Streitbare Opportunistin?
„Amerika spielt eine große Rolle. Der Krieg in der Ukraine ist nicht nur ein Abwehrkrieg gegen Putin, gegen Russland. Dieser Stellvertreterkrieg wird auf ukrainischer Erde ausgetragen. Es sterben vor allem die Ukrainer, das ist ein solches Unrecht.“

Für Alice Schwarzer war das Wochende mit Sicherheit der größte Erfolg seit der Diskussion über den Paragraph 218 und den Protestmärschen in den siebziger Jahren, letztlich spielte das mit eine Rolle bei der Gründung der Zeitschrift „EMMA“. Ich kann mich noch an die Aufregung erinnern, besonders als der Stern als Titel einer Ausgabe mit „Wir haben abgetrieben“überschrieb und Bilder von prominenten und weniger prominenten Frauen zeigte, unter anderen Senta Berger. Frau Schwarzer räumte später ein, sie habe gelogen, denn sie hätte nie abgetrieben. Aber sie hat ihre Verdienste um die Frauenrechte und das zumindest kann ihr keiner nehmen. Wolfgang Pohrt schrieb damals in seiner unnachahmlich prokanten Art folgendes:

„Die Frauen mochten irgendwann haufenweise von den Männern nichts mehr wissen. Recht so. Das hatte nur andere Gründe, als die Frauen sagten und wohl auch dachten. Daran, dass die Frauen sich über die wahren Gründe täuschten, hatten freilich die Männer das größere Interesse.

Von Mann zu Mann: Mit dem Vorwurf, wir seien autoritäre Patriarchen, Schwerenöter und männliche Chauvinisten, lebt’s sich prächtig, zur Not auch im Büßerhemd. Aber wenn die Frauen dahinter kommen, was für kümmerliche Wichte und arme Würstchen die vermeintlichen männlichen Chauvinisten sind – dann geht’s uns wirklich dreckig. Wir haben nicht auf den Barrikaden gekämpft, wir haben auch keine kleine Fabrik umsichtig durch alle Krisen gesteuert, außer Problemen haben wir nichts zu vererben, die Therapie haben wir hinter uns, die Rente vor uns – und nun heißt es, wir seien zu männlich!

Nicht nur, dass jemand auf die Schnapsidee verfällt, uns für herrisch, mutig, stark, tapfer, kühn, ritterlich usw. zu halten, sondern wir sollen sogar zu männlich sein, alle diese Tugenden im Überfluss besitzen! Das musste uns ans Herz gehen wie einem lahmen Greis, wenn ihn die Courtisane mit den Worten adelt: ,Nicht so stürmisch, mein Herr. Sie rauben mir den Verstand.’“

Alice Schwarzer hat mit „Emma“ das größte Rehabilitierungsprojekt des angeknacksten männlichen deutschen Selbstbewusstseins geschaffen. Durch sie durfte sich das „aseptische Mittelstandsneutrum“ (Pohrt) endlich mal wieder als Mann fühlen. Falls ihr dafür Dank gebührt, soll er ihr nicht verwehrt bleiben.

Der Antiamerikanismus, oder die Vorstellung die USA seien für alles schlechte auf der Welt verantwortlich, der kam später und auch ihre Sympathien für Diktatoren begannen, so wie ihr ständiges Gerede vom 3. Weltkrieg an dem, wie kann es anders sein, die USA die alleinige Schuld trügen. 1991 schrieb sie einen Artikel über den zweiten Golfkrieg – zur Erinnerung, der Irak hatte seinen Nachbarn Kuwait annektiert und der UN-Sicherheitsrat gab der USA grünes Licht zur Befreiung Kuwaits von den irakischen Truppen. – Für Frau Schwarzer der Vorbeginn des dritten Weltkrieges:

