsten Verirrungen deutscher Juden während der Gewaltherrschaft der Nazis war der 1921 gegründete «Verband nationaldeutscher Juden», dem knapp viertausend Juden angehörten, die «bei offenem Bekennen ihrer Abstammung sich mit deutschem Wesen und deutscher Kultur so unauflöslich verwachsen fühlen, dass sie nicht anders als deutsch empfinden und denken können». Die Selbstverleugnung dieser Juden gipfelte in der vom Verband unterstützten Veröffentlichung eines Pamphlets mit dem Titel «Die Greuelpropaganda ist eine Lügenpropaganda, sagen die deutschen Juden selbst», welches Pressemitteilungen und Zuschriften jüdischer Organisationen und Persönlichkeiten sowie offiziöse Statements von Hitler, Göring und Goebbels enthielt.“

Schreibt Daniel Klein in einem Artikel über „Alibijuden und die Israelkritik“ 2017.

Bejubelt werden sie von den Linken Kreisen und muslimischen Kreisen die, wäre Israel ein sozialistischer Staat geworden, die Vernichtung der Araber billigend in Kauf nehmen würden.

Otto Weininger hätte hier seine Lebensaufgabe gefunden, mit Verve gegen einen Staat zu hetzen, der mehrheitlich von Juden bewohnt wird. Störend für ihn allerdings wäre die Begründung „gerade wir als Juden und Israelis.“

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