„Seit dem 17. Januar 1991 befinden wir uns im 3. Weltkrieg. Gute Gründe dafür hat der Aggressor en masse,“ schrieb sie damals und meinte mit dem Aggressoren nicht Sadam Hussein, sondern die Koalition aus mehreren Staaten, die zur Befreiung Kuwaits angetreten waren. Der ganze Text liest sich wie der übliche Antiamerikanismus den man von antiimperialistischen Bewegungen kennt. Hier das arme Opfer – Saddam Hussein – und auf der Gegenseite der Täter, Norman Schwarzkopf der, so weiß sie zuberichten, quasi als Militarist geboren wurde – Bürger Norman Schwarzkopf zum Beispiel. Er ist sozusagen schon familiär vorbelastet. Sein Vater, so berichtet Time, brachte als CIA-Mann den Vater des Schahs von Persien an die Macht und baute den folternden Polizeiapparat des letzten Schahs auf. Schon als zehnjähriger Militärkadett träumte Norman jr. davon, ein „zweiter Alexander der Große“ zu werden und sein Vaterland in „die Schlacht aller Schlachten“ zu führen. Es darf auch das Wort Kolonialismus nicht fehlen, waren die USA nicht auch Kolonialmacht? Und natürlich darf Israel nicht fehlen –

Erste Ausgabe der Emma Februar 1977, Interviev mit Romy Schneider, „Ich bin es leid zu lügen“ Daran hätte sich Frau Schwarzer ein Beispiel nehmen sollen.
Aber was ist mit Israel? Richtig, das ist ein Argument, das gerade uns Deutsche angeht. Schließlich ist die Existenz des jüdischen Staates nicht zuletzt Resultat der Ermordung sechs Millionen jüdischer Menschen, im Namen des Deutschtums. Nur dürfen wir gerade jetzt eines nicht vergessen: Wir Deutsche sind in bezug auf Israel Täter, die Araber jedoch sind Israels Opfer. Sie waren es, die einen Teil ihres Landes räumen mussten für die vor dem weltweiten Antisemitismus flüchtenden Juden.
Nicht nur darum wäre es von Anfang an klug gewesen, den Judenstaat auf die Koexistenz mit den dort lebenden Arabern aufzubauen. Viele Israelis und Juden in aller Welt haben das so gewollt (und wollen es noch). Leider aber haben die Falken auch   in Israel gesiegt. Seit langem hat Israel eine Rechtsaußen-Regierung, die täglich neues Öl auf den lodernden Hass der Araber gießt. Sollte die Existenz Israels darum eines Tages wirklich gefährdet sein – was schrecklich wäre! – so wäre das vor allem diesen Falken, den Schamirs, den Bushs und den Schwarzkopfs zu verdanken. –Bomben auf Bagdad

Neben einem Amiknacks scheint Frau Schwarzer auch noch einen veritablen Judenknacks zu haben, nach dem sie mit Henryk M. Broder in Streit geriet, da die tolerante Frau Schwarzer, deren Toleranz bei Muslimen und Mitarbeitern endet, die ein Techtelmechtel mit einem „Krawalljuden“ haben, schrieb dieser 2008 über einen offenen Brief der Organisation Dona Carmen e.V ,bezüglich der Dankrede Schwarzers, an den damaligen Vorsitzenden der Frankfurter Jüdischen Gemeinde Prof. Dr Salomon Korn schrieb. Unter anderem listete der Verein folgende Passagen aus verschiedenen Schwarzer Artikel auf –

“Schon 1985 glaubte Schwarzer zu wissen, „dass auch ich selbst zu einer minderen Rasse gehöre: zu der der Frauen.“ (Mit Leidenschaft, 1985, S.135) Schließlich hätten auch die Frauen einen Genozid vorzuweisen: die Millionen ermordeter ‚Hexen’. Gegner ihres Konzepts von Frauenemanzipation bezeichnete Schwarzer – mit dem Jargon der Nazis kokettierend – mehrfach als Vertreter einer „Herrenrasse“. Frau Schwarzer und ihre Zeitschrift EMMA propagieren die These der amerikanischen Therapeutin Judith L. Herman von „den kleinen versteckten Konzentrationslager(n), errichtet von Tyrannen, die über ihre Familie herrschen“. (EMMA, Jan/Febr. 2004, S.88) Damit werden Opfer häuslicher Gewalt mit politischen Opfern, letztlich mit Opfern des Nazi-Regimes auf eine Stufe gestellt. So genannte „Lustmörder“ bezeichnet Frau Schwarzer mehrfach als „SS des Patriachats“, was zweifellos die SS verharmlost. Immer wieder drängen sich Schwarzer „Parallelen zu 1933“ auf: „Auch damals waren (zunächst) die Juden im Visier – und die Frauen“. Schließlich habe es unter Hitler ein Berufsverbot für weibliche Juristen gegeben. (EMMA, März/April 2002) „Den Gaskammern der Nazis gingen selbstverständlich die Propagandafeldzüge der Nazis voraus, die jüdische Menschen wie Untermenschen gezeigt haben. Und wir Frauen werden heute gezeigt wie Untermenschen.“ (EMMA-Sonderband PorNO, 1988, S.49) „Wollt ihr die totale Objektfrau?“ fragte Schwarzer, Goebbels imitierend, in ihrer PorNo-Kampagne. (PorNO, 1994, S.85)”

Das wollte die Organisation so nicht stehen lassen und fühlte sich durch Schwarzer diskriminiert. Überhaupt scheint Alice Schwarzer nicht sehr zimperlich zu sein wenn es um sie, Alice Schwarzer, geht und sieht Kritik gegen ihre Person als offene Kriegserklärung.

Aber zurück zum Titel.

Woher eigentlich nehmen die Amerikaner das Recht, sich als Weltpolizei aufzuspielen? Nach Vietnam. Und nach Afghanistan, wo dank amerikanischer Unterstützung wg. Öl die Talibane an die Macht kamen – die Talibane, die nicht nur über alle Frauen, sondern über das ganze Land ein Leichentuch breiteten.

Schreibt sie in Ihrem Artikel „Der gerechte Krieg“ vom 26. April 1999, und schon damals schien sie keine Ahnung zu haben, denn sie fragte völlig uninformiert, warum man denn nicht die innerjugoslawischen demokratischen Kräfte, die offensichtlich nur in ihrer Fantasie vorhanden waren, – denn Surprise surprise- begann der Bürgerkrieg in Jugoslawien am 27. Juni 1991. Jugoslawien bestand 1999 schon nicht mehr sondern der Rest war Serbien. Aber warum sollte man sich informieren, denn Fakten irritieren doch nur. Und auch Russland darf nicht fehlen, denn „und warum eigentlich wurde ausgerechnet der wichtigste Vermittler, der große geschwächte Bruder Russland nicht vor Bombardierung des kleinen Bruders konsultiert – und danach auch noch schwer brüskiert, notabene vom deutschen Kanzler?Nun war Russland gar nicht dazu bereit zu vermitteln, genauso wie Putin nicht bereit ist zu verhandeln und wenn, dann nur über die Maximalforderung. Frau Schwarzer sieht sich in einer Rolle die ihr weder paßt noch zusteht, da nutzen ihr und Frau Wagenknecht die Begründung als deutsche Staatsbürgerinnen, würde man sich an deutschen Kanzler wenden nicht. Dieses Argument bringen Leute vor die es als ungefährlicher betrachten der eigenen Regierung auf den Fuß zu treten, weil sie genau wissen, es passiert ihnen nichts. Und warum sollten sie nach Moskau? Die USA und Nato haben doch angefangen und die Ukraine sei doch nur ein Marionettenstaat, der auf Kosten des Ölhungers der Amerikaner geopfert wird.

Ja, Saddam Hussein war ein blutiger Tyrann. Aber war das der Grund für den Einmarsch? Schließlich hatten die .Befreier‘ in den Jahren zuvor noch mit demselben Tyrannen am Verhandlungstisch gesessen und Geschäfte gemacht. Ein gerechter Prozess gegen Hussein würde darum nicht nur seinen Opfern Genugtuung verschaffen, sondern auch bittere Wahrheiten in Bezug auf die Rolle des Westens öffentlich machen. (Auch darum dürfen der Angeklagte und seine Anwälte nie zuende reden.)

Die Rolle des Westens war zu dem Zeitpunkt schon lange bekannt, aber offensichtlich nicht für Frau Schwarzer, die IGFM veröffentlichte damals auf ihrer Website ein Dossier über die guten Geschäfte der deutschen Industrie mit dem Regime Saddam Husseins – leider nicht mehr verfügbar – und im letzten Jahr begann ein Prozess im Irak der gegen deutsche Firmen geführt wurde, die eine Mitschuld an der Anfal Offensive 1986 und dem Masaker von Halabja hatten. Ich kann mich, im Gegensatz zu Frau Schwarzer, noch sehr gut an die Bilder aus Halabja erinnern. 1989 war eine irakische Delegation auf Einladung des Bundeswitschaftministeriums in Bonn und unter anderem ging es um Turbinen und Röhren die geliefert werden sollten.

Aber ich denke das es für Alice Schwarzer nicht von Interesse ist. Seit über 30 Jahren betreibt sie Antiamerikanismus und sieht in allen Problemen dieser Welt die Amerikaner als Hintermänner, und die Deutschen immer noch als besetztes Land, dass die Interessen der USA vertreten muss. Es geht ihr weder um die Ukraine, noch Russland oder Europa, sie wähnt sich als Widerstandskämpferin gegen Washington, denn wer sich ein bisschen mit ihr beschäftigt, der stellt sehr schnell fest, dass Frau Schwarzer offensichtlich auch gerne unter den Nationalsozialisten gelitten hätte, obwohl sie erst 1942 zur Welt kam, und bei ihren Grosseltern aufwuchs.

In einem Interview sagt sie, „Ich komme aus einer Familie, für die es selbstverständlich war, in der Nazizeit nicht den Blick zu verlieren und mit den Opfern mitzufühlen. Da war meine Großmutter in der Familie führend, eine sehr mutige Person, und das ist sicherlich der Urimpuls, dass es für mich als Kind schon ganz selbstverständlich war, nicht wegzusehen und einen Ekel zu haben vor Machtverhältnissen.“ Und, „Nach ihren Angaben leistete ihre Familie zwar keinen organisierten Widerstand, aber private Resistenz: Ihre Großmutter kaufte auch nach 1938 in jüdischen Läden ein und wurde dafür von Nazis geohrfeigt, unterstützte Zwangsarbeiter und verweigerte den Hitlergruß.“  Donnerwetter! Wie sagte Konrad Adenauer einmal, „ich habe das Gefühl alle Deutschen waren im dritten Reich im Widerstand.“ Nun gab es nach 1938 keine oder kaum jüdische Geschäfte in denen ihre Grossmutter hätte einkaufen können.

„Direkt nach dem 9.November 1938 wird auch die endgültige Auflösung von jüdischen Geschäften und Firmen gesetzlich angeordnet. Die IHK überwacht den Prozess der Arisierung, ihre Gutachter taxieren den Wert, überprüfen die „betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten“ der „Arisierer“ und vermitteln Kaufinteressenten. Wenn die Parteistellen dann die politische Zuverlässigkeit der „Arisierer“ signalisieren, steht dem legalen Raub nichts mehr im Wege.“

Mindestens 8000 Geschäfte, die jüdischen Bürgern gehörten wurden im Deutschen Reich zerstört, viele wurden schon nach der Machtergreifung boykottiert und die Besitzer zum Verkauf gezwungen. Auch die Verweigerung des Hitlergruss mag zwar strafbar gewesen sein, allerdings verwendete nicht jeder den Hitlergruss. Mir gibt sie das Gefühl, dass sie für sich selbst eine Legende erschaffen hat und diese Legende wie eine Monstranz vor sich hät, um Kritiker abzublocken. Das passiert schon lange so, dass sie sich selbst als Opfer sieht und damit sakrosankt gegen jegliche Vorwürfe ist.

Diese Emma war der Auslöser für Henryk M. Broder

Der militante Jude

Henryk M. Broder war und ist ein besonderes Hassobjekt Schwarzers. 1982 erschien ein Bericht in der EMMA über den Krieg im Libanon. Auf der einen Seite die blutrünstigen Amerikaner – denen es um einen Iranersatz ging, unterstützt von ihren jüdischen Handlangern in Form von Ariel Sharon. Den Israelis unterstellte man sie wären angetreten, um die Endlösung der Palästinenser und ihrer rechtmäßigen Vertreterin der PLO zu betreiben, damit man danach die Westbank vollständig bestzen kann – komischerweise kommt der Gaza nicht vor. Es wurde unter anderem in einem Interview der selben Ausgabe behauptet, die israelischen Streitkräfte würden gezielt Jagd auf Kinder machen, in dem sie mit Sprengstoff präparierte Spielzeuge über den Flüchtlingslagern abwerfen würden.

Natürlich kam direkt „man habe gehört“, aber wie Adorno und Horkheimer in „Dialektik der Aufklärung“ schrieben, „der Antisemitismus ist das Gerücht über die Juden.“ Daraufhin soll Herr Broder in Israel gesagt haben sie, Alice Schwarzer, sei eine Antisemitin, was diese neun Jahre später nocht beschäftigte in dem sie ihm vorwarf er hätte eine internationale Anti-Schwarzer Kampagne lanciert.

„Es sind sehr verschiedene Menschen, aber alle sind gegen den Golfkrieg – und alle sind für die Existenz Israels. Sie alle kriegen ihr Fett ab. Bei keinem allerdings wird der Ex-Playboy-Autor so fettig wie bei mir.“

Zunächst mal Herr Broder nie für den Playboy geschrieben, warum auch. Zum anderen leugnet sie in ihrem Artikel, dass der Bericht von 1982 nur so von antisemitischen Stereotypen strotzte. Wer der israelischen Armee unterstellt, sie werfe gezielt Sprengstoff, getarnt als Spielzeuge ab oder behauptet es werden absichtlich Clusterbomben auf Zivilisten abgeworfen und sich damit rausredet, „man habe gehört,“ ist schlicht und ergreifend ein Antisemit. Er trägt das Narrativ, welches letztendlich zum Holocaust geführt hat, bedenkenlos weiter. Das zu negieren zeigt, wie Alice Schwarzer tickt.

Der Artikel auf den Frau Schwarzer mit einer Tirade antworten musste war wohl dieser hier.

Nachdem ich mich nun seit dem offenen Brief mit ihr beschäftigt habe muss ich sagen, dass ich ihr nicht mal einen Midleton 1973 zur Aufbewahrung geben würde, denn ihre ganzen Geschichten, die so im Laufe ihres Leben geschrieben und erzählt hat, passen nicht so ganz zu ihrer Selbstdarstellung. Ihre Forderung, nur afghanischen Frauen Asyl zu gewähren, weil die afghanischen Männer quasi Serienvergewaltiger sind ist dchon hart an der Grenze zum Sexismus. Vor allem würde das ein Todesurteil für homosexuelle bedeuten, die vor den Taliban fliehen wiel ihr Leben in Gefahr wäre wenn rauskäme, sie seien schwul. Vor allem wie sollten sie das auch beweisen, den Beamten einen Zungenkuß verpassen?

Auch ihre Haltung zu Transsexuellen ist gar nicht so liberal wie sie es gerne darstellt. Im Gegenteil, der LSVD hat in einer Streitschrift zu Frau Schwarzers Behauptungen Stellung genommen. Apropos, 2013 griff Frau Schwarzer die Schwulenbewegung wegen mangelnder Distanzierung zu Pädophilen an. Nun räumten verschiedene Verbände ein sich in dem Punkt nicht energisch diztanziert zu haben, aber nun Homosexuelle pauschal mit Pädophilie zu verknüpfen ist auch nicht ganz die feine Art, zumal die Forderung der Straffreiheit in der linksalternativen Szene verankert war. Das hätte sie eigentlich wissen müssen, also hat sie es ignoriert und um ganz klar zu stellen, ich habe es nicht mit Pädophilen und verstehe auch nicht was jemand an einem Kind sexuell anziehend findet, aber in den siebziger Jahren war ich eh zu jung.

Mein Fazit zur Frau Schwarzer: Ja, sie hat des öfteren antisemitische Aussagen gemacht und Reportagen, die erkennbar antisemitisch waren nicht nur vehement verteidigt, sondern Kritiker auch ad hominem angegriffen. Ja, sie hat eine antiamerikanische Einstellung, sei es aus Opportunismus, um auf der Seite der vermeintlich guten zu stehen, aus linker Tradition oder ganz bewußt. Und ja, ihre angebliche Liberlität läßt schwer zu wünschen übrig wenn es um Themen wie dem Islam, Transsexualität, Homosexualität oder Flüchtlinge geht. Dass sie, wie am Samstag bewiesen, auch keine Probleme damit hat eine Querfront aus Linken, Rechten, Verschörungsgläubigen, Reichsbürgern und anderen, die es nicht so mit der offenen Gesellschaft haben, wirft ein seltsames Licht auf die Freiheitskämpferin. Ich würde auf jeden Fall nicht auf einer Bühne mit ihr stehen wollen.

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